Christus allein

Biblisches Konfliktverhalten – die drei Reaktionsmöglichkeiten

Konflikte beherrschen die Welt. Sei es die politische, wie aktuell in den USA, wo die Staatsdiener aktuell keine Vergütung erhalten, da sich die Republikaner und Demokraten nicht auf eine Finanzierung der Regierung einigen können. Ebenso kann es in der Gemeinde bei unterschiedlichen Sichtweisen zu Fragen, wie dem Musikstil oder Personalfragen zu erbittertem Streit kommen. Nicht verschont sind auch unsere engsten Beziehungen, wie die Familie und die Ehe. Konflikte sind wie Unkraut, das sich in jeder Ritze des Pflasters einnistet und immer wieder angegangen werden muss.

Die Artikelreihe in dieser Woche will uns anhand von Psalm 37 zeigen, wie wir als Christen durch unser Verhalten in Konflikten Gott ehren können. Viele Gedanken, die ich hier niederschreibe, entspringen dem außerordentlich hilfreichem Buch Sei ein Friedensstifter von Sande. Doch bevor es darum gehen soll, wie biblisches Konfliktverhalten aussieht, müssen wir erkennen, dass wir immer auf irgendeine Art auf reagieren, nicht-reagieren ist nicht möglich. Zu Beginn seines Buches legt Sande dar, dass wir immer auf irgendeine der folgenden drei Arten auf zwischenmenschliche Herausforderungen reagieren:

Wir fliehen vor dem Konflikt. Z.B. reden wir uns ein: „Ach, es gibt kein Problem“ oder kündigen bei unserem Arbeitgeber. „Diese Einstellung ist in christlichen Kreisen weit verbreitet, weil viele Christen meinen, Streit sei an sich schon falsch oder gefährlich.“ (S. 25) In seiner schlimmsten Form äußert sich das Fluchtverhalten im Selbstmord.

Wir greifen den Kontrahenten an. Wenn uns ein Bruder verletzt hat, meiden wir ihn ganz bewusst, würdigen ihn keines Blickes. In Gesprächsrunden verleumden wir ihn mit scheinbar beiläufigen spitzen Bemerkungen. Wenn er uns anspricht, antworten wir ihm nur, wenn es sich gar nicht vermeiden lässt und dann in einem patzigen Ton. Bei Streit um Eigentum oder Geld ziehen wir gegen ihn vor Gericht, um ihn zu besiegen. Das Ziel ist es den Kontrahenten zu schädigen. Er soll es zu spüren bekommen, dass man sich mit uns nicht einfach so anlegt. Vor allem starke aber interessanterweise auch unsichere Menschen neigen zu diesem Verhalten.

Wir stiften Frieden. Wir versuchen den Frieden wieder herzustellen, indem wir geringfügiges Unrecht übersehen, gröberes Vergehen durch offene Aussprache zu lösen bemüht sind oder in verhärteten Situationen einen oder mehrere Schlichter zur Lösung des Konflikts hinzuziehen.

Wenn du dir deine aktuelle Lebenssituation in der Familie, im Beruf oder Gemeinde vor Auge führst, wirst du sicher Beziehungen finden, die dich herausfordern. Vielleicht ist das für deine Mitmenschen gar nicht ersichtlich, aber dein Herz steht im Kampf. Was ist deine bevorzugte Reaktion auf diese Konflikte? Flucht, Angriff oder Frieden? Die Artikel in dieser Woche wollen uns ermutigen in einer gottehrenden und gesunden Art in Konflikten zu agieren. Konflikte sind eine Chance Gott zu ehren!

[1] Sande, Ken (2015): Sei ein Friedensstift[

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