Christus allein

Die Mennoniten und die Ingenieurskunst

Nach den ersten dürren Jahrzehnten in der neuen Heimat ging es für die mennonitischen Kolonien wirtschaftlich gesehen aufwärts. Das zeigt sich u.a. an den entstehenden Gutshäusern, der Intensivierung der Bildung und auch am technischen Fortschritt. Die im Buch von Heidebrecht[1] veröffentlichte Passage aus dem Mennonite Historian ist eine nette Geschichte, die den in der Überschrift genannten Aspekt illustriert. Das erste Flugzeug in Russland wurde höchstwahrscheinlich von drei mennonitischen Studenten erdacht, gebaut, und kurz geflogen. Der

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Die Mennoniten und das Plautdietsch

Freundlich wurde ich vor Kurzem in einer Gemeinde, die ich zum ersten Mal besuchte, vom Pastor im Foyer begrüßt. Als wir uns gegenseitig vorgestellt hatten, wozu selbstverständlich die Erwähnung des vollständigen Namens gehört, meinte er: „Dann kannst du ja plattdeutsch!“ Mit einigen Schlenkern, die deutlich machen sollten, dass dem nur bedingt so sei, bestätigte ich seine Aussage. Der Name verriet ihm meine Herkunft und damit einhergehend schloss er unwillkürlich darauf, dass ich dieser Sprache mächtig

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Die Mennoniten und ihre Familiennamen

Namen sind wie eine Blutprobe, sie verraten einiges über den zu dem sie gehören. Wenn ich z.B. den Namen Wessels höre, muss ich unweigerlich ans Emsland denken, wo dieser Name weit verbreitet ist. Der Name Huber hingegen verweist in eine ganz andere (Himmels-)Richtung. Wohin? Der Leser kann sich sicher selbst die Antwort darauf geben. Diese Beziehung zwischen Namen und der Herkunft bzw. Zugehörigkeit ist auch für das Mennonitentum ein charakteristisches Merkmal. Hermann Heidebrecht führt in

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Kleinodien aus den Sprüchen

Heute eine Auswahl biblischen Humors: Die Füße haut sich ab und Unheil bekommt zu schlucken, wer Aufträge durch einen Toren ausrichten läßt. (Spr 26,6) Schlaff hängen die Beine an einem Lahmen herab; ebenso ist ein Weisheitsspruch im Munde der Toren. (Spr 26,7) Der Tür dreht sich in ihrer Angel und der Faule in seinem Bett. (Spr 26,14)

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Kleinodien aus den Sprüchen

Das Herz allein kennt seinen Kummer, und auch in seine Freude kann sich kein Fremder mischen. (Spr 14,10) Alle Lebenstage sind für den Unglücklichen trübselig, aber ein wohlgemuteter Sinn ist wie ein beständiges Festmahl. (Spr 15,15) Salböl und Räucherwerk erfreuen das Herz, aber von Leiden wird die Seele zerrissen. (Spr 27,9)

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Kleinodien aus den Sprüchen

Kummer im Herzen drückt einen Menschen nieder, aber ein freundliches Wort heitert ihn auf. (Spr 12,25) Eine sanfte Antwort beschwichtigt den Grimm, aber ein kränkendes Wort ruft Zorn hervor. (Spr 15,1) Wie ein Kuß auf die Lippen ist eine treffende Antwort. (Spr 24,26) [1] Ein Kleinod ist ein altdeutscher Begriff für ein Juwel oder eine Kostbarkeit.

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Mein Interesse an der Geschichte der Russlandmennoniten – Teil 3

Mit der dritten Antwort auf die Frage: „Was motiviert mich dazu, mich mit der Geschichte der Russlandmennoniten zu beschäftigen?“ lässt sich auch mein allgemeines Interesse an der Kirchengeschichte begründen: „Die Geschichte dient für mich als Stoßdämpfer für die Ereignisse in der Gegenwart.“ Ich möchte dieses Bild anhand einiger Beispiele erklären. Wenn ich Situationen erlebe, wo ich von mir oder Mitmenschen enttäuscht bin, hilft mir das Wissen um Personen und deren Niederlagen, um diese Schlaglöcher zu

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Mein Interesse an der Geschichte der Russlandmennoniten – Teil 2

Die zweite Antwort auf die Frage: „Was motiviert mich dazu, mich mit der Geschichte der Russlandmennoniten zu beschäftigen?“ ist: „Weil es mir hilft, die Gegenwart zu verstehen.“ Die Gegenwart ist immer das Produkt der Vergangenheit: Der dicke Baum der heute im Garten seine roten Äpfel abwirft, wurde vor Jahrzehnten gepflanzt; der Stein im Bach wurde erst dadurch, dass ihn jahrelang Wasser umspülte, zu diesem glatten Stein; der Mann wurde erst durch manche bitteren und traurigen

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Mein Interesse an der Geschichte der Russlandmennoniten – Teil 1

Wie aus vorherigen Artikeln von mir ersichtlich, interessiere ich mich u.a. insbesondere für die Geschichte der Russlandmennoniten. Doch was motiviert mich dazu? Das ist eine Frage, die ich in einigen Artikeln beantworten möchte. Die erste Antwort, die ich auf diese Frage geben möchte: „Weil es meine Geschichte ist.“ Die gegenwärtige Weltsicht, die das Individuum betont, legt viel Wert auf die persönliche Entfaltung. Dabei wird der Anschein, womöglich auch unbewusst, erweckt, dass jeder zu Beginn seines

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Calvin – ein Vorbild in der Demut

Bei der Lektüre ausgewählter Passagen des Buches „2000 Jahre Kirchengeschichte“[1] von Armin Sierszyn hat mich das Lebensende von Johannes Calvin ergriffen, so dass ich Gott für diesen Mann danken musste. Es ist die Demut dieses Reformators, die mich beeindruckt hat. Im Sinne von Hebräer 13,7 zitiere ich die Passage aus dem Kirchengeschichtswerk. Bleibt eurer Führer eingedenk, die euch das Wort Gottes verkündigt haben! Betrachtet immer wieder den Ausgang ihres Wandels und nehmt ihren Glauben zum

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