Der Pfad des Gehorsams

Ein weiterer Beitrag zu unserem Lieblingsthema: Müssen wir aktiv werden oder passiv auf Gottes Eingreifen warten? J.C. Ryle schreibt folgendes dazu, wenn auch in anderem Zusammenhang:

„Ich weiß, dass du dein Kind nicht bekehren kannst. Ich weiß gut, dass die, die wiedergeboren werden, nicht aus dem Willen des Mannes geboren werden, sondern aus Gott. Aber ich weiß auch, dass Gott deutlich sagt: ‚Erziehe den Knaben seinem Weg gemäß‘ und dass er den Menschen nie ein Gebot auferlegt, zu dem er nicht Gnade gibt, es zu befolgen. Und ich weiß auch, dass unsere Pflicht nicht ist, still zu sitzen und zu diskutieren, sondern vorwärts zu gehen und zu gehorchen. Der Pfad des Gehorsams ist der Weg, den er segnet. Wir müssen nur das tun, was den Dienern bei der Hochzeit zu Kana geboten wurde: die Wasserkrüge füllen – dann können wir es ruhig dem Herrn überlassen, Wasser in Wein zu verwandeln.“ (in: Die Pflichten der Eltern. Grundregeln biblischer Erziehung, Betanien 2010, S. 21f. Das Buch, das ich bislang für eins der wenigen wirklich lesenswerten Erziehungsbücher halte, ist hier zu erwerben)

Ryle spricht in dem Abschnitt über die Bedeutung der Erziehung. Er versucht deutlich zu machen, dass man sich auf gar keinen Fall nach dem Motto ‚Ich kann mein Kind ja sowieso nicht bekehren‘ zurücklehnen, sondern seine Erziehungsaufgabe wahrnehmen soll. In dem Zusammenhang folgt dann dieses Zitat. Für Ryle ist also klar, dass Gottes Souveränität immer die Grundlage sein muss – aber ihn führt dies, und das macht das Zitat so deutlich, nicht in die Tatenlosigkeit, sondern vielmehr auf den Pfad des Gehorsams. Möge der Herr uns gehorsame Herzen schenken, damit unser Glaube in der Tat sichtbar sei! (Ich finde in diesem Zusammenhang das Wort Glaubensgehorsam sehr interessant)

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