Stephen Nichols: Fünf Dinge, die Jonathan Edwards mich im Hinblick auf das Überwinden der Welt gelehrt hat

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Wir als Christen sind dazu aufgerufen, die Welt zu überwinden. Mit diesem Gebot ruft uns die Bibel nicht zu politischen Kampagnen auf. Es geht vielmehr darum, gegen das Wesen der Sünde zu kämpfen und Christus immer ähnlicher zu werden.

Stephen Nichols, Präsident des Reformation Bible Colleges und Mitarbeiter der von R.C. Sproul gegründeten Ligonier Ministries, hat (hier) über fünf Dinge gesprochen, die er von Jonathan Edwards im Hinblick auf das Überwinden der Welt gelernt hat:

(1) Die Perspektive, ohne die wir nicht leben können

Vertausche niemals (äußere) Erscheinungen mit der Wirklichkeit. Manchmal scheint es tatsächlich so, dass die Herrscher der Welt die letztendliche Kontrolle besitzen. Die Realität sieht allerdings anders aus: die Herrscher dieser Welt sind zeitlich begrenzt und von Gott abhängig. Wir dürfen niemals die Erscheinung mit der Wirklichkeit vertauschen.

(2) Die Lehre, ohne die wir nicht leben können

Das Zentrum der Bibel – und somit in gewisser Weise auch das Zentrum der Weltgeschichte – ist die Lehre der Erlösung. Die Lehre der Erlösung macht gleichzeitig auch die Überlegenheit Christi deutlich. Gott hat in Christus viel Gutes für uns bereit.

(3) Die Implikation, ohne die wir nicht leben können

Die Lehre der Erlösung impliziert die Lehre der Vorsehung. Manchmal möchten wir wissen, wie unser Leben wohl in einigen Jahren aussehen wird. Würde Gottvertrauen auf diese Weise nicht sogar leichter werden? Nein! Wenn wir unser Leben aus der Vogelperspektive betrachten könnten, würden wir viele Schwierigkeiten sehen, die noch auf uns warten – das könnte sogar in Verzweiflung enden. Was wir brauchen ist die vollkommene Vorsehung Gottes. Wir müssen wissen, dass Gott alles unter Kontrolle hat.

(4) Das seltsame Merkmal, ohne das wir nicht leben können

Edwards spricht davon, dass der Himmel eine Welt der Liebe, und der dreieinige Gott eine Fontäne der Liebe ist. Im Himmel werden wir völlig frei von Sünde sein und göttlich lieben können. Das Merkmal, das Christen schon hier auszeichnet, ist genau diese Liebe! Die Centurios des Römischen Reichs symbolisierten die römische Macht. Als das Symbol der Macht mit dem Symbol der Liebe, nämlich dem sterbenden Christus am Kreuz, konfrontiert wurde, musste dieses die Gottheit Christi bekennen. Wir brauchen Liebe, um die Welt zu überwinden.

(5) Das Buch, ohne das wir nicht leben können

Die Bibel enthält so viel mehr als alle anderen Bücher. Die Bibel ist die Offenbarung Gottes. Wir leben in einer Welt, die immer auf das Neuste aus ist. Wir als Christen verlassen uns aber auf ein Buch, welches über 2000 Jahre alt ist – und Gott hat versprochen genau dieses zu segnen: sein Wort!

Stephen Nichols wird übrigens (genau wie Kevin DeYoung) auch auf der diesjährigen Evangelium21-Konferenz in Hamburg sprechen. Die Konferenz steht unter dem Motto: „Gott beim Wort nehmen“. Noch kann man sich für die Konferenz anmelden.

Die Bibel – unser Schatz

Jonathan Edwards:

Indem ihr die Bibel in den Händen haltet, habt ihr alle einen großen Schatz göttlicher Erkenntnis bei euch. Seid daher nicht damit zufrieden, nur wenig von diesem Schatz zu besitzen. Gott spricht auf vielerlei Weise zu euch in der Schrift.
Ringt darum, so viel wie möglich von dem zu verstehen was Er euch sagt. Gott hat euch alle zu einsichtigen Geschöpfen gemacht. Lasst daher nicht die edle Fähigkeit nachzudenken und zu verstehen unbeachtet liegen.
Gebt euch nicht mit der Erkenntnis zufrieden, die euch praktisch vor die Füße fällt oder die ihr jedes Mal empfangt, wenn euch die göttliche Wahrheit durch die Predigt des Wortes vermittelt wird. Auch die Erkenntnis, die ihr in einem Gespräch gewinnt, soll euch nicht zufriedenstellen.
Macht es viel mehr zu eurem größten Anliegen, nach Erkenntnis zu suchen, und tut dies mit dem gleichen Eifer und derselben Anstrengung wie Männer, die in Minen nach Gold und Silber graben.
»Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus. Ihm sei Ehre jetzt und für ewige Zeiten« (2. Petrus 3:18).
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