Christus allein

Die Frau aber erweise dem Mann Ehrfurcht

Der folgende Artikel stammt von Tim Challies (Original), den ich hier mit freundlicher Genehmigung auf Deutsch wiedergebe. Auswahl und Übersetzung verdanke ich meiner Frau. Die Bearbeitung des vorliegenden Artikels hat mir nicht gerade wenig Unbehagen bereitet. In der Vergangenheit habe ich bereits häufiger recht selbstsicher über die Rolle des Mannes innerhalb der Ehe geschrieben, insbesondere über die prägnante und perfekt zusammengefasste Bibelstelle aus Epheser 5,33: „Doch auch ihr — jeder von euch liebe seine Frau

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Buchbesprechung „Auslegungspredigt“

Drei Phasen der Vorbereitung gesunder Auslegungspredigten In dem ersten Band der Reihe „9Merkmale gesunder Gemeinden“, die in Deutschland vom Betanien Verlag herausgegeben wird, geht es um die Auslegungspredigt. Die gesunde Auslegung der Bibel trägt den Großteil zum Aufbau gesunder Gemeinden bei. Doch diese Disziplin fehlt heute vielen Predigern. Das Buch will da Abhilfe schaffen. In der Einleitung erklärt der Autor: „Der beste und einzige Weg, der Welt zu helfen, besteht darin, Gottes Wort in der

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MEHR oder weniger? Eindrücke von der MEHR-Konferenz 2020

Im Folgenden veröffentlichen wir einen persönlichen Bericht über die MEHR-Konferenz, die vor einigen Tagen stattgefunden hat. Unser Ziel ist es nicht, unnötige Gräben aufzureißen und Streit zu schüren, der allein um des Streitens willen geführt wird. Letztlich muss sich natürlich jede Bewegung an der Schrift messen lassen. Die folgenden Eindrücke sollen im besten Fall die Haltung festigen, das Wort Gottes ernst zu nehmen. Wie schnell ist unser Urteil nämlich von Kampfeslust oder persönlichen Sympathien anstatt

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Bitte werdet unsere Mentoren!

Geistliches Wachstum geschieht durch das Studium des Wortes Gottes unter Gebet. Dafür braucht man Mentoren, die einen anleiten und von eigenen Erfahrungen, den Erfolgen und den Fehlschlägen berichten. Nick Batzig schreibt: Wir brauchen unbedingt die Weisheit solcher Leute, die dazu gebraucht wurden, das Reich Gottes auszubreiten und die in Stürmen standgehalten haben. Isaac Newton hat es gut ausgedrückt: „Wenn ich weiter sehen konnte, so deshalb, weil ich auf den Schultern von Riesen stand.“ Wenn das

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Sehnsucht

von Jennie Cesario An einem herbstlichen Morgen erinnerte mich der Blick aus dem Fenster unseres Wohnzimmers an die zerzauste Nachstellung eines späten Waldfestes, ein kalter Nebel hier und da, der sich wie der Rauch von übergossenen Lagerfeuern aufwirbelte und die letzten Blätter, die sich still wie herbstliche Luftschlangen auf der frostgefärbten Erde drehten. Die feiernden Kobolde, so stellte ich mir vor, waren irgendwo gemütlich versteckt, schliefen durch ihren berauschenden Met, ihre Pfeifen und Tanzschuhe bis

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Gedanken zum Nutzen des Kichenjahres

In meinem letzten Beitrag habe ich in groben Zügen die historische Herausbildung und den Aufbau des Kirchenjahres nachgezeichnet. An dieser Stelle möchte ich nur drei Gründe anführen, weshalb es Sinn macht, dem Kirchenkalender im (gemeindlichen) Alltag mehr Raum zu geben. Das Kirchenjahr bettet das (kalendarische) Jahr in einen biblisch-theologischen Rahmen. Wie aus dem letzten Beitrag hervorgeht, orientiert sich das Kirchenjahr an der zentralen Offenbarung Gottes in der Geschichte der Menschheit: nämlich dem Kommen seines Sohnes.

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Das Konzept des Kirchenjahres

In einem der Adventsgottesdienste des letzten Jahres in unserer Gemeinde wurde in einem Impulsbeitrag auf das Kirchenjahr Bezug genommen. Das erinnerte mich an eine längst verdrängte Ermutigung vonseiten meines lutherischen Onkels, mich doch mal intensiver mit dem Kirchenkalender auseinanderzusetzen. Sein Argument war damals, – wenn ich mich recht erinnere – dass hinter diesem Konzept wertvolle theologische Gedanken und Intentionen stecken, die dem Christenleben einen hilfreichen Rahmen geben. Ich möchte der Aufforderung meines Onkels an dieser

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John Neufeld: „Mit einem Esel und einem Ochsen pflügen: Wie es ist, ein reformierter Täufer zu sein“

Im Juni 2019 hat Waldemar in seinem Post „Können Mennoniten-Brüder-Gemeinden reformiert sein?“ einen Artikel von John Neufeld kurz zusammengefasst, den Neufeld 2013 für die theologische Zeitschrift Directions verfasst hatte (hier geht es zum Original). Da in den Kommentaren der Wunsch nach einer Übersetzung geäußert wurde, haben wir John Neufeld um Erlaubnis gebeten und veröffentlichen nun mit seiner freundlichen Genehmigung unsere Übersetzung. Das Update am Ende des Artikels findet sich nicht im Original, sondern wurde auf

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Tim Keller: Wie man Arroganz vermeiden kann

„Kannst du dir das vorstellen, der Neue ist Arminianer?!“ – „Und sie ist Calvinistin!“ – „Was, aber von Eschatologie hat er doch gar keine Ahnung!“ – „Du musst nur mal dieses Buch lesen, dann wird dir ALLES klar“ – „Man muss schon ziemlich blöde sein, wenn man das noch glaubt!“ – „Warte, ich hau das mal gerade bei Twitter raus…“ – „… ich retweete das, wir brauchen mehr Likes!“ „Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe“

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Dietrich Bonhoeffer: Christi Lebensbaum auf dem verfluchten Acker Kains

In seinem Buch Schöpfung und Fall legt Dietrich Bonhoeffer die ersten drei Kapitel des Buches Genesis aus, geht in seinem letzten Kapitel allerdings zusätzlich auf Gen. 4,1 ein: „Und Adam erkannte sein Weib Eva, und sie ward schwanger und gebar den Kain.“ Mit Kain beginnt, so Bonhoeffer, die Geschichte des Todes; enden dürfen und müssen wir aber mit und bei Christus: Bonhoeffer beschreibt wunderschön (sowohl inhaltlich als auch sprachlich), wie wir in Christus das verlorene

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