Christus allein

Martin Reakes-Williams: „Christus hören“

Den letzten Vortrag einer Konferenz zu halten, ist immer eine Herausforderung – besonders wenn dieser Vortrag nach dem Mittagessen angesetzt ist. Bei der letzten E21-Konferenz musste sich Martin Reakes-Williams (nachdem sein Vortrag mit dem von Don Carson getauscht wurde) dieser Herausforderung stellen. Seine Predigt war ermutigend und hat, wie ich finde, der Konferenz einen passenden Abschluss gegeben. Ich habe die Predigt nicht mitgeschrieben (und auch bei Hanniel, der schon ausführlich berichtet hat, keine Gliederung gefunden),

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Reformierte Selbstgerechtigkeit?

Helmut hat kürzlich Tim Keller zitiert, der auf die Gefahr aufmerksam macht, dass Lehre zum Götzen werden kann. Christen in der reformatorischen Tradition legen in der Regel viel Wert auf richtige Lehre, vor allem auf die Lehren der Gnade. Wenn es etwas gibt, wogegen reformierte Christen „allergisch“ sind, dann ist es Selbstgerechtigkeit: Wir werden nicht durch Werke gerettet, wir wollen keine Pharisäer sein. Das ist alles nicht falsch! Dennoch besteht die Gefahr, dass wir im

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„Du kannst die ganze Welt haben, aber gib mir Jesus!“

In letzter Zeit habe ich öfters Fernando Ortegas wirklich schönes Lied „Give Me Jesus“ gehört. Das Musikvideo ist nach der Beerdigung von Ruth Bell Graham, der 2007 verstorbenen Ehefrau des Evangelisten Billy Graham, entstanden: Der Liedtext findet sich hier und drückt einfach nur den Wunsch nach Jesus aus: am Morgen, wenn ich aufstehe; wenn ich allein bin; und schließlich, wenn ich sterbe. Es ist der Refrain des Liedes, der mich zum Nachdenken gebracht hat. Darin

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Mit Ausdauer laufen (2): Laufen im Blick auf Jesus

Ende letzten Jahres verstarb der Theologe R.C. Sproul, vor ein paar Tagen der Evangelist Billy Graham, die Gott in seiner Gnade beide auf großartige Weise gebraucht hat – es sind Menschen, die den Wettlauf des Glaubens gut und ausdauernd zu Ende gelaufen und uns ein gutes Vorbild darin geworden sind. Auch Paulus konnte, als er dem Tod immer mehr ins Auge blickte, von sich schreiben, dass er den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet und

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Als ich am Kalvarienberg in Bad Tölz die Reformation feierte

Im November des letzten Jahres hatte ich die Gelegenheit, zusammen mit meiner Frau einen Spaziergang zum wunderschönen Kalvarienberg in Bad Tölz zu machen. Die Aussicht dort ist großartig: Weil es an diesem Tag zwar sehr schön, aber auch sehr kalt war, machten wir auch einen Abstecher in die Kalvarienbergkirche, die den Abschluss eines liebevoll gestalteten Kreuzweges bildet. Es ist spannend, die vielen Details in der Kirche zu analysieren. Im hinteren Teil der Kirche findet sich

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Wir brauchen einen gesunden biblischen Realismus

Evangelium21 hat vor einiger Zeit den Vortrag „Eine Gemeinde für das 21. Jahrhundert?“ von David Jackman als Booklet herausgegeben. Ich habe David Jackman in den letzten Jahren auf zwei Konferenzen als herausragenden Lehrer, der das Wort Gottes „genau schneidet“, kennen gelernt. Folgende Aussagen haben mich in diesem Booklet zum Nachdenken gebracht: Zur notwendigen Fokussierung auf das Evangelium (seine Fragen sind herausfordernd): Wir müssen dafür beten und danach streben, dass es evangeliumszentrierte Gemeinden gibt, die konfessionelle

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Jeder Christ glaubt an die Souveränität Gottes

In dem Buch „Prädestination und Verantwortung. Gott und Mensch in der Verkündigung“ zeigt J. I. Packer, dass letztlich jeder Christ an die Souveränität Gottes glaubt, ob er sich nun zum Calvinismus bekennt oder nicht. Die Tatsache, dass wir beten, ist der erste Beweis dafür: Wenn der Christ betet, ist es nicht ein Versuch, auf Gott einen Druck auszuüben, sondern das demütige Eingeständnis der Hilflosigkeit und Abhängigkeit. Wenn wir vor ihm niederknien, ist uns bewusst, dass

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Hat die Reformation noch Relevanz für Luthers Heimat?

Auf der Website der Gospel Coalition ist ein Artikel erschienen, in dem Matthias Lohmann und Ryan Hoselton die Frage stellen, ob die Reformation für Luthers Heimat noch Relevanz hat. Leider müssen sie feststellen, dass die Staatskirchen das reformatorische Erbe entweder hinter sich gelassen, oder aber revidiert haben: „While the Roman Catholic church still officially rejects Scripture alone, European Protestant church leaders and university theology faculty now place the authority of human reason, the claims of higher

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Christus verbindet uns als Christen – unauflöslich!

Was verbindet uns als Christen? Die Antwort scheint zunächst ganz einfach zu sein: Christus. In der Praxis ist es dann allerdings oftmals so, dass man sich seinen Geschwistern kaum verbunden fühlt. Man sieht theologische Unterschiede, vielleicht gibt es kulturelle Unterschiede oder auch einfach Generationskonflikte. Ich will hier nicht sagen, dass man diese Differenzen einfach ignorieren kann. Es ist aber doch, glaube ich, sehr wichtig, dass wir niemals das Band übersehen, welches uns untrennbar verbindet: Christus!

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„Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben“

Eine der großartigsten alttestamentlichen Verheißungen auf Jesus Christus findet sich in Jesaja 9,1-6: 1 Das Volk, das in der Finsternis wandelt, hat ein großes Licht gesehen; über den Bewohnern des Landes der Todesschatten ist ein Licht aufgeleuchtet. 2 Du hast das Volk vermehrt, hast seine Freude groß gemacht; sie werden sich vor dir freuen, wie man sich in der Ernte freut, wie [die Sieger] jubeln, wenn sie Beute verteilen. 3 Denn du hast das Joch

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