Christus allein

Ray Ortlund: Das Evangelium. Wie die Gemeinde die Schönheit Christi darstellt

Was macht die Gemeinde Jesu einzigartig? Die Einzigartigkeit der Gemeinde ist nicht in den Leuten begründet, aus denen diese Gemeinde besteht, sondern in Jesus Christus selbst und seiner Botschaft, die ja die Gemeinde überhaupt erst begründet. Dennoch sollte die Botschaft Jesu, das Evangelium, gerade diese gewöhnlichen Leute ganz außergewöhnlich verändern. „Daran wird jedermann erkennen“, erklärt Jesus, „dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt“ (Joh. 13,35). Das Kriterium für Glaubwürdigkeit, das Jesus selbst

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„Herr, erhalte mein Gedächtnis frisch!“

Leid und Schwierigkeiten gehören zu jedem Leben dazu. Sehr oft sind wir selbst die Ursache für Leid im Leben unseres Nächsten. Gleichzeitig erfahren wir Leid von anderen. Wie aber sollen wir damit umgehen? Sollen wir es vergessen? Verdrängen? Oder ständig mit uns herumtragen? Welche Rolle spielt das „Sich erinnern“? Gegen Ende des letzten Jahres habe ich wieder einmal zu Charles Dickens Weihnachtserzählungen gegriffen und die Erzählung „Der verwünschte Mann“ gelesen. Bei diesem handelt es sich

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„Kantate im Knast“ – Konrad Eißler predigt über Paulus und Silas im Gefängnis

Ich bin kürzlich eher zufällig auf eine schöne Predigt von Konrad Eißler gestoßen (übrigens ein Neffe von Wilhelm Busch), die er am „Sonntag Kantate“ im Jahr 2013 gehalten hat (Samuel hat das Konzept des Kirchenjahres kürzlich vorgestellt). An diesem Sonntag geht es um die singende Gemeinde. Eißler predigt über Paulus und Silas im Gefängnis, wo ja das Singen einiges bewirkt hat (Apg. 16,23-34). Eißler beschreibt diesen Gesang als „Zellenkantate“, als „Kantate im Knast“. Diese sollten

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John Neufeld: „Mit einem Esel und einem Ochsen pflügen: Wie es ist, ein reformierter Täufer zu sein“

Im Juni 2019 hat Waldemar in seinem Post „Können Mennoniten-Brüder-Gemeinden reformiert sein?“ einen Artikel von John Neufeld kurz zusammengefasst, den Neufeld 2013 für die theologische Zeitschrift Directions verfasst hatte (hier geht es zum Original). Da in den Kommentaren der Wunsch nach einer Übersetzung geäußert wurde, haben wir John Neufeld um Erlaubnis gebeten und veröffentlichen nun mit seiner freundlichen Genehmigung unsere Übersetzung. Das Update am Ende des Artikels findet sich nicht im Original, sondern wurde auf

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Tim Keller: Wie man Arroganz vermeiden kann

„Kannst du dir das vorstellen, der Neue ist Arminianer?!“ – „Und sie ist Calvinistin!“ – „Was, aber von Eschatologie hat er doch gar keine Ahnung!“ – „Du musst nur mal dieses Buch lesen, dann wird dir ALLES klar“ – „Man muss schon ziemlich blöde sein, wenn man das noch glaubt!“ – „Warte, ich hau das mal gerade bei Twitter raus…“ – „… ich retweete das, wir brauchen mehr Likes!“ „Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe“

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Dietrich Bonhoeffer: Christi Lebensbaum auf dem verfluchten Acker Kains

In seinem Buch Schöpfung und Fall legt Dietrich Bonhoeffer die ersten drei Kapitel des Buches Genesis aus, geht in seinem letzten Kapitel allerdings zusätzlich auf Gen. 4,1 ein: „Und Adam erkannte sein Weib Eva, und sie ward schwanger und gebar den Kain.“ Mit Kain beginnt, so Bonhoeffer, die Geschichte des Todes; enden dürfen und müssen wir aber mit und bei Christus: Bonhoeffer beschreibt wunderschön (sowohl inhaltlich als auch sprachlich), wie wir in Christus das verlorene

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Jeremy Begbie: T.F. Torrance im Gespräch mit den Künsten

Vor einiger Zeit habe ich Jeremy Begbies C.F.D. Moule Memorial Lecture aus dem Jahr 2014 zusammengefasst. Ich möchte hier eine weitere Vorlesung von Begbie umreißen, die er 2018 beim Jahrestreffen der T.F. Torrance Theological Fellowship gehalten hat. Begbie geht in seiner Vorlesung auf vier Schwerpunkte in der Theologie von Torrance ein und zeigt auf, wie diese im Dialog mit den Künsten fruchtbar gemacht werden können. Von den vier Schwerpunkten habe ich die ersten drei zusammengefasst.

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John Stott: Plane dir Stille ein!

Aufgaben, Verantwortung, wenig Zeit, Durcheinander, dazu noch schlechte Organisation – wer kennt das nicht? Wie soll ich alles schaffen? John Stott stellte sich als 29-jähriger Geistlicher genau diese Fragen. Neben den Verwaltungsaufgaben, die mit seinem Amt als Rektor des All Souls Church in London einhergingen, hatte er auch auf sein geistliches Leben zu achten, um dann auch seine Gemeinde entsprechend versorgen zu können. Kevin Halloran berichtet davon, was Stott in diesen Herausforderungen geholfen hat. Auf

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Sind Romane Zeitverschwendung?

„Was liest du gerade?“ ist eine Frage, die mir sehr lieb ist. Ich beantworte sie gerne, wenn sie mir gestellt wird, frage aber auch selbst gerne andere nach ihrer Lektüre. Bücher bieten, finde ich, vielversprechenden Gesprächsstoff und sind außerdem Weggefährten, die ich nicht missen möchte. In der Regel lese ich mehrere Bücher gleichzeitig (was auch bedeutet, dass es unter Umständen sehr lange dauern kann, bis ein Buch beendet wird – falls es beendet wird). Neben

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Anderson Cooper und Stephen Colbert über den Umgang mit Leid

Über einen Tweet von Sam Alberry bin ich auf das folgende Interview von Anderson Cooper mit Stephen Colbert aufmerksam geworden. Colbert ist den meisten als Late Night Host bekannt, Cooper als Fernsehmoderator bei CNN. Das Gespräch ist deshalb so interessant, weil die beiden Männer (ab Minute 20) wirklich persönlich werden und über ihre Erfahrungen und den Umgang mit Leid sprechen. Colbert hat mit 10 Jahren seinen Vater und zwei Brüder verloren und auch Cooper hat

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