Christus allein

Psalm 88: Keine Hoffnung!?

Etwa zwei Drittel der Psalmen enthalten Passagen, in denen der Beter in einer schwierigen Situation steckt. Meistens gibt es ein Happy End oder zumindest einen Ausblick, dass Gott helfen wird. Dem Psalm 88 fehlt eine solche Perspektive. Es ist wohl der düsterste Psalm, was die emotionale Lage des Beters betrifft. Es ist das Gebet, wo der Beter kein Licht am Ende des Tunnels sieht. Aber halt! Ist das wirklich so? Enthält der Psalm keinen Hoffnungsschimmer?

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Anderson Cooper und Stephen Colbert über den Umgang mit Leid

Über einen Tweet von Sam Alberry bin ich auf das folgende Interview von Anderson Cooper mit Stephen Colbert aufmerksam geworden. Colbert ist den meisten als Late Night Host bekannt, Cooper als Fernsehmoderator bei CNN. Das Gespräch ist deshalb so interessant, weil die beiden Männer (ab Minute 20) wirklich persönlich werden und über ihre Erfahrungen und den Umgang mit Leid sprechen. Colbert hat mit 10 Jahren seinen Vater und zwei Brüder verloren und auch Cooper hat

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Perspektivwechsel

Selbst Christen können furchtbares Leid erleben. Umstände werden dunkel und unerklärlich, Hoffnung wird zu einem Fremdwort. Asaph, der Autor des 73. Psalms konnte im wahrsten Sinne des Wortes ein Lied davon singen. Obwohl er eine tadellose Beziehung zu Gott vorweisen konnte, ging es ihm deutlich schlechter als den Menschen, die Gott und seine Maßstäbe mit Füßen traten. Die Wende in seinem Leben beschreibt Asaph mit dem „Gang in Gottes Heiligtum“ (V. 17). Sicher beschreibt er

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Schwäche zeigen

Abwärtsspiralen sind selten schon zu Beginn als solche zu erkennen. Angefangen mit leisen Zweifeln, kleinen Sünden, oder unauffälligen Gedanken können sie sich aber im Laufe der Jahre zu gewaltigen Lebensstürmen entwickeln. Die Sünde, die den Alltag beherrscht; der Zweifel an Gott, der einen fast wahnsinnig werden lassen könnte; die Krankheit, die jeden Lebensmut geraubt hat. Als Christ ist man von diesen Problemen natürlich ausgenommen. Als Christ bekommt man die rosarote Brille gleich mitgeliefert, denn man

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Paul Tripp: My Story of Sickness

Wie fällt dein Rückblick auf das vergangene Jahr aus? War es ein „schwarzes“ Jahr? Waren die Enttäuschungen größer als erwartet? Wir sind Wanderer auf dieser Erde, der Sündenfall ist real. Wir sind zwar „schon jetzt“ vollkommen gerettet, aber dennoch „noch nicht“ am Ziel. Hebräer 12 hat mich auch im vergangenen Jahr ermutigt, auch in widrigen Umständen immer wieder auf Gottes Güte zu vertrauen: 6 Denn es ist so: Wen der Herr liebt, den erzieht er streng,

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Schicksalsschläge und die Barmherzigkeit Gottes

Was passiert mit unserem Glauben, wenn uns schweres Leid zuteilwird, das wir nicht verstehen? Erwarten wir, dass Gott nur das zulässt, was (in unseren Augen) „gut“ ist? Was geschieht, wenn plötzlich das Unerwartete eintrifft? Wenn Leid kommt? „Darf“ Gott das? Wie reagieren wir? Werden wir dann bitter? Aber was ist denn eigentlich gut? Hängt das nicht auch von dem jeweiligen Blickwinkel ab? Eine göttliche „Bestrafung“, hat J.R.R. Tolkien festgehalten, sei, wenn angenommen, auch eine göttliche

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Wie gehe ich richtig mit Leidenden um?

Wenn wir Leidenden begegnen, tun wir uns häufig schwer mit der Frage, wie wir uns zu verhalten haben. Carson führt in seinem Buch „Ach, Herr, wie lange noch?“ einige hilfreiche seelsorgerliche Hinweise an, von denen ich hier ein paar aufgreife[1]: Mache dir bewusst, der Trauerprozess verläuft normalerweise in vorhersagbaren Stufen: Schock; Gefühlsausbruch; Gefühle der Vereinsamung; körperliche Reaktionen der Trauer; Überängstlichkeit; Schuldgefühle; Bitterkeit; Widerstand gegen Rückkehr in den Alltag; Aufkeimen von Hoffnung; Versuch die Realität zu

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Die Ausklammerung des Leides und des Todes

In den letzten Tagen bin ich mehrfach direkt oder über Mitteilungen mit dem Leid anderer in Berührung gekommen, u.a. ist ein lieber Bruder jäh von seinem himmlischen Vater in die Ewigkeit gerufen worden. Das gab mir den Anstoß über das Leid nachzudenken, zu lesen und nun auch zu schreiben. Leiden, Krankheit und Tod sind in unserer Gesellschaft „outgesourct“. Wir schließen in unserer westlichen Gesellschaft so stark wie irgend möglich unsere Augen vor dem Tod und

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Und dennoch bleibe ich stets bei dir…

Wenn man mit Gläubigen über die Zuversicht in Christus, die Heilssichherheit und die tröstende Tatsache, das nichts und niemand uns aus Gottes Hand reißen kann, spricht, hört man oft folgende Aussage: „Ja, Christus wird uns durchtragen -> wenn wir uns an ihm festhalten!“ – so oder so ähnlich hört man es dann. Ich will die Tatsache, dass der Gläubige in der Schrift sehr klar zum Bleiben (=Ausharren) aufgefordert wird (z.B. Kol. 1,23), nicht abschwächen –

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Tun oder Sein

Gott geht es in unserem Leben nicht so sehr um unser Tun als vielmehr um unser Sein. Wir alle tendieren dazu, die Sünde in unserem Herzen zu unterschätzen. Wir sehen nicht das Ausmaß von Stolz, Hochmut, Egoismus, Sturheit, Selbstgerechtigkeit, fehlender Liebe und Misstrauen gegen Gott. Doch das sind Dinge, die Gott sehr wohl sieht. Schwierigkeiten bringen diese sündigen Haltungen an die Oberfläche, so wie das Feuer des Schmelztiegels Unreinheiten an die Oberfläche des geschmolzenen Goldes

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