Christus allein

John Bunyan: Die Pilgerreise

Die meisten Christen wissen, glaube ich, mit John Bunyans Werk Die Pilgerreise etwas anzufangen, was allerdings nicht bedeutet, dass dieses Buch von genau so vielen Christen gelesen wurde. Auch ich habe Die Pilgerreise erst kürzlich gelesen und möchte an dieser Stelle kurz über das Buch berichten. Wie der Titel schon besagt, geht es in Die Pilgerreise um Christ, den Protagonisten, der sich auf dem Weg zur himmlischen Stadt befindet. Bunyan beginnt damit, dass Christ, ein

Francis Schaeffer: Wie können wir denn leben?

Es gibt eine gute Nachricht: der Betanien Verlag wird in nächster Zeit Francis Schaeffers Buch Wie können wir denn leben? neu auflegen. Der Verlag schreibt dazu: In Hesekiel 33,10 fragen die Israeliten angesichts ihrer sündigen Vergangenheit: Wie können wir denn leben? Um zu erkennen, wie wir heute leben können, müssen wir verstehen, welche kulturellen und intellektuellen Kräfte uns im Laufe der Geschichte dahin gebracht haben, wo wir heute sind. Schaeffers scharfsinnige Analyse spannt den Bogen

Christian Art = Evangelistic Art?!

Kultur, Christsein, Kunst, Kreativität und Schöpfung – ist die Liste widersprüchlich? Vielleicht umstritten, ja, und sicherlich „disskussionsbedüftig“, aber widersprüchlich und unbiblisch sicher nicht. Unter Freunden ist diese Thematik kürzlich hier und dort einmal angeklungen. Alex Medina hat bei The Gospel Coalition einen hilfreichen und interessanten Artikel veröffentlicht: God is a creator-God, so as image bearers of God, we create. From the beginning of time we see that not all of God’s creations were what we

Was wir von Francis Schaeffer lernen können (13): Gebrauche deine Vernunft zu Gottes Ehre

Für viele Gläubige klingt das Wort „Vernunft“ bzw. „Verstand“ nach Sünde. Schließlich macht doch Paulus auch im Römerbrief 1,20-23 klar, „dass der Abfall des Menschen von Gott in seinem Denken beginnt“. Ist die Vernunft also böse? Hierauf muss ein deutliches Nein gegeben werden, denn „die Boshaftigkeit bezieht sich nicht auf die Formen des Denkens (z.B. die Logik), sondern auf die Denkvoraussetzungen und Inhalte. […] Wir neigen dazu, den Bericht über den Sündenfall so zu deuten, als

Was wir von Francis Schaeffer lernen können (11): Warum manche den christlichen Glauben ablehnen

Schaeffer erkannte in seinen Gesprächen, dass viele Menschen den christlichen Glauben nicht so sehr aufgrund falscher Denkvoraussetzungen ablehnen, sondern vielmehr aufgrund von negativen Erfahrungen: Erfahrungen mit einem christlichen Glauben, der extrem eng, inhuman und lieblos war und ein negatives Gottesbild vermittelte. Ich vermute, dass dies auch heute noch ein Grund für viele Jugendliche ist, dem Glauben den Rücken zu kehren. Schaeffer legte deshalb in seiner apologetischen Arbeit Wert darauf, dass diese Menschen ein „angemessenes Bild vom christlichen

Was wir von Francis Schaeffer lernen können (9): Die Ziele der Apologetik

1. Ziel (nach außen): Effektive Evangelisation Wenn wir in L’Abri von Apologetik sprechen, können wir den Begriff nicht von Evangelisation trennen. Was hat Apologetik mit effektiver Evangelisation zu tun? Ohne Apologetik schließen wir uns einfach dem Dialog der Tauben an, reden aneinander vorbei und können uns gegenüber Menschen mit anderen Perspektiven, Weltanschauungen und Wahrheitskriterien nicht mehr verständlich machen. 2. Ziel (nach innen): Glaubensstärkung Die wichtigste Person, mit der ich Apologetik betreiben muss, bin ich selber, damit mein

No little People

Justin Taylor führt auf seinem Blog Tim Challies an. Da es sich um einen ausgezeichneten Beitrag und ein starkes Zeugnis handelt, habe ich mich entschlossen den Beitrag zu übersetzten: Es ist schon lange Zeit her, es war im Sommer 1966, dass Doug [Nichols] für „Operation Mobilization“ arbeitete und, während ihrer großen Jahreskonferenz, in London stationiert war. Er arbeitete im Reinigungsdienst mit. Eines nachts, ungefähr um 00:30 Uhr, kehrte er gerade die Stufen des Konferenzzentrums, als

Was wir von Francis Schaeffer lernen können (8): Befürwortung der Gemeinde

Obwohl Francis Schaeffer sich in seiner Arbeit bemühte, den einzelnen Menschen anzunehmen war er doch „ein Befürworter der Gemeinde“ (S. 88) und drängte die Leute, nach Abschluss ihrer Studien in L’Abri, sich einer lebendigen Gemeinde anzuschließen. (S. 89). Wie stellte Schaeffer sich eine solche Gemeinde vor? „Die Gemeinde soll an einem Glaubensbekenntnis festhalten, dass aus der Bibel abgeleitet ist und das gesamte Leben umfasst. Kulturbedingte Einsichten sollten nicht als Absolut mit quasibiblischer Autorität hochgehalten werden.“

Was wir von Francis Schaeffer lernen können (7): Gottes Gebote zeigen uns in die eigentliche Wirklichkeit

Welche Rolle spielten die Zehn Gebote für Francis Schaeffer? Udo Middelmann, Schwiegersohn der Schaeffers, erläutert: „Die Gebote Gottes trennen uns nicht von der Wirklichkeit und führen uns in eine geschlossene fromme Gemeinschaft, sondern legen uns die eigentliche Wirklichkeit offen vor Augen. […] Jedes der Gebote Gottes umschreibt einen Teil der Realität und deckt dadurch törichte Vorstellungen auf, um deren Umsetzung zu verhindern. […] Kein Gebot ist von rein religiöser Natur. Es beschreibt vielmehr Form und

Was wir von Francis Schaeffer lernen können (6): Heiligung als realer Vorgeschmack

Es gibt ein Buch von Francis Schaeffer, das ich mir kaufen möchte, sobald der Preis bei Amazon endlich fällt (derzeit nur schlappe 150 EUR…): Geistliches Leben, was ist das? Wie ein Leben im Glauben heute verwirklicht werden kann. Schaeffer geht darin der wichtigen Frage der Heiligung nach. Wim Rietkerk beschreibt Schaeffers Position: „Der toten Rechtgläubigkeit, die nicht an Heilung glaubt, und der Pfingstbewegung, die an eine völlige Heilung glaubt, stellte Schaeffer die substantielle Heilung gegenüber. Sie