Christus allein

7 Tipps für Predigten aus dem Alten Testament

David Murray, Autor des Buches Jesus On Every Page, wurde oft nach Tipps für das Predigen aus dem AT bzw. nach potentiellen Stolperfallen gefragt. Er hat die wichtigsten Tipps hier genannt (und ausgeführt): Konzentrier dich auf die ursprüngliche AussageInformier dich über Geschichte, Geographie und Kultur des Alten TestamentsLerne, zusammenzufassen und anzuwendenPredige aus verschiedenen LiteraturgattungenStelle die zwei wichtigsten Fragen: Was lehrte diese Passage Israel über Gott? Was lehrte es sie über die Art, wie Gott rettet?Halte die

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Rezension: Biblical Theology: How the Church Faithfully Teaches the Gospel

Das Buch Biblical Theology. How The Church Faithfully Teaches The Gospel von Nick Roarke und Robert Cline ist Teil der Serie von 9Marks, in der die neun Merkmale gesunder Gemeinden jeweils in einzelnen Büchern ausführlicher entfaltet werden. Die Reihe wird aktuell vom Betanien-Verlag nach und nach übersetzt und auf deutsch herausgegeben. Ich gehe davon aus, dass auch dieses Buch in Zukunft dort erscheinen wird. Das 156 Seiten umfassende Buch ist eine gut lesbare Einführung in

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Drei Wegweiser in die Ruhe des Herrn

Ein Gastbeitrag von Max, ein Auszug aus einer Predigt von ihm. Ich veröffentliche den Beitrag besonders gern, weil Max seit vielen Jahren ein guter Freund von mir ist. Ich kenne ihn als jemanden, der die Bibel von Herzen liebt. Er kennt manche Teile der Schrift auswendig und hat sich das neutestamentliche Griechisch autodidaktisch angeeignet. Ich freue mich vor allem, ihn Bruder im Herrn nennen zu können obwohl wir in Fragen der Lehre des Heils –

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Grenzen christuszentrierter Auslegung

Daniel Knoll hat am MBS sehr hilfreiche Vorlesungen zum Predigen der verschiedenen Literaturgattungen der Bibel unter dem Titel Die eine Botschaft in ihrer Vielfalt auslegen gehalten (die Aufnahmen sind nur intern am MBS verfügbar). Zu Beginn geht er auch auf die Biblische Theologie ein, die – vereinfacht gesagt – darauf hinweist, dass Jesus das Zentrum der Bibel ist, von dem her AT und NT gelesen werden müssen. Seine Anmerkungen zum Begriff christuszentriert sowie die die von ihm genannten

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Christuszentriert predigen

Ich freue mich, Ende Oktober eine Vorlesung zu Biblischer Theologie halten zu dürfen. Dieses Thema liegt mir auf dem Herzen, da es m.E. ein sehr guter Weg ist um zu zeigen, dass das Evangelium nicht nur eines von vielen Themen in der Bibel ist, sondern im Zentrum steht und alles andere zusammenhält. Das bedeutet praktisch, dass jedes biblische Buch im Lichte des Evangeliums gelesen werden muss und jeder Predigttext einen Geschmack von Christus enthalten sollte.

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Gedanken über Wurzeln, Heimat und Gottes Erde (4): Danny Pletts „Mein Zuhaus“ und unsere Heimat bei Gott

Ich habe meine „Gedanken über Wurzeln, Heimat und Gottes Orte“ mit der wurzellosen Generation begonnen, die Alice Merton in „No Roots“ beschreibt. Anschließend ist mit Hannah Anderson deutlich geworden, dass uns kein irdischer Ort geben kann, was nur in Gott zu finden ist – und dass es uns gerade diese Wahrheit möglich macht, den uns von Gott zugewiesenen Ort wirklich zu lieben und Verantwortung zu übernehmen. Mit Rod Dreher wurde dann deutlich, dass (familiäre und

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Gedanken über Wurzeln, Heimat und Gottes Erde (3): Rod Drehers „Little Way of Ruthie Leming“

Am 15. September 2011 starb Ruthie Leming an Krebs. Von diesem Tod einer ganz „einfachen“ Schullehrerin einer kleinen Stadt in dem Südstaat Louisiana wüsste die Welt heute wohl nichts, hätte nicht Rod Dreher, ihr Bruder, zwei Jahre später The Little Way of Ruthie Leming – A Southern Girl, a Small Town, and the Secret of a Good Life veröffentlicht. Ich habe das Buch kürzlich gelesen und möchte, da es gut in meine Reihe passt, darüber

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Gedanken über Wurzeln, Heimat und Gottes Erde (2): Hannah Andersons langer Weg nach Hause

Gestern habe kurz über Alice Mertons Lied „No Roots“ berichtet, in dem sie die (Kollektiv)Erfahrung ihrer (und unserer) Entwurzelung beschreibt: Man ist zwar irgendwie überall zu Hause, im Umkehrschluss dann aber auch wieder nirgendwo. Hannah Anderson hat für TGC über den langen Prozess des Wurzeln Schlagens ihrer Familie berichtet (ich kann den Bericht nur kurz zusammenfassen, empfehle aber herzlich die Lektüre des ganzen Artikels). Anderson beschreibt, wie ihr Mann sie nach drei Jahren Ehe fragte,

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Gedanken über Wurzeln, Heimat und Gottes Erde (1): Alice Mertons „No Roots“ und unsere entwurzelte Generation

Wer zurzeit regelmäßig Radio hört (oder hören muss), wird unweigerlich auf Alice Mertons „No Roots“ gestoßen sein (gut, es sei denn, man hört nur WDR5). In diesem musikalisch sehr eingängigen Lied beschreibt die Künstlerin ihre eigene Entwurzelung: Sie zieht von Ort zu Ort, packt immer wieder ihre Sachen und zieht weiter. Obzwar sie durchaus den Wunsch hat, einmal stillzustehen, räumt sie gleich ein, dass das nichts weiter als ein schöner Plan ist. Der Grundton bleibt:

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Warnende Gedanken an junge Theologen

Helmut Thielicke, der nach seiner Emeritierung insbesondere ein Herz für junge Prediger offenbarte, schreibt zu Anfang seines Buches Auf dem Weg zur Kanzel[1] über den theologischen Stimmbruch. Mit dieser Formulierung meint er die Phase im Leben eines jungen Theologen, die den angehenden Prediger nach den ersten Semestern an der theologischen Bildungsstätte erfasst. Es besteht ein Hiatus [eine Kluft] zwischen dem Stadium des jeweils eigenen geistlichen Wachstums und dem, was er über dieses Stadium hinaus intellektuell

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