Christus allein

Peter Lillback im Gespräch mit Tim Keller und Sinclair Ferguson

Peter Lillback, Präsident des Westminster Theological Seminarys, hat kürzlich einige Fragen an Sinclair Ferguson und Tim Keller gerichtet. Von diesen Brüdern zu lernen, kann ich jedem nur ans Herz legen:  Unter anderem geht es darum, was Reformierte Theologie unserer säkularen Kultur zu bieten hat (Min 19:20), was die größte Versuchung ist, die einem Pastor heute begegnet (Min 27:00) und ob es noch Hoffnung für wirkliche Erweckung gibt (51:40). Besonders hervorheben möchte ich Kellers Ausführungen zum

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Gedanken über Wurzeln, Heimat und Gottes Erde (2): Hannah Andersons langer Weg nach Hause

Gestern habe kurz über Alice Mertons Lied „No Roots“ berichtet, in dem sie die (Kollektiv)Erfahrung ihrer (und unserer) Entwurzelung beschreibt: Man ist zwar irgendwie überall zu Hause, im Umkehrschluss dann aber auch wieder nirgendwo. Hannah Anderson hat für TGC über den langen Prozess des Wurzeln Schlagens ihrer Familie berichtet (ich kann den Bericht nur kurz zusammenfassen, empfehle aber herzlich die Lektüre des ganzen Artikels). Anderson beschreibt, wie ihr Mann sie nach drei Jahren Ehe fragte,

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Gedanken über Wurzeln, Heimat und Gottes Erde (1): Alice Mertons „No Roots“ und unsere entwurzelte Generation

Wer zurzeit regelmäßig Radio hört (oder hören muss), wird unweigerlich auf Alice Mertons „No Roots“ gestoßen sein (gut, es sei denn, man hört nur WDR5). In diesem musikalisch sehr eingängigen Lied beschreibt die Künstlerin ihre eigene Entwurzelung: Sie zieht von Ort zu Ort, packt immer wieder ihre Sachen und zieht weiter. Obzwar sie durchaus den Wunsch hat, einmal stillzustehen, räumt sie gleich ein, dass das nichts weiter als ein schöner Plan ist. Der Grundton bleibt:

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Die Ausklammerung des Leides und des Todes

In den letzten Tagen bin ich mehrfach direkt oder über Mitteilungen mit dem Leid anderer in Berührung gekommen, u.a. ist ein lieber Bruder jäh von seinem himmlischen Vater in die Ewigkeit gerufen worden. Das gab mir den Anstoß über das Leid nachzudenken, zu lesen und nun auch zu schreiben. Leiden, Krankheit und Tod sind in unserer Gesellschaft „outgesourct“. Wir schließen in unserer westlichen Gesellschaft so stark wie irgend möglich unsere Augen vor dem Tod und

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Interview mit und Jazz-Vorlesung von Bill Edgar

Ron Kubsch hat kürzlich auf ein Interview hingewiesen, das Christian Heritage mit Bill Edgar geführt hat. Davon inspiriert habe ich mir das Interview angeschaut, das Peter Lillback, Präsident des Westminster Theological Seminarys, mit Edgar geführt hat. Lillback spricht mit Edgar über seine Bekehrung und sein Buch Created and Creating: A Biblical Theology of Culture. Wer sich dafür interessiert, sollte einmal reinschauen: Außerdem sollte man sich nicht Edgars Vorlesung über die Geschichte des Jazz entgehen lassen

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Befreit von der Macht der Sünde – Wilhelm Busch über Heiligung

Kürzlich bin ich auf eine ermutigende Predigt von Wilhelm Busch gestoßen, in der er anhand von Römer 6 das Thema Heiligung entfaltet. In dem Abschnitt macht Paulus klar, dass wir mit Christus der Sünde gestorben sind – und durch seine Auferstehung in einem neuen Leben wandeln. Der Karfreitag und die folgenden Ostertage sind ein guter Anlass, mit Busch ganz praktisch über die Auswirkungen des Todes und der Auferstehung Jesu in unserem persönlichen Leben nachzudenken:

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Sittsamkeit ist wichtig: was nicht anzuziehen ist

Tim Challies hat vor einigen Jahren einige dreiteilige Artikelreihe veröffentlicht, auf die ich kürzlich aufmerksam gemacht wurde. Die Ausführungen sind, wie ich finde, wirklich hilfreich (und zeigen auch, dass es sich hier um kein singulär russlanddeutsches Problem handelt): Challies geht das Thema biblisch und sehr differenziert an, pauschalisiert nicht, sondern zeigt auf, worum es dem Evangelium und im Evangelium tatsächlich geht. Ich habe die Artikel gewinnbringend gelesen und empfehle die Lektüre herzlich weiter. Ich habe

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Die Herausforderung sittsamer Kleidung: Das Herz der Sittsamkeit

Das Wort „Keuschheit“ ist im heutigen Sprachgebrauch eher unüblich, es scheint etwas Antiquiertes an sich zu haben. Der Duden schreibt ihm die Bedeutungen „sexuelle Enthaltsamkeit“, „Sittsamkeit“ und „moralische Reinheit, Integrität“ zu – das sind an sich keine schlechten Tugenden. In russlanddeutschen Gemeinden verbindet man mit diesem Begriff vor allem Debatten über (Frauen)Kleidung. Manche Russlanddeutsche beharren auf strengste Kleidungsvorschriften und verstehen diese als wichtiges Abgrenzungsmerkmal zur Welt und auch als natürlichen Bestandteil des christlichen Zeugnisses. Andere

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„Du kannst die ganze Welt haben, aber gib mir Jesus!“

In letzter Zeit habe ich öfters Fernando Ortegas wirklich schönes Lied „Give Me Jesus“ gehört. Das Musikvideo ist nach der Beerdigung von Ruth Bell Graham, der 2007 verstorbenen Ehefrau des Evangelisten Billy Graham, entstanden: Der Liedtext findet sich hier und drückt einfach nur den Wunsch nach Jesus aus: am Morgen, wenn ich aufstehe; wenn ich allein bin; und schließlich, wenn ich sterbe. Es ist der Refrain des Liedes, der mich zum Nachdenken gebracht hat. Darin

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„Keineswegs, Herr!“ – Spurgeon über Gesetzlichkeit

Charles H. Spurgeon war ein begnadeter englischer Prediger des 19. Jahrhunderts. Sein Andachtsbuch Auf dein Wort enthält auch für das 21. Jahrhundert wertvolle Hinweise. In den Andachten vom vierten und fünften Januar, die beide auf dem Vers „Petrus aber sprach: Keineswegs, Herr; denn ich habe noch nie etwas Gemeines oder Unreines gegessen!“ (Apg. 10,14) gründen, spricht Spurgeon Probleme an, die sich heute in vielen sog. konservativen russlanddeutschen Gemeinden wiederfinden. Da ist zum Beispiel der Formalismus

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