Christus allein

Martin Reakes-Williams: „Christus hören“

Den letzten Vortrag einer Konferenz zu halten, ist immer eine Herausforderung – besonders wenn dieser Vortrag nach dem Mittagessen angesetzt ist. Bei der letzten E21-Konferenz musste sich Martin Reakes-Williams (nachdem sein Vortrag mit dem von Don Carson getauscht wurde) dieser Herausforderung stellen. Seine Predigt war ermutigend und hat, wie ich finde, der Konferenz einen passenden Abschluss gegeben. Ich habe die Predigt nicht mitgeschrieben (und auch bei Hanniel, der schon ausführlich berichtet hat, keine Gliederung gefunden),

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„Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der HERR der Heerscharen“ – die Gemeinde im Propheten Sacharja

Es gibt alttestamentliche Verse, die viele Christen auswendig kennen, die man vielleicht als Ermutigung weitergibt, ohne sich genauer mit dem Kontext und dem alttestamentlichen Buch selbst auseinandergesetzt zu haben. Der zweite Teil von Sacharja 4,6 gehört, glaube ich, zu diesen Versen: „Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der HERR der Heerscharen“. Diesen Ausspruch kann man anderen Christen, die in Schwierigkeiten stecken, schnell als Aufmunterung mit auf den Weg geben:

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Interview mit und Jazz-Vorlesung von Bill Edgar

Ron Kubsch hat kürzlich auf ein Interview hingewiesen, das Christian Heritage mit Bill Edgar geführt hat. Davon inspiriert habe ich mir das Interview angeschaut, das Peter Lillback, Präsident des Westminster Theological Seminarys, mit Edgar geführt hat. Lillback spricht mit Edgar über seine Bekehrung und sein Buch Created and Creating: A Biblical Theology of Culture. Wer sich dafür interessiert, sollte einmal reinschauen: Außerdem sollte man sich nicht Edgars Vorlesung über die Geschichte des Jazz entgehen lassen

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Jörg Lauster über Jean Pauls „Rede des toten Christus“

Vor einiger Zeit bin ich in diesem Beitrag auf Jean Pauls Rede des toten Christus eingegangen. Dort habe ich die Frage aufgeworfen, ob „der angeführte Abschluss der Erzählung als aufrichtige Dankbarkeit für den Himmlischen Vater zu verstehen [ist]? Oder geht es darum, dass der Glaube das Beste ist, was uns in dieser vergänglichen und kurzflügeligen Welt passieren kann, wenn er sich auch nachher als Illusion erweist?“ Jörg Lauster schreibt dazu in Die Verzauberung der Welt:

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Reformierte Selbstgerechtigkeit?

Helmut hat kürzlich Tim Keller zitiert, der auf die Gefahr aufmerksam macht, dass Lehre zum Götzen werden kann. Christen in der reformatorischen Tradition legen in der Regel viel Wert auf richtige Lehre, vor allem auf die Lehren der Gnade. Wenn es etwas gibt, wogegen reformierte Christen „allergisch“ sind, dann ist es Selbstgerechtigkeit: Wir werden nicht durch Werke gerettet, wir wollen keine Pharisäer sein. Das ist alles nicht falsch! Dennoch besteht die Gefahr, dass wir im

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Befreit von der Macht der Sünde – Wilhelm Busch über Heiligung

Kürzlich bin ich auf eine ermutigende Predigt von Wilhelm Busch gestoßen, in der er anhand von Römer 6 das Thema Heiligung entfaltet. In dem Abschnitt macht Paulus klar, dass wir mit Christus der Sünde gestorben sind – und durch seine Auferstehung in einem neuen Leben wandeln. Der Karfreitag und die folgenden Ostertage sind ein guter Anlass, mit Busch ganz praktisch über die Auswirkungen des Todes und der Auferstehung Jesu in unserem persönlichen Leben nachzudenken:

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Sittsamkeit ist wichtig: was nicht anzuziehen ist

Tim Challies hat vor einigen Jahren einige dreiteilige Artikelreihe veröffentlicht, auf die ich kürzlich aufmerksam gemacht wurde. Die Ausführungen sind, wie ich finde, wirklich hilfreich (und zeigen auch, dass es sich hier um kein singulär russlanddeutsches Problem handelt): Challies geht das Thema biblisch und sehr differenziert an, pauschalisiert nicht, sondern zeigt auf, worum es dem Evangelium und im Evangelium tatsächlich geht. Ich habe die Artikel gewinnbringend gelesen und empfehle die Lektüre herzlich weiter. Ich habe

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Die Herausforderung sittsamer Kleidung: Das Herz der Sittsamkeit

Das Wort „Keuschheit“ ist im heutigen Sprachgebrauch eher unüblich, es scheint etwas Antiquiertes an sich zu haben. Der Duden schreibt ihm die Bedeutungen „sexuelle Enthaltsamkeit“, „Sittsamkeit“ und „moralische Reinheit, Integrität“ zu – das sind an sich keine schlechten Tugenden. In russlanddeutschen Gemeinden verbindet man mit diesem Begriff vor allem Debatten über (Frauen)Kleidung. Manche Russlanddeutsche beharren auf strengste Kleidungsvorschriften und verstehen diese als wichtiges Abgrenzungsmerkmal zur Welt und auch als natürlichen Bestandteil des christlichen Zeugnisses. Andere

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„Du kannst die ganze Welt haben, aber gib mir Jesus!“

In letzter Zeit habe ich öfters Fernando Ortegas wirklich schönes Lied „Give Me Jesus“ gehört. Das Musikvideo ist nach der Beerdigung von Ruth Bell Graham, der 2007 verstorbenen Ehefrau des Evangelisten Billy Graham, entstanden: Der Liedtext findet sich hier und drückt einfach nur den Wunsch nach Jesus aus: am Morgen, wenn ich aufstehe; wenn ich allein bin; und schließlich, wenn ich sterbe. Es ist der Refrain des Liedes, der mich zum Nachdenken gebracht hat. Darin

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Die zwölf Apostel und der Missionsbefehl

Dietrich Bonhoeffer schreibt in seinem Buch Nachfolge über Matthäus 10,1-6: Die Namen dieser ersten Boten werden der Welt aufbewahrt bis zum letzten Tag. Zwölf Stämme zählte das Volk Gottes. Zwölf Boten sind es, die das Werk Christi an ihm vollbringen sollen. Zwölf Throne werden im Reich Gottes für sie als Richter Israels bereitstehen (Mt19,28). Zwölf Tore wird das himmlische Jerusalem haben, in die das heilige Volk einziehen wird und auf denen die Namen der Stämme

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