Christus allein

Gedanken „ex nihilo“ (4): Licht und neues Leben für Sünder

Meine letzten Beiträge, in denen ich über den ex nihilo-Topos in der Bibel nachgedacht habe, waren eher abstrakter und philosophischer Natur. Es ging darum, welche Implikationen die biblische Lehre von Gottes Erschaffen der Welt ex nihilo für unser Gottesbild hat und wie genau dieselbe ex nihilo-Logik, die am Anfang der Zeiten aus dem „Nichts“ ein „Etwas“ werden ließ, auch in der Inkarnation und Auferstehung Christi zum Tragen kommt. Die Ausführungen der letzten Beiträge können (was

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Gedanken „ex nihilo“ (3): Die Kraft der Auferstehung

Gestern habe ich (hier) die Jesusgeschichte als mit einem göttlichen ex nihilo-Schöpfungsakt beginnend beschrieben. In seiner Freiheit entscheidet sich Gott, Mensch zu werden – und wird von seiner eigenen Schöpfung getötet. Doch das ist nicht das Ende. Vielmehr ist es so, dass die Geschichte Jesu nicht nur mit einem göttlichen Schöpfungsakt ex nihilo beginnt, sondern auch in einem solchen endet – und damit wieder neu beginnt, ohne jemals wieder zu enden.     Interessanterweise kommt Dietrich

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Gedanken „ex nihilo“ (1): Gottes Schöpfung am Anfang der Zeit

Zugegeben, der Titel dieser Reihe könnte irreführend sein: Es sind sicher nicht meine Gedanken, die hier ex nihilo – also „aus dem Nichts“ – entstehen. Es geht mir um den Topos ex nihilo in der Bibel, also um das immer wiederkehrende Thema, dass etwas „aus dem Nichts“ entsteht. Bei einem solchen Unterfangen muss man allerdings sofort (vor)bemerken, dass wir hier an die Grenzen unseres Denkens stoßen. Was ist denn das „Nichts“? Wir können nicht, so

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Das Wort Gottes aus dem Mund des Bruders

Zuletzt habe ich während des Gottesdienstes beim Hören der Predigt an folgende Worte von Dietrich Bonhoeffer denken müssen, die meinen Empfindungen eine Gestalt geben: Gott hat gewollt, daß wir sein lebendiges Wort suchen und finden sollen im Zeugnis des Bruders, in Menschenmund. Darum braucht der Christ den Christen, der ihm Gottes Wort sagt, er braucht ihn immer wieder, wenn er ungewiß und verzagt wird; denn aus sich selbst kann er sich nicht helfen, ohne sich

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Die zwölf Apostel und der Missionsbefehl

Dietrich Bonhoeffer schreibt in seinem Buch Nachfolge über Matthäus 10,1-6: Die Namen dieser ersten Boten werden der Welt aufbewahrt bis zum letzten Tag. Zwölf Stämme zählte das Volk Gottes. Zwölf Boten sind es, die das Werk Christi an ihm vollbringen sollen. Zwölf Throne werden im Reich Gottes für sie als Richter Israels bereitstehen (Mt19,28). Zwölf Tore wird das himmlische Jerusalem haben, in die das heilige Volk einziehen wird und auf denen die Namen der Stämme

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Wo sind die Hirten der Gemeinde?

Dietrich Bonhoeffer schreibt in seinem Buch Nachfolge über Mt. 9,35-38: Der Anblick der Volksmenge, der in seinen Jüngern vielleicht Widerwillen, Zorn oder Verachtung erregte, erfüllte Jesu Herz mit tiefem Erbarmen und Jammer. Kein Vorwurf, keine Anklage! Gottes liebes Volk lag mißhandelt am Boden, und die Schuld daran traf die, die an ihm den Dienst Gottes versehen sollten. Nicht die Römer hatten das angerichtet, sondern der Mißbrauch des Wortes Gottes durch die berufenen Diener am Wort.

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Gemeinsames Leben (10): Alleinsein als Grundlage der Gemeinschaft

Seit fast einem Jahr schreibe ich immer wieder über Dietrich Bonhoeffers “Gemeinsames Leben”. Bonhoeffer definiert zunächst die Grundlage christlicher Gemeinschaft und zeigt, woran eine christliche Gemeinschaft letztlich zerbricht und welches Grundübel daran schuld ist. Im zweiten Kapitel beschreibt er den gemeinsamen Tag, der mit einer gemeinsamen Morgenandacht beginnt, zu der er Schriftlesung, Psalmengebet, das gemeinsame Lied sowie das gemeinsame Gebet zählt. Im dritten Kapitel geht er auf den einsamen Tag ein. Der Gemeinschaft wird „Schaden entstehen“ (S. 65), der gemeinsame Tag wird „unfruchtbar bleiben“ (S. 66), wenn der

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Gemeinsames Leben (9): Das Gebet in der Frühe

Das ernüchtert und und ermutigt zugleich: Das Gebet in der Frühe entscheidet über den Tag. Vergeudete Zeit, deren wir uns schämen, Versuchungen, denen wir erliegen, Schwäche und Mutlosigkeit in der Arbeit, Unordnung und Zuchtlosigkeit in unseren Gedanken und im Umgang mit anderen Menschen haben ihren Grund sehr häufig in der Vernachlässigung des morgendlichen Gebetes. Ordnung und Einteilung unserer Zeit wird fester, wo sie aus dem Gebet kommt. Versuchungen, die der Werktag mit sich bringt, werden

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Gemeinsames Leben (8): Das gemeinsame Gebet in der Morgenandacht

Seit Anfang April habe ich (in ständig größer werdenden Abständen) immer wieder über Dietrich Bonhoeffers „Gemeinsames Leben“ gebloggt. Bonhoeffer definiert zunächst die Grundlage christlicher Gemeinschaft und zeigt, woran eine christliche Gemeinschaft letztlich zerbricht und welches Grundübel daran schuld ist. Im zweiten Kapitel beschreibt er den gemeinsamen Tag, der mit einer gemeinsamen Morgenandacht beginnt, zu der er neben Schriftlesung, Psalmengebet und gemeinsamem Lied auch das gemeinsame Gebet zählt. Bonhoeffer hat bei allen Elementen stark betont, dass Gottes Wort gehört, gebetet und gesungen werden soll. Beim gemeinsamen Gebet jedoch sollen wir sprechen.

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Gemeinsames Leben (7): Morgenandacht – das gemeinsame Lied

Seit Anfang April habe ich immer wieder über Dietrich Bonhoeffers „Gemeinsames Leben“ gebloggt. Bonhoeffer definiert zunächst die Grundlage christlicher Gemeinschaft und zeigt, woran eine christliche Gemeinschaft letztlich zerbricht und welches Grundübel daran schuld ist. Im zweiten Kapitel beschreibt er den gemeinsamen Tag, der mit einer gemeinsamen Morgenandacht beginnt, zu der als drittes Element neben der Schriftlesung und dem Psalmengebet  auch das gemeinsame Lied tritt. Wie bei den anderen Elementen geht es Bonhoeffer vor allem darum,

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