Am Ende steht die Gnade

Es ist immer wieder ergreifend zu sehen, wie Männer Gottes am Ende ihres Lebens Resümee ziehen. Heute habe ich gelesen, was Johannes Calvin einen Monat vor seinem Tod aussprach:

Mit meiner ganzen Seele erfasse ich die Gnade, die (Gott) durch Jesus Christus erwiesen hat, indem er Sühnung tat für meine Sünden durch die Verdienste seines Todes und seiner Leiden, dass er auf diese Weise Genüge getan hat für alle meine Verbrechen und Fehler und sie aus seinem Gedächnis gelöscht hat. […] Ich bekenne, unzählige Male versagt und mein Amt nicht richtig ausgeführt zu haben; und hätte er mir nicht in seiner grundlosen Güte beigestanden, wäre all mein Eifer umsonst und vergeblich. […] Aus all diesen Gründen bezeuge und erkläre ich, dass ich auf keine andere Sicherheit für meine Erlösung vertraue als auf diese, und nur auf diese: Weil nämlich Gott der Vater der Barmherzigkeit ist, wird er sich mir als ein solcher Vater erzeigen, mir, der sich selbst als elender Sünder bekennt.

gefunden in: Piper, John, Überwältigt von Gnade. Aurelius Augustinus, Martin Luther, Johannes Calvin, S. 43.

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