Christus allein

Gute App: Prayer Mate

Ich habe vor einiger Zeit die App Prayer Mate entdeckt. Tim Challies behauptet, dass diese App „ohne Übertreibung sein Gebetsleben wieder neu belebt“ hat. Ich stimme ihm, nachdem ich sie nun auch bereits über ein Jahr nutze, voll zu! Nichtsdestotrotz gilt, was Andy Geers, der Entwickler der App, in einem Interview feststellt:

„A lot of people tend to approach technology at two ends of a spectrum: either with immense scepticism (and I’ve had plenty of people react with disgust at the very notion of a “prayer app”!) or just embracing it wholeheartedly as if the right technology will solve all their problems. (And anybody who has used PrayerMate for a while will know that it is *still* hard to pray – even with an app to help you—we still have sinful hearts.)”

Was leistet die App?

In der App können verschiedene Listen angelegt werden. Ich habe z.B. eine Liste biblischer Gebete, daneben eine Liste für mich, meine Frau, unsere Kinder, unsere Familien, die Gemeinde, aktuelle Anliegen usw. angelegt. Jede Liste habe ich mit verschiedenen Anliegen gefüllt. Bei unseren Familien sind z.B. nur die Namen angelegt. Bei mir, meiner Frau und unseren Kindern z.B. habe ich jedoch auch einige bereits vorhandene Listen, die sich über die App hinzufügen lassen, aufgenommen. Zusätzlich habe ich einige Gebetslisten, auf die ich im Laufe des Bloggerlebens gestoßen bin, z.B. hier, ebenfalls von Hand dort eingefügt. In der App finden sich im sog. „ready-made content“ weitere hilfreiche Listen mit Gebetsanliegen für das persönliche geistliche Leben, für den Ehepartner, für die Kinder, für die Gemeinde, für die Mission usw. Daneben lassen sich auch Feeds von verschiedenen Organisationen (z.B. Open Doors) und Gemeinden abonnieren. Eine Zeit lang haben wir z.B. mit unseren Kindern jeden Abend für ein Land der Welt gebetet. Dazu abonnierte ich einen Feed in der App, der mir jeden Tag ein Land zum Gebet vorschlug und gleichzeitig spezifische Informationen zum Gebet mitlieferte.

Für jede Liste und jedes Anliegen lässt sich einstellen, in welcher Häufigkeit sie angezeigt werden. Ich habe für mich derzeit z.B. die Einstellung gewählt, dass aus jeder Liste ein Gebetsanliegen angezeigt wird. Es gibt viele weitere Einstellungsmöglichkeiten, die für mich jedoch eine untergeordnete Rolle spielen.

Welchen Nutzen hat die App?

  • Der erste Vorteil der App liegt für mich darin, dass ich mich im Gebet nicht ständig nur um mich und meine aktuellen Probleme drehen muss – wozu wir alle neigen – sondern meinen Fokus bewusst auf die wesentlichen Dinge lenken kann. Die Listen erinnern mich an Anliegen, die ich sonst viel zu schnell vergessen würde.
  • Wenn ich für meine Familie bete muss ich nicht mehr eine unglaublich lange Liste „abbeten“, bei der ich bereits nach kurzer Zeit bereits immer das gleiche für jede Person bete, sondern kann mich auf jeweils eine oder zwei Personen konzentrieren und bewusst für sie in ihren jeweiligen Rollen (z.B. Arbeitnehmer, Hausfrau, Vater, Mitglied der Gemeinde, Christ oder auch nicht) beten. Gerade bei längeren Gemeindelisten oder größeren Familien kann dies ein großer Gewinn sein.
  • Ich habe mir außerdem angewöhnt, die Listen jeden Sonntag noch einmal zu übersehen und vor allem die aktuellen Anliegen (z.B. Krankheiten in der Familie, Seelsorge-Beziehungen, aktuelle Versuchungen etc.) zu überarbeiten.

Mir ist bewusst, dass diese App auch in pharisäischer Manier verwendet werden und zur Selbstrechtfertigung dienen kann. So nach dem Motto „Aufgabe für heute erledigt. Meinen Status als guter Christ bestätigt.“ Es sollte aber klar sein, dass es beim Gebet um mehr geht als das. Aber die App kann eben auch genau an dieser Stelle helfen, damit wir unsere Trägheit überwinden, unser Gebet bewusst auf Gott ausrichten, für unsere Gemeinde und unsere Mitmenschen beten und unser Leben so immer mehr zu Ehre Gottes gelebt wird.

Habt ihr auch Erfahrungen mit PrayerMate oder ähnlichen Apps?

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