Christus allein

Calvinistische Erweckung?

Letzten Sonntag entstammte einer der Predigttexte aus dem 5. Kapitel des 1. Briefes an die Thessalonicher:  19 Den Geist dämpft nicht! 20 Die Weissagung verachtet nicht! 21 Prüft alles, das Gute behaltet! 22 Haltet euch fern von dem Bösen in jeglicher Gestalt! Wir wurden u.a. dazu aufgefordert, gerade unsere „Lieblingsprediger“ kritisch prüfend zu hören und bei Predigern, denen gegenüber wir (subjektive) „Abneigungen“ haben, das Wort Gottes sprechen zu lassen. Die Gefahr, bei „Lieblingspredigern“ Fehler (absichtlich?)

Gott lieben mit seinem Verstand

Hanniel hat das Buch von John Piper „Think. The Life of the Mind and the Love of God“ rezensiert. Es geht in diesem Buch, wie der Titel verrät, ums Denken. Hanniel schreibt über den Inhalt des Buches: Piper geht ausführlich auf das denkende Erkennen des Evangeliums ein. Das ist angesichts der dominanten Idee unter Evangelikalen, die Präsentation der guten Botschaft vor allem mit Gefühlen zu verbinden, unabdingbar. Die Bibel äußert sich klar zum Denken, das

John Piper: The Calvinist

Die Meisten kennen John Piper als (ehemaligen) Pastor, Buchautor und insbesondere als Wortverkündiger. John Piper hat kürzlich aber auch ein Gedicht geschrieben: „The Calvinist“. Das Gedicht kann auf Desiring God gelesen werden. Dort wird das Gedicht außerdem auch von John Piper selbst, Don Carson, Alistair Begg, Matt Chandler und anderen vorgetragen. Ohne Frage ist das alles ausgezeichnet gemacht worden und das Gedicht wird sehr eindrucksvoll vorgetragen. Ich frage mich persönlich nur, ob das Gedicht (oder zumindest der

Die Souveränität Gottes und das Gebet

Wir haben als Jugendgruppe vor einigen Tagen einen Vortrag zum Thema „Gottes Souveränität und Mission“ hören (und genießen) dürfen. Als Folgen der Souveränität Gottes für die Mission wurden z. B. Demut oder auch Optimismus genannt. Heute haben wir mit einigen Jugendlichen die Frage diskutiert, warum man denn dann noch für Verlorene beten solle, wenn Gott sowieso souverän zum Heil bestimme. Einige Antworten bieten ältere Posts (hier und hier). Speziell zu diesem Thema hat auch John

Allein aus Gnaden – Freibrief zum Sündigen?

In einen Gespräch, das John Piper und Tim Keller (hier) über Rechtfertigung und Heiligung führen, erzählt Tim Keller eine interessante Geschichte: Ich erinnere mich an ein Gespräch mit einer Frau, die „gerade dabei war“ zu verstehen, dass wir aus Gnade, aus Glauben gerechtfertigt werden und nicht aus unseren Werken. Die Frau erzählte mir, dass Sie vor Jahren regelmäßig zur Kirche ging, aber immer nur hörte, dass man gerettet wird, wenn man ein guter Mensch ist.

Freude – eine Frucht des Gehorsams

John Piper erzählt folgendes: Jemand ist mal zu mir gekommen und hat gesagt: John, du solltest viel mehr Gewicht auf den Gehorsam legen und nicht so sehr auf die Freude. Was stimmt nicht mit diesem Rat? – Das Problem ist: Gehorsam bedeutet, dass wir das tun, was Gott uns zu tun geboten hat. Und Gott hat uns geboten, Freude zu haben! Und deshalb kann man nicht sagen, dass man das Gewicht auf den Gehorsam und

Das Kreuz – Verbindung zwischen Gott und Mensch

Was für eine Bedeutung hat der Tod Jesu am Kreuz für die Menschheit und das Individuum? Geht es hier um meine persönliche Bestätigung im Sinne von „Wie wertvoll ich für Gott bin, dass er einen so hohen Preis zu zahlen bereit war“? Dient das Kreuz nur dazu, meinen Selbstwert zu steigern, wie es u. a. Teile der Gemeindewachstumsbewegung proklamieren? John Piper zeigt am Beispiel der Predigtgestaltung auf, welche (grundlegende) Bedeutung das Kreuz (und damit das

Der Gefühlschrist (2) – Sind Gefühle grundsätzlich zu verwerfen?

In einem vorherigen Beitrag habe ich R. C. Sproul zitiert, der die Gefahren eines gefühlsbetonten Christen aufzeigt. Jetzt stellt sich ja die Frage, ob Gefühle überhaupt keine Rolle spielen. John Piper macht in seiner Aussage deutlich, welche Position Gefühle im Glauben einnehmen sollten bzw. dürfen: Wahre Anbetung hat stets zwei Elemente: Gott sehen und ihn genießen. Diese zwei Dinge kann man nicht trennen. Um ihn zu genießen, muss man ihn sehen. Und wenn man ihn