Christus allein

Die Sünde der falschen Scham

Wir wurden beim RWE am Samstag nachmittag Zeugen davon, dass viele Gläubige zugaben, sich des Zeugnisses vom Herrn Jesus zu schämen. Diese Not ist nicht neu. Bach hat sich in der Kantate „Herz und Mund und Tat und Leben“ damit auseinandergesetzt und deutlich gemacht, dass das Zeugnis das ganze Leben umfassen sollte (d.h. eben mit Herz und Mund und Tat und Leben). Der Chor singt entsprechend als Erstes: „Herz und Mund und Tat und Leben

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Johannes Busch (8): Die Mutter

Es hat mich in der Biografie von Johannes Busch wohl kaum jemand so beeindruckt, wie die Mutter der Busch-Brüder, Johanna Busch. Einige Auszüge sollen dies verdeutlichen: „Ja, neben Papa stand meine so prächtige Mutter. Als mich bei meiner Ordination der damalige Superintendent Niederstein fragte, wer mich bei meiner Theologie am meisten bestimmt und beeindruckt habe, da habe ich ihm ohne Zögern geantwortet: ‚Meine Mutter‘.“ S. 35 „Vor allem hatte sie eine innige Jesusliebe. Da sank

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Der Gefühlschrist

In einem der letzten Beiträge ging es um den Stellenwert von persönlichen geistlichen Erfahrungen. Eine der potenziellen Gefahren bei zu starker Betonung von Erfahrungen benennt R. C. Sproul: Was ist ein Gefühlschrist? Er ist jemand, der sich von seinen Gefühlen leiten lässt, anstatt vom Verstehen des Wortes Gottes. Der Gefühlschrist ist nur dann zum Gottesdienst, Gebet oder Bibelstudium zu bewegen, wenn er sich danach fühlt. Sein geistliches Leben ist nie stärker, als seine momentanen Gefühle.

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Lehre und Leben (4): Kopfwissen rettet nicht

In dem Artikel „Halte fest“ (auf englisch) plädiert J. C. Ryle dafür, den Kampf für die Wahrheit zu führen, auch wenn er nicht populär ist. Ryle war ein Mann, der auf gesunde Lehre großen Wert legte. Folgende Passage machte mich jedoch nachdenklich: „Leser, es wird weder dich noch mich erretten, wenn wir alle Kontroversen kennen und alles erkennen können, was falsch ist. Kopfwissen wird weder dich noch mich in den Himmel bringen. Wir werden nicht

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Überinformiert?

In der aktuellen Ausgabe von „Unterwegs notiert“ (Nr. 70) bespricht Herbert Jantzen (ergänzt von Thomas Jettel) den Abschnitt Jakobus 3,13-18. Seine Anmerkung zum Vers 16 ist bedenkenswert: „Das Durcheinander ist das Ergebnis des Regimes des Teufels. Er zerstört die Reihenfolge und Ordnung Gottes. Der Teufel will alles durcheinander bringen. Zum Beispiel will er alles mit betäubender Musik füllen, damit es kaum noch Stille gibt. Oder er will alles mit Information füllen, damit Gott nicht mehr

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Lehre ist Leben (3): Die Kraft liegt in der Wahrheit

Unter Spurgeons Kanzel haben unzählige Menschen ihre Bekehrung erlebt. Worin lag die Kraft seines Dienstes? Wolfgang Bühne schreibt in einem Nachwort in dem Andachtsbuch „Auf dein Wort“ (gibt es hier als PDF), dass auf Auszügen aus den Predigten Spurgeons aufbaut: „Spurgeon predigte ein unverkürztes, kompromißloses Evangelium. Die völlige Verlorenheit des natürlichen Menschen, die unwiderrufliche Rechtfertigung durch den Glauben an das stellvertretende Opfer Jesu, der Glaubensgehorsam des Christen dem Wort Gottes gegenüber […].“ (S. 374) Spurgeons

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Johannes Busch (4): Ein kleiner Schritt

Mir ist im Nachdenken über die Sendschreiben wieder aufgegangen, wie wichtig Buße im Leben eines Gläubigen ist. Ohne Buße wird kaum eine Gemeinde ans Ziel gelangen, da fast alle einen Tadel bekommen. Ein praktisches Beispiel erzählt Wilhelm Busch von seinem Vorfahren Jakob-Frieder Kullen: „Einst hatte er mit seiner Frau einen kleinen Zank. Mit bösen Worten waren die beiden auseinander gegangen. Jetzt saß er in der Schulstube und „trutzte“. Die Mutter hatte sich in die Schlafkammer

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Die Selbsterkenntnis des Sünders

Warum fehlt heute bei so vielen Christen der innere Antrieb? Warum ist es so schwer, sich von alten Lebensweisen zu verabschieden? Und warum gibt es so wenig echte Bekehrungen? Eine Antwort könnte sein, dass die einzelnen Individuen keine wirkliche Erkenntnis ihrer Schuld vor dem heiligen Gott haben (siehe auch das Zitat von Calvin rechts). Während meiner Zeit im Bellevue in der Schweiz habe ich ein interessantes Zitat aus dem 16./17. Jahrhundert gehört. Ein gewisser Thomas

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Der Pfad des Gehorsams

Ein weiterer Beitrag zu unserem Lieblingsthema: Müssen wir aktiv werden oder passiv auf Gottes Eingreifen warten? J.C. Ryle schreibt folgendes dazu, wenn auch in anderem Zusammenhang: „Ich weiß, dass du dein Kind nicht bekehren kannst. Ich weiß gut, dass die, die wiedergeboren werden, nicht aus dem Willen des Mannes geboren werden, sondern aus Gott. Aber ich weiß auch, dass Gott deutlich sagt: ‚Erziehe den Knaben seinem Weg gemäß‘ und dass er den Menschen nie ein

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Der Fels aus Norwegen (2): Zeiten der Erweckung

In dem Kapitel „Eine Erweckung zieht Kreise“ wird beschrieben, wie Hallesby von 1904 bis 1907 als Evangelist durch viele Orte Norwegens zieht und das Evangelium verkündigt. In diesen Jahren finden überall in Norwegen und Schweden große Evangelisationsveranstaltungen statt und massenweise strömen Leute dorthin und werden „erweckt“. Hallesby führt allein in einem Jahr 300 Veranstaltungen durch. Selbst die Hauptstädte Norwegens und Schwedens werden von der Bewegung erfasst: „Nach zwei Evangelisationswochen in Stockholm „ist der Zustrom so überwältigend

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