Christus allein

Freude – eine Frucht des Gehorsams

John Piper erzählt folgendes: Jemand ist mal zu mir gekommen und hat gesagt: John, du solltest viel mehr Gewicht auf den Gehorsam legen und nicht so sehr auf die Freude. Was stimmt nicht mit diesem Rat? – Das Problem ist: Gehorsam bedeutet, dass wir das tun, was Gott uns zu tun geboten hat. Und Gott hat uns geboten, Freude zu haben! Und deshalb kann man nicht sagen, dass man das Gewicht auf den Gehorsam und

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"Frauenfeindlich: Wie Frauen zur Ungeborenentötung gedrängt werden"

Das Gemeindenetzwerk hat eine Rezension zum von Martina Kempf verfassten Buch „Frauenfeindlich: Wie Frauen zur Ungeborenentötung gedrängt werden“ veröffentlicht. Da heißt es unter anderem: Die weitgehende Freigabe von Abtreibungen in den 1970er Jahren wird von Vielen bis heute als „frauenfreundliche Errungenschaft der Emanzipationsbewegung“ angesehen. Martina Kempf erteilt mit ihrem Buch dieser oberflächlichen Sicht eine deutliche Absage. Das Gegenteil ist wahr. Was als „frauenfreundlich“ verkauft wird, weil es ein vermeintliches Recht beinhaltet, ist in Wirklichkeit zutiefst

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Glaube an das Wort

Durch gewisse Ereignisse ins Nachdenken gekommen, beschäftigt mich in letzter Zeit immer wieder die Frage, warum manche Menschen durch den Kampf des Glaubens in Krisen geraten, aus denen sie selbst nicht mehr herauskommen und am Glauben verzweifeln. Ohne ein pauschales Urteil fällen zu können und zu wollen, findet sich für mich oftmals darin bestätigt, dass sie in gewissem Sinne Opfer ihres Theologieverständnisses, ihrer Sicht von Gott werden. Das beinhaltet meistens ein diffuses Verständnis vom Wirken

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Theologie vs. "Einheit" – Die Wichtigkeit von reiner Lehre

Erwin Lutzer schreibt in dem Buch „Einig in der Wahrheit? Grundlegende Kontroversen in der Geschichte des Christentums“ am Schluss über die Tendenz, die Einheit der Kirche mit allen Mitteln zu erreichen – während die Lehre darunter leidet, wie er meint (und ich übrigens auch denke): Heute gilt Toleranz vielmehr als lehrmäßige Genauigkeit. Wir haben uns an christliche Talkshows gewöhnt, in denen Erfahrungen groß und Lehre sehr klein geschrieben werden. Einige der Kardinalforderungen christlicher Publizistik ist

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Bonhoeffer: Sich selbst für den größten Sünder halten

Wieder einmal trifft Bonhoeffer den sprichwörtlichen Nagel auf dem Kopf: Schließlich muss noch ein Äußerstes gesagt werden. Sich nicht für klug halten, sich herunterhalten zu den Niedrigen, heißt ohne Phrase und in aller Nüchternheit: sich selbst für den größten Sünder halten. Das erregt den ganzen Widerspruch des natürlichen Menschen, aber auch den des selbstbewussten Christen. Es klingt wie eine Übertreibung, wie eine Unwahrhaftigkeit. Und doch hat Paulus selbst von sich gesagt, dass er der vornehmlichste,

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C. S. Lewis: Der ideale Tagesablauf

Wenn wir schon bei interessanten „Lewis“-Zitaten sind, ich hätte hier auch noch eins, gefunden bei Hanniel: Ich würde, wenn ich die Wahl hätte, immer genau um acht Uhr frühstücken und um neun am Schreibtisch sitzen, um dort bis eins zu lesen und zu schreiben. Wenn ich gegen elf eine Tasse guten Tee oder Kaffee bekommen könnte, um so besser. … Präzise um eins sollte das Mittagessen auf dem Tisch stehen, und spätestens um zwei wäre

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Das Gebet in der Gemeinschaft

Dietrich Bonhoeffer schreibt in „Gemeinsames Leben“ über die Bedeutung der Psalmen in der gottesdienstlichen Gemeinschaft unter Christen. Ein Aspekt beinhaltet, dass es sich um gemeinsames Gebet handelt: […] Drittens lehrt uns das Psalmengebet als Gemeinschaft zu beten. Der Leib Christi betet, und als Einzelner erkenne ich, wie mein Gebet nur ein kleinster Bruchteil des ganzen Gebets der Gemeinde ist. Ich lerne das Gebet des Leibes Christi mitbeten. Das hebt mich über meine persönlichen Anliegen hinaus

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Der Mensch im Mittelpunkt

Erwin Lutzer zitiert in einem seiner Bücher den bekannten Historiker Joseph Haroutunian: Früher ging es in der Religion um Gott. Früher war alles, was nicht unmittelbar zur Verherrlichung Gottes diente, böse. Heute ist alles Böse, was nicht zum Glück des Menschen beiträgt, und es wäre ungerecht und unmöglich, es Gott zuzuschreiben… Früher lebte der Mensch, um Gott zu verherrlichen, heute lebt Gott, um den Menschen zu dienen. in: Lutzer, Erwin, Ich und mein Gott, Bielefeld

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