Ravi Zacharias, Billy Graham, Amsterdam und RZIM

Ravi Zacharias berichtet in seinem Buch Walking from East to West: God in the Shadows von der Einladung auf der Evangelisten-Konferenz in Amsterdam zu sprechen und von seiner Begegnung mit Billy Graham:

[…] Dr. Graham wanted me to speak to a gathering of four thousand other itinerant evangelists, “the cream of the world´s evangelists.” It was an unbelievable opportunity, and a humbling one.

The topic I was asked to address was “The Lostness of Man.” I had always spoken from an outline, and the message I put together was based on Romans 1. But Dr. Graham insisted that everyone who preached write our their sermons beforehand in their entirety, so they could be interpreted simultaneously into several languages.

[…] It was such an extraordinary setting; all around me, I saw religious leaders connected in an intricate network – Bill Bright, Luis Palau, Michael Green, John R. W. Stott. Many political leaders also graced the occasion. Finally, as I was having a bite of lunch, Billy Graham walked up to my table and extended his hand.

“You’ve got a powerful sermon, Ravi,” he said, “one of the finest I’ve ever read.” You can imagine the thrill that rippled through Margie and me over this man’s comments about my sermon. I later learned that, in his kindness, Dr. Graham says this to everyone. But that’s the kind of man he is – he wants to encourage. Whatever the other person has done, it is “the best I have heard.”

Hier der Vortrag “The Lostness of Man”:

Nach Amsterdam 1983 wuchs in Ravi Zacharias die Überzeugung, dass im Bereich der Apologetik zu wenig getan wurde:

What I had seen and heard in Amsterdam had shown me that there still was not much out reach to the intellectual, nor where there many evangelists who had the training or access to reach those opinion makers of society. The combination of a proclaimer and apologist was very rare, especially the cultural evangelist-apologist.

Schließlich kam es so im Jahre 1984 zu der Gründung der Ravi Zacharias International Ministries (RZIM). In diesem Zusammenhang macht Zachrias eine wichtige Feststellung:

More important, if you have not learned to pay the smaller prices of following Christ in your daily life, you will not be prepared to pay the ultimate price in God’s calling.

aus: Ravi Zacharias: Walking from East to West: God in the Shadows, S.192f, S.195, S.199

Steve Turner: „Creed“

Vor einiger Zeit habe ich das Gedicht „Creed“, geschrieben von Steve Turner, aus Ravi Zacharias´ Buch Kann man ohne Gott leben? zitiert.

Hier trägt Ravi Zacharias „Creed“ im Original vor:

Der geschenkte Sohn

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Heute, am Heiligen Abend, feiern wir Christen die Geburt unseres Königs Jesus, der an Weihnachten Mensch wurde. Das bedeutet allerdings nicht, dass der Sohn Gottes einen Anfang hatte. Ravi Zacharias zeigt auf:

All diese Prophezeiungen [des Alten Testaments] führten schließlich zu Christus als dem Herzstück der Geschichte.

Achthundert Jahre vor Christi Geburt sagte der Prophet Jesaja über dieses Ereignis: „Denn uns ist ein Kind geboren! Ein Sohn ist uns geschenkt!“ (Jes. 9,5). Das ist gefühlvoll ausgedrückt, aber auch mit Bedacht und ganz exakt. Das Kind ist geboren, nicht der Sohn. Der Sohn wird geschenkt. Der Sohn existierte schon ewig, das Kind wird geboren – die Menschwerdung ist lebendig.

Gott sei dank!

– Ravi Zacharias: Kann man ohne Gott leben?, 2005, S. 201

Was ist eigentlich Anbetung?

Ravi Zacharias geht in seinem Buch Kann man ohne Gott leben? in dem Kapitel „Die Suche des Philosophen“ der Frage nach der Einheit in der Vielfalt nach. Zacharias zeigt auf, dass Gottesdienst, im Sinne von Anbetung verstanden, Einheit in die Vielfalt des Lebens bringt. Er stellt allerdings zunächst fest:

Anbetung rechtfertigt sich nicht durch sich selbst; sie braucht die Beschränkungen der Wahrheit. Und diese Wahrheit liegt in der Person und dem Wesen Gottes.

Zacharias zitiert Erzbischof William Temple, der Anbetung folgendermaßen definiert:

Anbetung ist die Unterwerfung unseres ganzen Wesens unter Gott. Sie ist die Belebung unseres Gewissens durch seine Heiligkeit, die Speisung unseres Geistes mit seiner Wahrheit, die Reinigung der Fantasie durch seine Schönheit, das Öffnen des Herzens für seine Liebe und die Unterwerfung des Willens unter sein Ziel. All das zusammengetragen in der Anbetung ist die größte Ausdruckskraft, derer wir fähig sind.

Ausgezeichnet ausgedrückt, wie ich finde. Das ermutigt und motiviert Gott anzubeten und ihn im ganzen Leben und Schaffen zu verherrlichen. Zacharias zeigt auf:

Gottesdienst, Anbetung allein bringt diesen Frieden, diese Einheit in der Vielfalt. Die praktische Umsetzung ist klar. Ihr Tennisspiel, Ihre Rolle in einem Stück, Ihre künstlerische Begabung, Ihre herausragenden wissenschaftlichen Leistungen, Ihr Verhältnis zu Ihrer Familie, das Erhebende an Ihrem Erfolg – alles, Ihr ganzes Leben kann Ausdruck Ihres Gottesdienstes sein. Auf dieses Verwobensein wies Jesus hin: „Doch es kommt die Zeit, ja sie ist schon da, in der die Menschen Gott überall anbeten können; wichtig ist allein, dass sei von Gottes Geist und seiner Wahrheit erfüllt sind. Von diesen Menschen will Gott angebetet werden“ (Johannes 4,23-24)

– Ravi Zacharias: Kann man ohne Gott leben?, 2005, S. 194, 197f.