Christus allein

Wir machen unseren Doktor in den vergänglichen Dingen und bleiben Laien im Bedeutsamen

Vor ein paar Tagen hatten meine Frau und ich eine interessante und äußerst angenehme Begegnung mit einem Ehepaar, welches sich nach eigenen Angaben zu den Anthroposophen zählt. Wir führten angeregte Gespräche und stellten neben einigen sehr unterschiedlichen Überzeugungen auch ein paar übereinstimmende fest. So waren wir uns zum Beispiel darin einig, dass das Leben auf der Erde zeitlich begrenzt ist, mit dem Tod nicht alles vorbei ist und dass das Leben auf der Erde Auswirkungen

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„Alttestamentliche Apologetik“ (1): Von Vater Abraham lernen

Das Gleichnis von dem Reichen Mann und dem Armen Lazarus (Lk. 16,27-31) ist wohlbekannt: Ein Reicher genießt sein Leben in vollen Zügen, während Lazarus leidend voller Geschwüre vor seinem Haus liegt und nur Hunde hat, die ihm Gesellschaft leisten. Beide sterben, Lazarus wird in den Schoß Abrahams getragen, der Reiche erwacht in der Hölle. Von dort aus versucht er, seine Brüder vor diesem furchtbaren Ort zu bewahren, indem er Abraham davon zu überzeugen sucht, Lazarus

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Donald Trump und „christliche“ Politik

Donald Trumps Entscheidung Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, hat große Debatten ausgelöst. Ich möchte mich an dieser Stelle nicht zu Trumps Entscheidung positionieren (man kann politisch dafür oder auch dagegen argumentieren), sondern auf einen Artikel der FAZ aufmerksam machen, in dem Andreas Ross das Verhalten der amerikanischen Evangelikalen analysiert. Gerade die von dem Dispensationalismus geprägten amerikanischen Christen haben Trumps Entscheidung freudig begrüßt: Pastor John Hagee geizte nicht mit Lob, nachdem Donald Trump am Mittwoch mit

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John Owen: Ein Kennzeichen geistlicher Gesinnung

Wir müssen verstehen, dass der Himmel ein Ort ist, wo wir von all unseren Sorgen vollkommen frei sein werden. Aber erinnere dich daran, dass es für die Gläubigen nicht nur um Freisein von Krankheit, Armut und ähnlichen Sorgen geht. Himmel bedeutet Freiheit von etwas viel schlimmerem als diesen Sorgen – es bedeutet die vollkommene Freiheit von der Sünde und von allen Folgen von Sünde. Ich kann mir nichts ermutigenderes vorstellen als das, denn Christen sind

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„Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben“

Eine der großartigsten alttestamentlichen Verheißungen auf Jesus Christus findet sich in Jesaja 9,1-6: 1 Das Volk, das in der Finsternis wandelt, hat ein großes Licht gesehen; über den Bewohnern des Landes der Todesschatten ist ein Licht aufgeleuchtet. 2 Du hast das Volk vermehrt, hast seine Freude groß gemacht; sie werden sich vor dir freuen, wie man sich in der Ernte freut, wie [die Sieger] jubeln, wenn sie Beute verteilen. 3 Denn du hast das Joch

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Fußnote zur Bundestheologie

Armin Sierszyn deutet in einer Fußnote einen interessanten Aspekt der Bundestheologie in Abgrenzung zu anderen Ansätzen an: „Statt an rationaler Systematik orientiert er [gemeint ist ein Vertreter der Bundestheologie] sich an Gottes Bundesschlüssen in der Bibel und erkennt in der Offenbarung nicht starre Gleichheit, sondern Entfaltung und Dynamik.“ aus: Sierszyn, Armin: 2000 Jahre Kirchengeschichte, S. 606f.

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C. S. Lewis: Die große Scheidung

Kürzlich las ich C. S. Lewis´ Erzählung „Die große Scheidung“. Hier einmal der Klappentext des Buches: Diese milde und gelöst heitere Traumdichtung ruht auf theologischem Fundament; sie verbindet poetische und theologische Elemente zu schöner Einheit. Die große Scheidung, von der hier die Rede ist, meint die Entscheidung zwischen Sein und Nichtsein, zwischen Himmel und Hölle, zwischen Gut und Böse. Ein Omnibus mit einer Handvoll beliebiger Zeitgenossen reist in die Sphäre ewigen Frühlings und Sonnenaufgangs. Weit

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Herrlichkeit

Nun zum Begriff der Herrlichkeit: Es lässt sich nicht leugnen, dass dieser Begriff im Neuen Testament und in den frühen christlichen Schriften sehr beliebt war. Die Erlösung wird ständig mit Palmen, Kronen, weißen Kleidern, Thronen und einem Glanz gleich dem von Sonne und Sternen in Verbindung gebracht. Auf den ersten Blick übt das nicht den geringsten Reiz auf mich aus; in dieser Beziehung bin ich ein typisch moderner Mensch. Als ich begann, mich mit diesem

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Von Geborgenheit und dem rechten Zuhause

Sicherheit und Geborgenheit ist etwas, wonach sich, glaube ich, alle Menschen sehnen. Wer will schon ohne Halt sein? Wenn wir in Christus geborgen sind, können wir etwas von dieser Geborgenheit, die wir uns wünschen, erfahren – und trotzdem passiert es immer wieder, dass wir uns in der großen, unsicheren Welt verloren und klein vorkommen. Die Welt bietet keine bleibende Stabilität. C. S. Lewis macht klar warum: Die christliche Lehre vom Leiden erklärt, glaube ich, eine

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