Christus allein

Glaube als moralische Entscheidung

Gestern bin ich (hier) auf die Frage eingegangen, ob Wunder Glauben überflüssig machen. Durch den Psalm 78 und die Ausführungen von Helmut Thielicke ist deutlich geworden, dass Gottes Wunder – genau wie sein Wort – „nur“ vor die eine Frage stellen: Will ich Gott glauben oder verharre ich lieber im Unglauben? Das Fragewort „will“ deutet dabei an, dass hier (auch) unser Wille im Spiel ist. Natürlich verstehen wir als Christen den Glauben ultimativ als Geschenk

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Machen Wunder Glauben überflüssig?

Der Psalm 78, den ich kürzlich gelesen habe, erzählt von den großen Taten Gottes an seinem Volk Israel. Der Psalmist Asaph erklärt, dass man das Überlieferte den nachfolgenden Generationen nicht vorenthalten darf, denn schließlich sollen auch sie ihr Vertrauen auf Gott setzen. Es geht also darum, dass Glauben geweckt wird. Dabei ist es interessant zu beobachten, welche Rolle in diesem Prozess die Wunder Gottes spielen. Mir scheint, dass heutzutage viele Menschen Glauben und Wunder als

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Gedanken „ex nihilo“ (4): Licht und neues Leben für Sünder

Meine letzten Beiträge, in denen ich über den ex nihilo-Topos in der Bibel nachgedacht habe, waren eher abstrakter und philosophischer Natur. Es ging darum, welche Implikationen die biblische Lehre von Gottes Erschaffen der Welt ex nihilo für unser Gottesbild hat und wie genau dieselbe ex nihilo-Logik, die am Anfang der Zeiten aus dem „Nichts“ ein „Etwas“ werden ließ, auch in der Inkarnation und Auferstehung Christi zum Tragen kommt. Die Ausführungen der letzten Beiträge können (was

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Gedanken „ex nihilo“ (3): Die Kraft der Auferstehung

Gestern habe ich (hier) die Jesusgeschichte als mit einem göttlichen ex nihilo-Schöpfungsakt beginnend beschrieben. In seiner Freiheit entscheidet sich Gott, Mensch zu werden – und wird von seiner eigenen Schöpfung getötet. Doch das ist nicht das Ende. Vielmehr ist es so, dass die Geschichte Jesu nicht nur mit einem göttlichen Schöpfungsakt ex nihilo beginnt, sondern auch in einem solchen endet – und damit wieder neu beginnt, ohne jemals wieder zu enden.     Interessanterweise kommt Dietrich

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Gedanken „ex nihilo“ (2): Das Geheimnis der Inkarnation

Gestern bin ich (hier) auf Gottes Erschaffen der Welt ex nihilo eingegangen. Es sollte deutlich geworden sein, dass uns die biblische Lehre der Schöpfung aus dem Nichts vor gewissen Fehlschlüssen bewahrt. So macht die Forderung, Gott zu sehen, bevor man offen für den Glauben ist, keinen Sinn (so wie es für Robinson Crusoe keinen Sinn macht, Daniel Defoe sehen zu wollen). Es macht auch keinen Sinn, zu versuchen, diesen ersten Schöpfungsakt aus dem Nichts naturwissenschaftlich-physikalisch

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Gedanken „ex nihilo“ (1): Gottes Schöpfung am Anfang der Zeit

Zugegeben, der Titel dieser Reihe könnte irreführend sein: Es sind sicher nicht meine Gedanken, die hier ex nihilo – also „aus dem Nichts“ – entstehen. Es geht mir um den Topos ex nihilo in der Bibel, also um das immer wiederkehrende Thema, dass etwas „aus dem Nichts“ entsteht. Bei einem solchen Unterfangen muss man allerdings sofort (vor)bemerken, dass wir hier an die Grenzen unseres Denkens stoßen. Was ist denn das „Nichts“? Wir können nicht, so

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7 Zitate aus „Mission unter postmodernen Zeitgenossen – Gibt es richtig und falsch?“

Die folgenden Zitate entstammen aus dem hervorragenden Gastbeitrag von Wolfgang Nestvogel in dem Buch von Matthias Klaus: Was sage ich, wenn…? Argumente für Glaubensgespräche Über den Zeitgeist: Die Postmoderne ist nicht nur ein Denksystem, sondern ein Lebensstil, der tief in unseren Alltag hineingreift. (S. 32) Der Zeitgeist ist das, was der Mensch für „selbstverständlich“ hält, auch jene, die nicht viel darüber nachdenken. […] Der Zeitgeist ist die geistige Luft, die wir in dieser Welt atmen

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Matthias Klaus: Was sag ich, wenn…? Argumente für Glaubensgespräche

Zu Beginn des Jahres ist dieses mit ca. 140 Seiten überschaubare und gut lesbare Werk des Mediziners Matthias Klaus erschienen, in welchem er apologetische Fragestellungen behandelt, die im Kontext der Jugendarbeit entstanden und bearbeitet wurden. Matthias ist zugleich Mitbegründer des Arbeitskreises für Wissenschaft und Weltanschauung an der Universität Hannover. Er geht im einleitenden Kapitel zunächst auf die Frage ein, warum Apologetik wichtig ist und ob es sie überhaupt braucht. Er stellt zutreffend fest, dass viele

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Benjamin Hasselhorn: Das Ernsthaftigkeitsdefizit

Der Theologe und Historiker Benjamin Hasselhorn hat kützlich im Tagesspiegel das „Ernsthaftigkeitsdefizit“, das er in der Evangelischen Kirche ausmacht, kritisiert. Er beklagt, dass gerade jungen Leute heute eher Steine als Brot angeboten werden: In der Bergpredigt fragt Jesus rhetorisch: „Oder ist ein Mensch unter euch, der seinem Sohn, wenn er ihn bittet um Brot, einen Stein biete?“ Jesus erklärt damit seine Behauptung, dass der himmlische Vater denen alles Gute geben wird, die ihn darum bitten

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Manfred Siebald: Manchmal wünsch ich mir

In meinen letzten beiden Beiträgen habe ich über den Zusammenhang zwischen Glaube und Beweisen nachgedacht. Solange der Wille, Gottes Selbstoffenbarung ernst zu nehmen, nicht besteht, das ist deutlich geworden, bringen Beweise nichts. Skeptiker, die nicht mit ehrlichen Fragen und einer grundsätzlichen Offenheit dem Glauben gegenüber stehen, werden sich auch von „Beweisen“ nicht überführen lassen. Es ist aber auch klar geworden, dass die „Beweisfrage“ nicht nur etwas für Ungläubige ist: auch Gläubige, wie das z.B. bei

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