Christus allein

Schwäche zeigen

Abwärtsspiralen sind selten schon zu Beginn als solche zu erkennen. Angefangen mit leisen Zweifeln, kleinen Sünden, oder unauffälligen Gedanken können sie sich aber im Laufe der Jahre zu gewaltigen Lebensstürmen entwickeln. Die Sünde, die den Alltag beherrscht; der Zweifel an Gott, der einen fast wahnsinnig werden lassen könnte; die Krankheit, die jeden Lebensmut geraubt hat. Als Christ ist man von diesen Problemen natürlich ausgenommen. Als Christ bekommt man die rosarote Brille gleich mitgeliefert, denn man

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Konflikte | Lass dich nicht provozieren!

Das Bühnenbild für den Psalm 37 bietet das gespannte Verhältnis eines Bösen (V. 1) oder Frevlers (12) zum Gerechten (12). Letztgenannter wird durch den Bösen, „der Ränke übt“ (7) und mit den Zähnen gegen ihn knirscht bedroht. In diese konfliktgeladene Szenerie spricht der Psalm zum Gerechten und appelliert zu einem gottehrenden Verhalten. 1 Von David. Erzürne dich nicht über die Bösen, und ereifere dich nicht über die Übeltäter! 2 Denn sie werden schnell verdorren wie

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„Ad Te levavi“ – „Zu Dir erhebe ich meine Seele, Jahwe“

Wir befinden uns momentan am Anfang des neuen Kirchenjahrs: der 1. Advent war der erste Sonntag im Kirchenjahr und trägt die lateinische Bezeichnung „Ad Te Levavi“ (Deutsch: Zu Dir erhebe), benannt nach den Anfangsworten des Eingangsgesangs der katholischen Messe (siehe auch hier). Dieser Gesang gründet sich auf Psalm 25, Vers 1, „Zu Dir erhebe ich meine Seele, Jahwe.“.  Der Vers ist ein gutes Adventsmotto. Die evangelische Liturgie sieht an diesem Sonntag als Gebetspsalm den 24. Psalm vor, auf

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Das Toben der Nationen

Vermehrte Terroranschläge, Bedrohung durch den Islam (und wie ihm dazu in Deutschland „der Hof gemacht wird“), die zunehmende Globalisierung und Auflösung der Demokratie, die Abschaffung christlicher Werte – zugegeben, es ist nicht die attraktivste Art einen Artikel mit so einer negativen Aufzählung zu beginnen. Aber genau diese Dinge spielen sich in der Welt ab und wirken insbesondere für uns Christen oft wie eine (übermächtige) Bedrohung, der wir uns nicht gewachsen sehen und die jetzt mit

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Und dennoch bleibe ich stets bei dir…

Wenn man mit Gläubigen über die Zuversicht in Christus, die Heilssichherheit und die tröstende Tatsache, das nichts und niemand uns aus Gottes Hand reißen kann, spricht, hört man oft folgende Aussage: „Ja, Christus wird uns durchtragen -> wenn wir uns an ihm festhalten!“ – so oder so ähnlich hört man es dann. Ich will die Tatsache, dass der Gläubige in der Schrift sehr klar zum Bleiben (=Ausharren) aufgefordert wird (z.B. Kol. 1,23), nicht abschwächen –

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Gemeinsames Leben (5): Morgenandacht – das Psalmengebet

Laut Bonhoeffer enthält jede Andacht, auch am Morgen, drei Elemente: Zu jeder gemeinsamen Andacht gehört das Wort der Schrift, das Lied der Kirche und das Gebet der Gemeinschaft. (S. 38) Das Gebet verbindet Bonhoeffer dabei sehr eng mit den Psalmen. Er weist darauf hin, dass die Bibel dazu ermutigt, untereinander in Psalmen zu reden. Er führt daneben als weiteres Argument an, dass dem Psalmengebet in der Kirche bereits von alters her Bedeutung große beigemessen wurde. Im Gegensatz

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Das Gebet in der Gemeinschaft

Dietrich Bonhoeffer schreibt in „Gemeinsames Leben“ über die Bedeutung der Psalmen in der gottesdienstlichen Gemeinschaft unter Christen. Ein Aspekt beinhaltet, dass es sich um gemeinsames Gebet handelt: […] Drittens lehrt uns das Psalmengebet als Gemeinschaft zu beten. Der Leib Christi betet, und als Einzelner erkenne ich, wie mein Gebet nur ein kleinster Bruchteil des ganzen Gebets der Gemeinde ist. Ich lerne das Gebet des Leibes Christi mitbeten. Das hebt mich über meine persönlichen Anliegen hinaus

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