Christus allein

Aktuelle Ausgabe der „Gemeindegründung“ (KfG)

In der aktuellen Ausgabe der „Gemeindegründung“, einer Zeitschrift der Konferenz für Gemeindegründung e. V., ist der Name Programm. Um Appetit auf das Thema zu machen, welches m.E. in Deutschland unterbelichtet wurde und wird, zitiere ich einige Passagen aus dem stark praxisorientierten Artikel von Dr. Armin Mauerhofer „Gemeindegründung in der Umgebung“. Die gesamte Zeitschrift kann man hier herunterladen: https://kfg.org/zeitschrift

Eine Gemeinde, die qualitativ wächst, hat auch organisches Wachstum. Das heißt: Sie gründet ganz selbstverständlich neue Gemeinden. Wenn sich eine Gemeinde nicht vervielfältigt, ist mit ihr etwas nicht in Ordnung. […] Die erste Gemeinde in Jerusalem hatte wohl ihre Region mit der Botschaft des Evangeliums durchdrungen. Ohne es zu merken, hatte sie es aber versäumt, in ganz Judäa und Samaria neue Gemeinden zu gründen, wie es ihr eigentlich aufgetragen war (Apg 1,8). Jesus, der Herr der Gemeinde, griff in diese Situation ein. Er ließ eine Verfolgung der Gemeinde zu. In der Apostelgeschichte lesen wir dann: „Die Zerstreuten nun gingen umher und verkündigten das Wort. Philippus aber ging hinab in eine Stadt Samarias und predigte ihnen den Christus“ (Apg 8,4.5). Die Verfolgung bewirkte, dass die Gemeinde den Auftrag erfüllte, den Jesus ihr gegeben hatte. In Judäa und Samaria entstanden erste Gemeinden (Apg 8,14-17), denn die Verkündigung des Evangeliums hat immer das Gründen von Gemeinden zum Ziel. […]

Diese biblischen Ausführungen machen deutlich, dass es Aufgabe einer jeden Gemeinde ist, neue Gemeinden zu gründen. Jede Gemeinde ist beauftragt, sich organisch zu vermehren. Die Gründung von neuen Gemeinden ist der effektivste Weg, die säkulare Gesellschaft mit dem Evangelium zu durchdringen. Eigentlich sollten die Ältesten und der Verkündiger einer jeden Gemeinde zutiefst davon überzeugt sein, dass dies Jesu Anliegen ist.  Es ist dann ihre Aufgabe, die ganze Gemeinde dafür zu gewinnen. Dies ist oft ein langer und mühevoller Weg, vor allem wenn eine Gemeinde stark introvertiert ist. Predigten und Bibelstunden können mithelfen, in einer Gemeinde die Sicht für das Gründen neuer Gemeinden zu wecken. Zugleich vermag eine Studie der Nachbarregionen der Gemeinde aufzuzeigen, wie dringend nötig es ist, neue Gemeinden zu gründen. […]

Nach all diesen Ausführungen ist es doch eher überraschend was Sabine Schröder schreibt: „Freikirchen tun sich im Hinblick auf Gemeindegründung – wenn auch unterschiedlich – schwer. Dies ist umso erstaunlicher, weil sich die Freikirchen den missionarischen und evangelistischen Auftrag als besondere Kennzeichen auf ihre Fahnen geschrieben haben.“

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Ein Kommentar

  1. Danke für den Hinweis auf diese Ausgabe der Zeitschrift, Andy! Der Beitrag von Armin Mauerhofer ist wertvoll. Aber geht er nicht zu weit, wenn er behauptet „Ohne es zu merken, hatte sie es aber versäumt, in ganz Judäa und Samaria neue Gemeinden zu gründen, wie es ihr eigentlich aufgetragen war (Apg 1,8) Jesus, der Herr der Gemeinde, griff in diese Situation ein. Er ließ eine Verfolgung der Gemeinde zu.“? Die Verfolgung der Gemeinde als Konsequenz der fehlenden Gemeindegründungen? Ist das nicht zu weit hergeholt?

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