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Biblische Theologie

Eine Biblische Theologie für das Bibellesen entwickeln

Dass Biblische Theologie für Prediger wichtig ist, damit in Predigten das Evangelium zum Zentrum wird, hat Waldemar kürzlich hier angedeutet.

Welche Bedeutung hat Biblische Theologie aber für den Bibelleser? Und wie können wir uns eine gesunde Biblische Theologie aneignen?

James Hamilton, bekannt durch sein Buch God’s Glory in Salvation through Judgment, beantwortet diese Fragen in einem lesenswerten Artikel.

Von der großen Geschichte der Bibel lernen

Die Bibel ist laut Hamilton keine Bedienungsanleitung für unser Leben, sondern enthält die große Geschichte, die uns die Bedeutung des Lebens, des Universums und allen Seins erklärt. Daher lohnt sich neben dem intensiven Studium einzelner Bibelverse immer wieder eine Betrachtung des großen Ganzen.

Von den Aposteln und Jesus selbst lernen

Eine Möglichkeit, sich eine Biblische Theologie anzueignen, ist die, von den Autoren des Neuen Testamentes zu lernen, wie sie das Alte Testament verstanden und angewendet haben. Dabei merken wir, dass auch die Apostel dies erst lernen mussten (vgl. Luk 24). Sie lernten es von Jesus selbst und wurden auch in ihrer Interpretation der Prophetie vom Heiligen Geist inspiriert (2Pet 1,21). Gilt ihre Herangehensweise auch für uns, obwohl wir nicht vom heiligen Geist inspiriert werden? Hamilton:

Wir sind keine Apostel, aber wir folgen ihnen wie sie Christus folgten (1Kor 11,1). Wir werden nicht inspiriert, aber wir werden in der Bibel durch diejenigen gelehrt, die inspiriert wurden.

Daher plädiert Hamilton zum betenden Lesen der Bibel:

Der beste Weg um eine Biblische Theologie zu entwickeln und den Auslegungsansatz der biblischen Autoren anzuerkennen und anzuwenden ist das Lesen der Bibel. Bitte den Herrn um Verständnis. Lerne Bibeltexte auswendig. Denke Tag und Nacht darüber nach. Und bleib dran.

Einen guten Einstieg ins Thema bieten Vaughn Roberts’ Gottes Plan – kein Zufall oder Biblische Theologie aus der 9Marks-Reihe von Nick Roarke und Robert Cline, das voraussichtlich im Sommer beim Betanien Verlag erscheinen wird. Waldemar hat die englische Ausgabe hier besprochen.

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