Der Ehrgeiz ist noch nicht tot

Als ich heute in der Mittagspause im Buch „Stille Gespräche – Seelsorge für Mitarbeiter“ von Johannes Busch blätterte, fiel mein Blick auf eine Passage, in der der Autor genau die Sorge formuliert, die mich in den letzten Tagen beschäftigt. Busch beschreibt unter den „Gefahren für junge Mitarbeiter“ u. a. folgendes Problem:

„Der Ehrgeiz ist auch noch nicht tot. Warum ist eigentlich so viel Streit zwischen Mitarbeitern? Der Grund ist in der Regel, dass unser trotziges Ich, das so gern ein bisschen gelten möchte, nicht sterben kann. Das ist offenbar die grimmigste Gefahr aller Mitarbeiterschaft, dass der Ehrgeiz das verdirbt und verhindert, was Gott unter uns so gern tun wollte. Das schlimme ist das, dass man den Ehrgeiz immer nur beim andern sieht.“

Er erklärt weiter:

„Unser Ehrgeiz muss in den Tod, sonst geht es nicht vorwärts mit dem Reich Gottes. Wer nur je in die Mitarbeiterschaft hineinkommt, der lasse sich doch von Anfang an so führen, dass er sagt: Ich will für mich gar nichts, ich will auch für meinen Namen nichts, ich will gar nicht vorn stehen. Jesus allein soll im Mittelpunkt der Arbeit stehen.“

Es wäre Torheit, diese Gefahr für uns als recht junge Mitarbeiter in Gottes Reich zu leugnen! Es muss auch nicht immer Streit sein: Missgunst, Bitterkeit, böses Reden übereinander, Verachtung usw. wurzeln in derselben Sünde. Aufgepasst: Ein jeder prüfe sich selbst!

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