Christus allein

Die Sünde der falschen Scham

Wir wurden beim RWE am Samstag nachmittag Zeugen davon, dass viele Gläubige zugaben, sich des Zeugnisses vom Herrn Jesus zu schämen. Diese Not ist nicht neu. Bach hat sich in der Kantate „Herz und Mund und Tat und Leben“ damit auseinandergesetzt und deutlich gemacht, dass das Zeugnis das ganze Leben umfassen sollte (d.h. eben mit Herz und Mund und Tat und Leben). Der Chor singt entsprechend als Erstes: „Herz und Mund und Tat und Leben

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IMSLP

Das IMSLP steht für International Music Score Library Project und bildet wohl die größte Datenbank mit einer unglaublichen Fülle an Notenmaterial der Werke der klassischen Komponisten. Kantaten von Bach gibt es in Hülle und Fülle. Teilweise gibt es auch hörenswerte Aufnahmen. Z.B. das Streich-Oktett op. 20 von Felix Mendelssohn. Herrlich! Parallel dazu kann man dann natürlich auch die Noten als PDF öffnen und verfolgen (hier). Es lohnt sich, vorbeizuschauen!

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Johannes Busch (8): Die Mutter

Es hat mich in der Biografie von Johannes Busch wohl kaum jemand so beeindruckt, wie die Mutter der Busch-Brüder, Johanna Busch. Einige Auszüge sollen dies verdeutlichen: „Ja, neben Papa stand meine so prächtige Mutter. Als mich bei meiner Ordination der damalige Superintendent Niederstein fragte, wer mich bei meiner Theologie am meisten bestimmt und beeindruckt habe, da habe ich ihm ohne Zögern geantwortet: ‚Meine Mutter‘.“ S. 35 „Vor allem hatte sie eine innige Jesusliebe. Da sank

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Zur Situationsethik

In den letzten Artikeln in diesem Blog ging es um die Frage nach der Situationsethik. Konkret: Darf ein Christ in bestimmten Situationen lügen? Darf er in bestimmten Situationen gegen das Gesetz handeln? Darf er in bestimmten Situationen dem Ältesten der Gemeinde ungehorsam sein? Um diese Frage zu beantworten, führt fast kein Weg an Bonhoeffer vorbei. Ich habe nicht die Zeit, sehr ausführlich darauf einzugehen, möchte aber auf seine „Ethik“ (hier gebraucht zu erwerben, bei mir auszuleihen)

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Der Gefühlschrist

In einem der letzten Beiträge ging es um den Stellenwert von persönlichen geistlichen Erfahrungen. Eine der potenziellen Gefahren bei zu starker Betonung von Erfahrungen benennt R. C. Sproul: Was ist ein Gefühlschrist? Er ist jemand, der sich von seinen Gefühlen leiten lässt, anstatt vom Verstehen des Wortes Gottes. Der Gefühlschrist ist nur dann zum Gottesdienst, Gebet oder Bibelstudium zu bewegen, wenn er sich danach fühlt. Sein geistliches Leben ist nie stärker, als seine momentanen Gefühle.

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Kontextualisierung: Missbrauch eines berechtigten Anliegens

Kontextualisierung ist ein Modewort unter den Evangelikalen. Es wird oft mit dem Anspruch verbunden, dass Evangelium durch die Anpassung an die jeweilige Kultur den Menschen näher bringen zu können. John MacArthur legt jedoch zurecht den Finger in die Wunde, wenn er schreibt: „By contrast, the “contextualization” of the gospel today has infected the church with the spirit of the age. It has opened the church’s doors wide for worldliness, shallowness, and in some cases a

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"Erfahrungen" mit Gott?

Eine interessante Debatte läuft derzeit bei Theoblog, die mit der Frage nach der Notwendigkeit eines Theologiestudiums beginnt und schnell zu Fragen wie „Redet Gott auch neben der Bibel zu uns?“ oder „Wie erkenne ich Gottes Willen?“ übergeht. Ron Kubsch schreibt beispielsweise: „Ich möchte, wo wir schon mal bei dem Thema gelandet sind, den Fokus bei dem allseits angepriesenen “Hörende Gebet” lassen und nicht darüber diskutieren, ob Gott zu uns sprechen kann oder spricht. Darum geht

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Darf man Sherlock Holmes lesen?

In einem Gespräch unter einigen Brüdern am Gemeindetag kam die Frage auf, ob „weltliche“ Literatur wie etwa „Sherlock Holmes“ von einem Christen gelesen werden dürfe. Im Blog vom Crossway Verlag erschien passend dazu kürzlich ein Artikel unter der Frage „Wie setze ich Prioritäten in dem, was ich lese?“. Dort werden sechs Punkte genannt: Lesen der Bibel. Lesen um Christus zu erkennen und sich an ihm zu erfreuen. Lesen um geistliche Werte zu entflammen. Lesen um

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Lehre und Leben (4): Kopfwissen rettet nicht

In dem Artikel „Halte fest“ (auf englisch) plädiert J. C. Ryle dafür, den Kampf für die Wahrheit zu führen, auch wenn er nicht populär ist. Ryle war ein Mann, der auf gesunde Lehre großen Wert legte. Folgende Passage machte mich jedoch nachdenklich: „Leser, es wird weder dich noch mich erretten, wenn wir alle Kontroversen kennen und alles erkennen können, was falsch ist. Kopfwissen wird weder dich noch mich in den Himmel bringen. Wir werden nicht

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