Christus allein

Die Mennoniten und die Ingenieurskunst

Nach den ersten dürren Jahrzehnten in der neuen Heimat ging es für die mennonitischen Kolonien wirtschaftlich gesehen aufwärts. Das zeigt sich u.a. an den entstehenden Gutshäusern, der Intensivierung der Bildung und auch am technischen Fortschritt. Die im Buch von Heidebrecht[1] veröffentlichte Passage aus dem Mennonite Historian ist eine nette Geschichte, die den in der Überschrift genannten Aspekt illustriert. Das erste Flugzeug in Russland wurde höchstwahrscheinlich von drei mennonitischen Studenten erdacht, gebaut, und kurz geflogen. Der

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Die Mennoniten und das Plautdietsch

Freundlich wurde ich vor Kurzem in einer Gemeinde, die ich zum ersten Mal besuchte, vom Pastor im Foyer begrüßt. Als wir uns gegenseitig vorgestellt hatten, wozu selbstverständlich die Erwähnung des vollständigen Namens gehört, meinte er: „Dann kannst du ja plattdeutsch!“ Mit einigen Schlenkern, die deutlich machen sollten, dass dem nur bedingt so sei, bestätigte ich seine Aussage. Der Name verriet ihm meine Herkunft und damit einhergehend schloss er unwillkürlich darauf, dass ich dieser Sprache mächtig

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Die Mennoniten und ihre Familiennamen

Namen sind wie eine Blutprobe, sie verraten einiges über den zu dem sie gehören. Wenn ich z.B. den Namen Wessels höre, muss ich unweigerlich ans Emsland denken, wo dieser Name weit verbreitet ist. Der Name Huber hingegen verweist in eine ganz andere (Himmels-)Richtung. Wohin? Der Leser kann sich sicher selbst die Antwort darauf geben. Diese Beziehung zwischen Namen und der Herkunft bzw. Zugehörigkeit ist auch für das Mennonitentum ein charakteristisches Merkmal. Hermann Heidebrecht führt in

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„Ad Te levavi“ – „Zu Dir erhebe ich meine Seele, Jahwe“

Wir befinden uns momentan am Anfang des neuen Kirchenjahrs: der 1. Advent war der erste Sonntag im Kirchenjahr und trägt die lateinische Bezeichnung „Ad Te Levavi“ (Deutsch: Zu Dir erhebe), benannt nach den Anfangsworten des Eingangsgesangs der katholischen Messe (siehe auch hier). Dieser Gesang gründet sich auf Psalm 25, Vers 1, „Zu Dir erhebe ich meine Seele, Jahwe.“.  Der Vers ist ein gutes Adventsmotto. Die evangelische Liturgie sieht an diesem Sonntag als Gebetspsalm den 24. Psalm vor, auf

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Interview mit Hanniel Strebel: „Ich führe mich, weil Gott mich führt“ (3)

Du sprichst mit deinen Söhnen über langfristige Ziele: Wie sehen deine langfristigen Ziele aus? Vielleicht wird diese Antwort erstaunen. Ich bete täglich: „Stärke meine Liebe zu Jesus und zu meiner Frau.“ Daraus ergibt sich alles andere. Dies betrachte ich nicht als unzulässige Vereinfachung. Dieses Gebet hat gewaltige Auswirkungen. Ich begebe mich auf Göttersuche. Die Ergebnisse sind vernichtend. Mein Herz hängt sich ständig an neue Götzen. Dies wird so bleiben bis zum Tag meines Todes. (Man

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Interview mit Hanniel Strebel: „Ich führe mich, weil Gott mich führt“ (2)

Welcher Bereich der Selbstführung ist grundlegend? Womit sollte man anfangen? Wir Menschen sind „teleologische Wesen“. Wir haben ein Streben verinnerlicht. Dieses Streben ist erst gestillt, wie es Augustinus am Anfang seiner „Bekenntnisse“ schreibt (lies den wunderbaren Einstieg), wenn es auf Ihn selbst gerichtet ist. Darin besteht der wichtigste und grundlegende Bereich der Selbstführung: Worauf ist mein Streben hier und jetzt gerade gerichtet? Wir können uns endlos um Selbstoptimierung bemühen. Ich spreche von „Götterwechsel“. Der Beruf

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Zitat: Das Evangelium ist der Schlüssel

Das Kreuz ist der Höhepunkt der biblischen Geschichte – und es ist der wahre Höhepunkt in der Lebensgeschichte jedes Einzelnen von uns. Die Wahrheit des Evangeliums muss unser Leben ebenso sehr durchdringen wie die Briefe von Paulus und die ganze Heilige Schrift. […] Sie müssen die Wahrheit neu entdecken. Der Schlüssel zur Freude, Wachstum und Leidenschaft versteckt sich nicht vor Ihnen. Er ist direkt vor Ihren Augen. Es ist das Evangelium. aus: C.J. Mahaney, Leben

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Cornhill London Week 2018

Ein Beitrag von Eduard Tissen: Wer schon immer mal in einen vollzeitlichen bibelzentrierten Predigt- / Pastorendienst hineinschnuppern wollte, sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen: Cornhill ist eine Bibelschule mit dem Schwerpunkt biblische Auslegungspredigten. Die Bibelschule hat sich zum Ziel gesetzt, aktuellen & zukünftigen Pastoren, Predigern, Hauskreisleitern, Frauenkreisleiterinnen etc. die notwendigen Werkzeuge und Hilfsmittel mitzugeben, damit diese (1) selbst die Bibel besser verstehen, dann aber auch (2) anderen die Bibel besser und verständlicher erklären können.

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Interview mit Hanniel Strebel: „Ich führe mich, weil Gott mich führt“

Angeregt unter anderem durch einen Buchtitel von Hanniel Strebel („Ich führe mich, weil Gott mich führt“), beschäftige ich mich seit einiger Zeit mit dem Thema Produktivität. Ich habe Hanniel einige Fragen gestellt. Hier die ersten beiden: In vielen sozialen Medien sind Themen wie „Produktivität“, „Selbst- und Zeitmanagement“ sehr gefragt. Oft wird damit verbunden, dass man durch gutes Selbstmanagement mehr Zeit für „die wirklich wichtigen Dinge“ hat. Sind diese Themen aus deiner Sicht für Christen relevant und

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Ordo Salutis?!

Ein Gastbeitrag von Simon Koop: Manchmal gibt es unter Christen die Ansicht, der Mensch müsse glauben, um wiedergeboren zu werden. Häufig wird dann im selben Zuge auch Apostelgeschichte 16,31 zitiert, wo Paulus und Silas zu dem Kerkermeister sagen: „Glaube an den Herrn Jesus Christus und du wirst errettet werden“. Der Glaube wird als etwas verstanden, was der Mensch von sich aus tun muss, um den heiligen Geist zu erhalten und errettet zu werden. In einem

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