Christus allein

Hope for the Church

Ich habe am Mittwoch, auf dem Weg zur Arbeit, die Tim Keller-Predigt „Hope for the Church“ (hier zum Download verfügbar) gehört. Als ich auf dem Parkplatz ankam war ich beim Schlussgebet. Die Predigt hat mir so gut gefallen, dass ich sie auf dem Nachhauseweg noch einmal (fast) komplett durchgehört habe. Donnerstag habe ich die Predigt wieder auf dem Hin- und Rückweg zur und von der Arbeit gehört. Und Abends dann ein fünftes Mal, bei dem

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Die Souveränität Gottes und die Evangelisation

In den letzten Beiträgen ging es wiederholt um Gottes Souveränität in der Evangelisation. Helmut machte mich auf einen Artikel von Rudolf Möckel aufmerksam, der diese Frage aufgreift. Möckel spricht von der Erwählung zum Heil allein durch Gottes Gnade und macht deutlich, dass wir nicht nur ein bisschen tot waren vor unserer Bekehrung: Daher konnten wir in keiner Weise an unserer Rettung mitwirken. Er bleibt jedoch nicht dabei stehen. Er erklärt weiter: „Neben die Lehre von

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Was wir von Francis Schaeffer lernen können (4): Die Gefahr der Verschiebung zur Erfahrung

Wer den Fluss der Geistesgeschichte analysiert, wird feststellen, dass es in der westlichen Welt „einen wachsenden aufklärerischen Impuls hin zum Rationalismus“ gegeben hat: Der Mensch versucht Welt und Leben unabhängig von göttlicher Offenbarung allein durch die menschliche Vernunft zu verstehen. ‚Vernunft‘ bedeutet demnach, in einem geschlossenen System, das auf Ursache und Wirkung aufbaut und Gott ausschließt, zu denken. Es bedeutet, die Welt auf eine naturalistische Art zu betrachten und alles Übernatürliche als unvernünftig auszuschließen. „Diese

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Martyn Lloyd-Jones „privat“(4) – Über die Souveränität Gottes

Harry hat kürzlich zum Thema gepostet, warum wir auch im Angesicht der Souveränität Gottes für Verlorene beten sollen und dürfen. Martyn Lloyd-Jones war einer, der sich trotz seiner vollmächtigen und brillanten Predigten ganz auf das Wirken Gottes stützte. Er sah sich selbst als Werkzeug in einer mächtigen Hand: […] der stark an die Souveränität Gotte glaubte. In der Tat stellte sie, wie wir anhand seiner meisterhaften Predigten, die er in späteren Jahren über den Epheser-

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Deuteronomium: Ein Kommentar zu den Zehn Geboten

In der letzten Zeit habe ich mich mit 5. Mose beschäftigt. Ich kam auf dieses Buch, weil ich feststellte, dass Jesus häufig daraus zitierte (z.B. bei seiner Versuchung) und es wahrscheinlich auswendig kannte. Besonders beeindruckt hat mich in diesem Buch das väterliche Handeln Gottes, dass in der Geschichte (1,6-4,43) wundervoll zum Ausdruck kommt. Gott beschönigt nichts, doch macht er dem Volk durch den Hinweis auf seine Treue Mut zum Handeln: „Aber ihr wolltet nicht hinaufziehen

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Martyn Lloyd-Jones „privat“(3) – Über den Prediger

Eines der bekanntesten Bücher von Lloyd-Jones ist das Werk „Preaching and Preachers“. Christopher Catherwood beschreibt, wie sein Großvater über den Dienst des Predigers dachte: […] [Männer sollten nur dann auf die Kanzel steigen], wenn sie sich nicht imstande sähen, irgendetwas anderes zu tun und durch die Berufung Gottes zu dieser Tätigkeit gedrängt worden seien. Es war natürlich eine große Hilfe, wenn jemand auch natürliche Gaben hatte – beispielsweise ein Redetalent, einen klaren Verstand (eine akademische

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Was wir von Francis Schaeffer lernen können (3): Der Kampf um die Wahrheit ist entscheidend

Durch die Analyse der geistesgeschichtlichen Entwicklung (vgl. den letzten Beitrag) kam Schaeffer zu folgendem Ergebnis: „So ist, wie ich meine, die veränderte Auffassung über den Weg, der zu Erkenntnis und Wahrheit führt, das entscheidende Problem, das sich der Christenheit heute stellt.“ S. 31 Was Schaeffer damals beobachtete, wird heute oft mit dem Begriff „Postmoderne“ verbunden. Es ist „eine Denkweise, die fest verknüpft ist mit der Verleugnung von Wahrheit in jedem objektiven universalen Sinn.“ S. 31

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Martyn Lloyd-Jones „privat“(2): Die Balance halten

Viele theologische Lehrmeinungen neigen dazu, einen bestimmten Aspekt der Bibel besonders stark zu betonen und im Gegenzug andere zu vernachlässigen. Deutlich wird das zum Beispiel im Disput zwischen den „Theoretikern“ (die Wichtigkeit von reiner Lehre wird sehr betont) und den „Praktischen“ („wir müssen auch etwas tun“). Martyn Lloyd-Jones wusste beides zu verbinden: Viele Menschen haben sich nach dem Geheimnis seines einzigartig kraftvollen Predigtdienstes gefragt. Er könnte die ersten Anzeichen dafür bereits als Jugendlicher, im Jahr

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Wir dürfen leben!

Joni Eareckson schreibt in ihrer Biografie „Der Gott, den ich liebe“: Erinnerung bedeutet mir alles. Als Kind konnte ich ein afrikanisches Veilchen auf einer Fensterbank anschauen und mir später das Blaugrün der Staubgefäße, die krausen Blätter und die blassroten Blüten ins Gedächtnis zurückrufen, wenn andere schon vergessen hatten, dass da überhaupt ein Fensterbrett war. Im Jahr 1967 wurde meine Erinnerung lebenswichtig für mich. Es war das Jahr, in dem ich durch einen Tauchunfall gelähmt wurde.

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Was wir von Francis Schaeffer lernen können (2): Ideen haben Konsequenzen

Stephen J. Wellum erklärt: „Eines der großen Vermächtnisse des Werkes Francis Schaeffers war es, uns zu zeigen, dass ‚Ideen Konsequenzen haben.‘ […] Das kulturelle Durcheinander, in dem wir leben, kam nicht aus dem Nichts, sondern hat eine lange Geschichte.“ S. 29 Deshalb müssen wir, „um unsere Gegenwart zu verstehen, auch den Fluss der Geistesgeschichte erfassen„. Schaeffer erkannte, „dass die westliche Gesellschaft eine ‚Linie der Verzweiflung‘ erlebt hatte – einen langsamen Prozess, durch den Ideen hinuntersickerten

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