Christus allein

Spaß und Freizeit zwischen Götzen- und Gottesdienst

In der FEG München-Mitte gibt es aktuell eine Predigtreihe zu verschiedenen Götzen. Ron Kubsch hat am Sonntag in einer Predigt thematisiert, wie Spaß und Freizeit zu Götzen in unserem Leben werden können. Er gibt dafür zunächst einen groben Überblick über den 1. Korintherbrief, um aufzuzeigen, dass der Umgang mit christlicher Freiheit für die Korinther eine wichtige Frage darstellte. Als zweites zeigt er anhand von 1. Korinther 9,24-27 einige Leitmotive im Leben von Paulus auf, an

Weiterlesen

Gedanken „ex nihilo“ (4): Licht und neues Leben für Sünder

Meine letzten Beiträge, in denen ich über den ex nihilo-Topos in der Bibel nachgedacht habe, waren eher abstrakter und philosophischer Natur. Es ging darum, welche Implikationen die biblische Lehre von Gottes Erschaffen der Welt ex nihilo für unser Gottesbild hat und wie genau dieselbe ex nihilo-Logik, die am Anfang der Zeiten aus dem „Nichts“ ein „Etwas“ werden ließ, auch in der Inkarnation und Auferstehung Christi zum Tragen kommt. Die Ausführungen der letzten Beiträge können (was

Weiterlesen

Gedanken „ex nihilo“ (3): Die Kraft der Auferstehung

Gestern habe ich (hier) die Jesusgeschichte als mit einem göttlichen ex nihilo-Schöpfungsakt beginnend beschrieben. In seiner Freiheit entscheidet sich Gott, Mensch zu werden – und wird von seiner eigenen Schöpfung getötet. Doch das ist nicht das Ende. Vielmehr ist es so, dass die Geschichte Jesu nicht nur mit einem göttlichen Schöpfungsakt ex nihilo beginnt, sondern auch in einem solchen endet – und damit wieder neu beginnt, ohne jemals wieder zu enden.     Interessanterweise kommt Dietrich

Weiterlesen

Was den Lebensdurst stillt

Die Samariterin, die Jesus am Jakobsbrunnen trifft, ist eine Frau wie wir. Sie sucht das wahre Leben. Ihr Durst richtet sich auf ein Leben, das sinnvoll, schön, erfüllend ist. Auf unterschiedlichen Wegen versucht sie ihrem Leben diese Qualitäten zu verleihen, doch Jesus macht ihr deutlich, dass ihre Wege zum Scheitern verurteilt sind. Das was sie braucht um ein Leben dieser Güte zu bekommen, ist die Gabe Gottes. Zuerst sucht die Frau, wir mir scheint, in

Weiterlesen

Jesus als Seelsorger im Gespräch mit der Samariterin

Das Gespräch zwischen Jesus und der Samariterin am Jakobsbrunnen (Joh 4) ist ein Paradebeispiel für die Seelsorge. Ich möchte kurz einige Aspekt beleuchten, die mir hier wichtig erscheinen. Das erste, was in diesem Gespräch zwischen Jesus und der Samariterin auffällt, ist, dass Jesu Augenmerk auf den Menschen und seine persönliche Not gerichtet ist. Er schert sich nicht sonderlich um die damaligen Konventionen, sondern spricht als Jude mit einer Person, die zu der Gruppe der Samariter

Weiterlesen

Gibt es heute noch Pharisäer?

In manchen Cafés kann man ein Getränk namens Pharisäer bekommen: einen Kaffee mit einem Schuss Rum. Man sieht den Alkohol in dem Getränk nicht, was an die Scheinheiligkeit der Pharisäer zur Zeit Jesu erinnert. Doch ich meine nicht dieses Getränk, sondern den Menschen. Bevor wir aber auf die Frage eingehen, ob es sie heute gibt, schauen wir zunächst kurz auf die Pharisäer der Antike. Ich lese gerade das Markusevangelium. Dabei ist mir aufgefallen, dass immer

Weiterlesen

Die Torheit des Kreuzes

In der Passionszeit wurde wieder deutlich, dass viele Menschen heute ein Problem mit dem Kreuz und dem biblischen Evangelium von dem stellvertretenden Kreuzestod Christi haben. Dabei ist dies nicht neu: schon Paulus beschrieb die Botschaft vom Kreuz als eine, die einige für dumm hielten und worüber sich andere ärgerten. Mir fällt auf, dass heute versucht wird, Gott aus dem Ganzen herauszuhalten. Die Betrachtungen am Karfreitag zum Beispiel gehen manchmal in die Richtung, dass man das ganze

Weiterlesen

Perspektivwechsel

Selbst Christen können furchtbares Leid erleben. Umstände werden dunkel und unerklärlich, Hoffnung wird zu einem Fremdwort. Asaph, der Autor des 73. Psalms konnte im wahrsten Sinne des Wortes ein Lied davon singen. Obwohl er eine tadellose Beziehung zu Gott vorweisen konnte, ging es ihm deutlich schlechter als den Menschen, die Gott und seine Maßstäbe mit Füßen traten. Die Wende in seinem Leben beschreibt Asaph mit dem „Gang in Gottes Heiligtum“ (V. 17). Sicher beschreibt er

Weiterlesen

Schwäche zeigen

Abwärtsspiralen sind selten schon zu Beginn als solche zu erkennen. Angefangen mit leisen Zweifeln, kleinen Sünden, oder unauffälligen Gedanken können sie sich aber im Laufe der Jahre zu gewaltigen Lebensstürmen entwickeln. Die Sünde, die den Alltag beherrscht; der Zweifel an Gott, der einen fast wahnsinnig werden lassen könnte; die Krankheit, die jeden Lebensmut geraubt hat. Als Christ ist man von diesen Problemen natürlich ausgenommen. Als Christ bekommt man die rosarote Brille gleich mitgeliefert, denn man

Weiterlesen

Das zehnte Gebot bewahrt uns vor falschen Götzen und lehrt uns Zufriedenheit und Dankbarkeit

Ich habe bereits gezeigt, dass die zehn Gebote unsere Freiheit nicht beschneiden, sondern Wegweiser zur maximalen Freiheit sind. Im Anschluss habe ich erläutert, dass das zehnte Gebot Sünde bei der Wurzel packt und uns zu Christus und dem Evangelium treibt. Heute will ich zwei weitere Segnungen des zehnten Gebotes erläutern. 3. Das zehnte Gebot bewahrt uns vor falschen Götzen In dem Film „The End of the Tour“ begleitet David Lipsky, ein Journalist vom Rolling Stone

Weiterlesen