Christus allein

Von Menschenfurcht zu Gottesfurcht

Wenn ich mich frage, welche Lektüre mich in den letzten Jahren am stärksten geprägt hat, ist das Buch „Befreit leben – Von Menschenfurcht zu Gottesfurcht“ von Edward T. Welch einer der ganz heißen Kandidaten. Michael Martens hatte mich durch seine Empfehlung während des Unterrichts am EBTC auf das Buch gebracht. Folgende Zitate geben einen Einblick und zeigen, dass das behandelte Thema jeden angeht: Haben Sie sich je einem Gruppenzwang ausgesetzt gefühlt? „Gruppenzwang“ ist nur eine

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Der Ketzerbischof | Leben und Ringen des Reformators Menno Simons

Als ich vor einigen Monaten mit meinen Brüdern und meinem Vater auf den Spuren Menno Simons die Menno Kate[1], die ehemalige Druckerei der Schriften Mennos in Bad Oldesloe, besuchte, stießen wir auf einen etwa daumendicken, zusammengebundenen Papierstapel. Bei der Durchsicht der mit Schreibmaschine getippten Seiten, entdeckten wir, dass wir hier das Manuskript eines Romans über Menno Simons in den Händen hielten, der als die prägendste Gestalt der Mennoniten gilt. Das weckte mein Interesse: Eine leicht

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Hat die Gnade eine Chance?

Geistlicher Missbrauch in christlichen Gemeinden ist ein verbreitetes Phänomen. David Johnson und Jeff van Vonderen definieren diese Art des Missbrauchs folgendermaßen: Geistlicher Missbrauch ist der falsche Umgang mit einem Menschen, der Hilfe, Unterstützung oder geistliche Stärkung braucht, mit dem Ergebnis, dass dieser betreffende Mensch in seinem geistlichen Leben geschwächt und behindert wird. Ein System geistlichen Missbrauchs zu erkennen kann häufig sehr schmerzhaft sein und in einigen Fällen zur Entfremdung von nahestehenden Geschwistern führen. Was aber

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Jörg Lauster über Jean Pauls „Rede des toten Christus“

Vor einiger Zeit bin ich in diesem Beitrag auf Jean Pauls Rede des toten Christus eingegangen. Dort habe ich die Frage aufgeworfen, ob „der angeführte Abschluss der Erzählung als aufrichtige Dankbarkeit für den Himmlischen Vater zu verstehen [ist]? Oder geht es darum, dass der Glaube das Beste ist, was uns in dieser vergänglichen und kurzflügeligen Welt passieren kann, wenn er sich auch nachher als Illusion erweist?“ Jörg Lauster schreibt dazu in Die Verzauberung der Welt:

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Bevor du „content“ über WhatsApp losschickst…

… oder auch über Facebook, Twitter, Instagram und wie sie alle heißen mögen – Folgende Fragen können eine Hilfe sein: Wird es letztendlich Gott verherrlichen oder mich? Wird es gesunde Zuneigung zu Christus wecken oder dämpfen? Wird es lediglich dokumentieren, dass ich etwas weiß, was andere nicht wissen? Wird es mich verfälscht darstellen oder authentisch? Wird es potentiell den Neid anderer hervorrufen? Wird es Einheit fördern oder unnötige Spaltung schüren? Wird es aufbauen oder niederreißen?

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Der Herr der Ringe: Was ich von der neuen Amazon-Serie erwarte

Mit einer Mischung aus Neugier, Spannung und Unbehagen habe ich mir vor einigen Jahren um Weihnachten herum erstmalig den „Hobbit“ von J.R.R. Tolkien zur Lektüre vorgenommen. Durch meinen Hintergrund her waren mir die mythischen Welten des englischen Schriftstellers eher fremd und erschienen mir gefährlich. Ich erinnere mich sogar daran, dass ich kurz vor meinem ersten Blick in die Werke Tolkiens einen guten Freund vor dem Lesen gewarnt hatte. Doch am Ende siegten meine Neugier und

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Wie dein Smartphone dich verändert (Tony Reinke)

Seit einiger Zeit lese ich das in 2018 in Deutsch erschienene Buch Wie dein Smartphone dich verändert. 12 Dinge, die Christen alarmieren sollten. Reinke macht die Ausgangslage für dieses Buch mit einem Zitat des Theologen David Wells aus einem persönlichen Gespräch deutlich: Es gibt wohl keinen Zweifel, dass unser Leben hochgradig zerstreuter ist, wenn wir mit Klingeln, Vibrieren, Piepsen und Textbotschaften bombardiert werden. Wir leben tatsächlich mit einem virtuellen Paralleluniversum, einem Universum, das unsere ganze

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Billy Graham (1918-2018) – Nachruf eines Russlanddeutschen

Vor einer Woche ist Billy Graham gestorben. Der Tod von „Amerikas Pastor“, wie ihn manche bezeichnen würden, hat große Wellen geschlagen (wie bereits am Montag festgestellt). Man kann das als übertriebenen Hype abtun, würde damit aber die Rolle Billy Grahams für das Christentum in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verkennen. Der nicht zu unterschätzende gesellschaftliche, kulturelle und politische Einfluss des modernen Evangelikalismus – vor allem in den USA – kann ohne Billy Graham nicht

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Gottes Gnade und der Mann in Schwarz

Nachdem der weltbekannte Evangelist Billy Graham letzte Woche Mittwoch im Alter von 99 Jahren verstarb, ist das Internet geradezu explodiert: (Eil-)Meldungen, (persönliche) Nachrufe, Tweets, Sendungen und Diskussionen über die Rolle Grahams in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts (und bis in das 21. Jahrhundert hinein) dominierten zumindest die christliche Berichterstattung. Grahams Wirken und seine Person machen eine solche Reaktion nur angemessen. Ich möchte heute allerdings nicht den Tod Grahams würdigen, sondern an den Geburtstag eines

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Alister McGrath: J. I. Packer. A Biography

Heute vor genau 27 Jahren, am 22. Februar 1991, trafen sich J. I. Packer und Alister McGrath um 09:40 Uhr um mit dem Bus von Oxford nach Cambridge zu fahren, wo beide (an unterschiedlichen Orten) einen Vortrag zu halten hatten. McGrath erinnert sich recht genau an diese Busfahrt, weil der Gedanke einer Biographie über Packer während dieser Fahrt geboren wurde. In dem 1997 erschienen Werk J. I. Packer. A Biography erzählt McGrath, wie es dazu

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