Christus allein

Was wir von Francis Schaeffer lernen können (2): Ideen haben Konsequenzen

Stephen J. Wellum erklärt: „Eines der großen Vermächtnisse des Werkes Francis Schaeffers war es, uns zu zeigen, dass ‚Ideen Konsequenzen haben.‘ […] Das kulturelle Durcheinander, in dem wir leben, kam nicht aus dem Nichts, sondern hat eine lange Geschichte.“ S. 29 Deshalb müssen wir, „um unsere Gegenwart zu verstehen, auch den Fluss der Geistesgeschichte erfassen„. Schaeffer erkannte, „dass die westliche Gesellschaft eine ‚Linie der Verzweiflung‘ erlebt hatte – einen langsamen Prozess, durch den Ideen hinuntersickerten

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Wieder mal Gott gespielt!

Gestern hörte ich im Radio von dem Witwer Ulrich Koch, der momentan dabei ist die deutschen Behörden anzuklagen, weil seiner Frau – seiner Meinung nach – ein menschenwürdiger Tod verweigert wurde. Heute fand ich einen entsprechenden Artikel bei pro [Artikel nicht mehr abfrufbar]: Sollte es in Deutschland ein Recht auf Sterbehilfe geben? Um diese Frage ging es bei der Beschwerde von Ulrich Koch vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Deutsche Behörden hatten seiner querschnittsgelähmten

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Was wir von Francis Schaeffer lernen können (1)

Nach meiner Lektüre der Entstehungsgeschichte von L’Abri habe ich mir sofort die von Ron Kubsch herausgegebene Dokumentation „Wahrheit und Liebe – Was wir von Francis Schaeffer lernen können“ gekauft (bei Amazon für 11 EUR inkl. Versandkosten erhältlich) und mit Begeisterung gelesen. Kubsch schreibt im Vorwort: Francis und Edith Schaeffer „haben bei der Entwicklung kulturrelevanter Glaubensstile Pionierarbeit geleistet und vorgelebt, dass Christen gesunde reformatorische Lehre mit einer aufrichtigen Liebe für verlorene Menschen verbinden können.“ S. 11.

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Warum beten wir für Verlorene, wenn Gott doch sowieso souverän ist?

Gestern kamen wir mit einigen Freunden unter anderem auf die Spannung zu sprechen, die zweifelsohne zwischen der „Dimension der Souveränität Gottes“ und der „Dimension der Verantwortung des Menschen“ zu finden ist. Gott erwählt! Aber der Mensch muss sich auch entscheiden! An wem hängt es letztendlich? Warum sollten wir beten und missionieren, wenn alles bei Gott liegt? Ich habe auf dem Blog von Justin Taylor eine sehr treffende Stellungnahme von Michael Horton gefunden: Calvinists hear Arminian

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… but I am not what I was!

John Newton, der Kapitän eines Sklavenschiffes, der in seinem Leben ungefähr 20.000 Sklaven von Afrika nach Nordamerika transportierte, schrieb am Ende seines Lebens folgendes, beeindruckendes Zeugnis:  I am not what I want to be  I am not what I ought to be  I am not what one day I will be But I am not what I was And by the grace of God I am what I am

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Martyn Lloyd-Jones „privat“(1): Die Liebe zur Geschichte

In dem letzten Post ging es um die Bedeutung von Geschichte für die Christen. Martyn Lloyd-Jones betonte immer wieder die Notwendigkeit von geschichtswissenschaftlichen Kenntnissen. Seiner Meinung nach wurden gleiche Fehler aus Mangel an geschichtlichem Wissen wiederholt, die man bei besserer Kenntnis der Vergangenheit hätte erkennen können. Sein Enkel Christopher Catherwood berichtet davon: Seiner Überzeugung nach konnte man die Gegenwart nicht verstehen, ohne die Vergangenheit zu kennen. Die Historie war für ihn die wunderbare Geschichte des

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Ist die Weltgeschichte böse?

Als Adolf Hitler im Zuge der Machtübernahme im Deutschen Reich auch die Kirche gleichzuschalten ersuchte, bildeten sich schnell zwei Lager: Die ideologisch nahen „Deutschen Christen“ und die (zumindest in Teilen) oppositionelle „Bekennende Kirche“. Ein führender Kopf der Bekenntnisbewegung war Karl Barth. Er lehnte das Erklärungsmodell der „Deutschen Christen“ ab, Gott würde sich durch die Geschichte offenbaren. Sein Credo lautete, dass Gott sich schon längst in Jesus offenbart habe. Verständlich daher, dass sein Fazit bezüglich Meta-

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Bibelstudium mit Sherlock Holmes

Trevin Wax hat auf seinem Blog 10 Hilfen veröffentlicht, abgeleitet von Sherlock Holmes, die dazu dienen sollen, Bibeltexte besser zu verstehen und zu ergründen. Es sind einige wirklich wertvolle Gedankenanstöße dabei: 1. The number one mistake to avoid. Holmes: “I have no data yet. It is a capital mistake to theorize before one has data. Insensibly one begins to twist facts to suit theories, instead of theories to suit facts.” Far too often students of

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Rattenseele!

Ich las heute in dem Buch „Ein Jahr mit C.S. Lewis – 366 Inspirationen aus seinen Werken„. C.S. Lewis zeigt unsere Not und gleichzeitig die Lösung, die in Christus zu finden ist, auf:   Offenbar sind auch im Keller meiner Seele die Ratten des Grolls und der Rachsucht ständig anwesend. Nun liegt aber dieser Keller außerhalb des Bereichs meines bewussten Willens. Meine Handlungen kann ich bis zu einem bestimmten Grad kontrollieren, doch über mein Temperament

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