Christus allein

Mein Interesse an der Geschichte der Russlandmennoniten – Teil 3

Mit der dritten Antwort auf die Frage: „Was motiviert mich dazu, mich mit der Geschichte der Russlandmennoniten zu beschäftigen?“ lässt sich auch mein allgemeines Interesse an der Kirchengeschichte begründen: „Die Geschichte dient für mich als Stoßdämpfer für die Ereignisse in der Gegenwart.“ Ich möchte dieses Bild anhand einiger Beispiele erklären. Wenn ich Situationen erlebe, wo ich von mir oder Mitmenschen enttäuscht bin, hilft mir das Wissen um Personen und deren Niederlagen, um diese Schlaglöcher zu

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Mein Interesse an der Geschichte der Russlandmennoniten – Teil 2

Die zweite Antwort auf die Frage: „Was motiviert mich dazu, mich mit der Geschichte der Russlandmennoniten zu beschäftigen?“ ist: „Weil es mir hilft, die Gegenwart zu verstehen.“ Die Gegenwart ist immer das Produkt der Vergangenheit: Der dicke Baum der heute im Garten seine roten Äpfel abwirft, wurde vor Jahrzehnten gepflanzt; der Stein im Bach wurde erst dadurch, dass ihn jahrelang Wasser umspülte, zu diesem glatten Stein; der Mann wurde erst durch manche bitteren und traurigen

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Mein Interesse an der Geschichte der Russlandmennoniten – Teil 1

Wie aus vorherigen Artikeln von mir ersichtlich, interessiere ich mich u.a. insbesondere für die Geschichte der Russlandmennoniten. Doch was motiviert mich dazu? Das ist eine Frage, die ich in einigen Artikeln beantworten möchte. Die erste Antwort, die ich auf diese Frage geben möchte: „Weil es meine Geschichte ist.“ Die gegenwärtige Weltsicht, die das Individuum betont, legt viel Wert auf die persönliche Entfaltung. Dabei wird der Anschein, womöglich auch unbewusst, erweckt, dass jeder zu Beginn seines

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Calvin – ein Vorbild in der Demut

Bei der Lektüre ausgewählter Passagen des Buches „2000 Jahre Kirchengeschichte“[1] von Armin Sierszyn hat mich das Lebensende von Johannes Calvin ergriffen, so dass ich Gott für diesen Mann danken musste. Es ist die Demut dieses Reformators, die mich beeindruckt hat. Im Sinne von Hebräer 13,7 zitiere ich die Passage aus dem Kirchengeschichtswerk. Bleibt eurer Führer eingedenk, die euch das Wort Gottes verkündigt haben! Betrachtet immer wieder den Ausgang ihres Wandels und nehmt ihren Glauben zum

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Effektivität contra Qualität

Im Rückblick auf die Erarbeitung eines Unterrichts oder einer Predigt stelle ich häufig (wenn nicht immer) fest, dass ich mich mit mehr Materialien und Themen beschäftigt habe als unbedingt notwendig wäre, um den Unterricht oder die Predigt vorzubereiten. Aus der Brille der Effektivität betrachtet, kann das schon mal deprimierend wirken, wenn nicht alles erarbeitete Material Verwendung gefunden hat. Einen korrigierenden und zugleich ermutigenden Blick auf diesen Umstand gibt Christian Dawidowski in seinem Buch „Literaturdidaktik Deutsch“[1]:

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Ablehnung der Regenbogenbinde

Ermutigend, dass hier eine Person des öffentlichen Lebens zu persönlichen christlichen Überzeugungen steht. Andererseits bezeichnend, dass dieses Verhalten so außerordentlich ist. Christlicher Fußballer Josip #Brekalo lehnt Regenbogen-Binde ab pic.twitter.com/F8HxocX7TA— idea.de (@ideade) 28. August 2018

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Warnende Gedanken an junge Theologen

Helmut Thielicke, der nach seiner Emeritierung insbesondere ein Herz für junge Prediger offenbarte, schreibt zu Anfang seines Buches Auf dem Weg zur Kanzel[1] über den theologischen Stimmbruch. Mit dieser Formulierung meint er die Phase im Leben eines jungen Theologen, die den angehenden Prediger nach den ersten Semestern an der theologischen Bildungsstätte erfasst. Es besteht ein Hiatus [eine Kluft] zwischen dem Stadium des jeweils eigenen geistlichen Wachstums und dem, was er über dieses Stadium hinaus intellektuell

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Wie gehe ich richtig mit Leidenden um?

Wenn wir Leidenden begegnen, tun wir uns häufig schwer mit der Frage, wie wir uns zu verhalten haben. Carson führt in seinem Buch „Ach, Herr, wie lange noch?“ einige hilfreiche seelsorgerliche Hinweise an, von denen ich hier ein paar aufgreife[1]: Mache dir bewusst, der Trauerprozess verläuft normalerweise in vorhersagbaren Stufen: Schock; Gefühlsausbruch; Gefühle der Vereinsamung; körperliche Reaktionen der Trauer; Überängstlichkeit; Schuldgefühle; Bitterkeit; Widerstand gegen Rückkehr in den Alltag; Aufkeimen von Hoffnung; Versuch die Realität zu

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Die Ausklammerung des Leides und des Todes

In den letzten Tagen bin ich mehrfach direkt oder über Mitteilungen mit dem Leid anderer in Berührung gekommen, u.a. ist ein lieber Bruder jäh von seinem himmlischen Vater in die Ewigkeit gerufen worden. Das gab mir den Anstoß über das Leid nachzudenken, zu lesen und nun auch zu schreiben. Leiden, Krankheit und Tod sind in unserer Gesellschaft „outgesourct“. Wir schließen in unserer westlichen Gesellschaft so stark wie irgend möglich unsere Augen vor dem Tod und

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Von Menschenfurcht zu Gottesfurcht

Wenn ich mich frage, welche Lektüre mich in den letzten Jahren am stärksten geprägt hat, ist das Buch „Befreit leben – Von Menschenfurcht zu Gottesfurcht“ von Edward T. Welch einer der ganz heißen Kandidaten. Michael Martens hatte mich durch seine Empfehlung während des Unterrichts am EBTC auf das Buch gebracht. Folgende Zitate geben einen Einblick und zeigen, dass das behandelte Thema jeden angeht: Haben Sie sich je einem Gruppenzwang ausgesetzt gefühlt? „Gruppenzwang“ ist nur eine

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