Christus allein

Gedanken über Wurzeln, Heimat und Gottes Erde (1): Alice Mertons „No Roots“ und unsere entwurzelte Generation

Wer zurzeit regelmäßig Radio hört (oder hören muss), wird unweigerlich auf Alice Mertons „No Roots“ gestoßen sein (gut, es sei denn, man hört nur WDR5). In diesem musikalisch sehr eingängigen Lied beschreibt die Künstlerin ihre eigene Entwurzelung: Sie zieht von Ort zu Ort, packt immer wieder ihre Sachen und zieht weiter. Obzwar sie durchaus den Wunsch hat, einmal stillzustehen, räumt sie gleich ein, dass das nichts weiter als ein schöner Plan ist. Der Grundton bleibt:

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Geistliche Wahrheiten in den Alltag singen (4): Manfred Siebald – aus dem Alltag für den Alltag

Der durchschnittliche (christliche) Jugendliche konsumiert größtenteils englische Musik. Diese Aussage treffe ich, ohne mir Statistiken angeschaut oder danach recherchiert zu haben; ich glaube, dass meine (Kollektiv)Erfahrung diese Feststellung ausreichend begründet (sollte jemand gegenläufige Zahlen haben, bitte ich um Korrektur). Das ist natürlich kein Problem, wobei ich doch sagen würde, dass man – zumindest grob – schon verstehen sollte, was man hört. Wie dem auch sei – einer der bekanntesten und auch brillantesten deutschen christlichen Liedermacher

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Geistliche Wahrheiten in den Alltag singen (3): Andrew Petersons „Is He Worthy?“

Ich muss zugeben, dass ich mit der Musik von Andrew Peterson kaum vertraut bin. Allerdings bin ich bei der Gospel Coalition auf einen Artikel gestoßen, in dem Peterson sein neues Lied „Is He Worthy?“ vorstellt. Darin erzählt er die christliche Geschichte des Sündenfalls und der (kommenden) Erlösung in Christus: Peterson erklärt in seinem Artikel außerdem, welche Rolle liturgische Elemente in dem Lied spielen (und in der Gemeinde spielen sollten): I love performing this song at

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Geistliche Wahrheiten in den Alltag singen (1): Keith und Kristyn Gettys „Living Waters“

Es ist schon etwas länger her (und ich erinnere mich hoffentlich korrekt), dass ein Freund von mir auf die Frage, wie man geistliche Wahrheiten ins alltägliche Glaubensleben „hineintransportiert“ bekommt, antwortete: „Worship!“ Damit meinte er keine auf eine „coole“ Atmosphäre ausgerichtete Anbetungsgottesdienste, in denen eine Begegnung mit Gott primär in der Musik und auf der Gefühlsebene angestrebt wird – diese Veranstaltungen sind oft oberflächlich und das kurzlebige Hochgefühl sollte man nicht mit der kraftvollen Wahrheit Gottes

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Martin Reakes-Williams: „Christus hören“

Den letzten Vortrag einer Konferenz zu halten, ist immer eine Herausforderung – besonders wenn dieser Vortrag nach dem Mittagessen angesetzt ist. Bei der letzten E21-Konferenz musste sich Martin Reakes-Williams (nachdem sein Vortrag mit dem von Don Carson getauscht wurde) dieser Herausforderung stellen. Seine Predigt war ermutigend und hat, wie ich finde, der Konferenz einen passenden Abschluss gegeben. Ich habe die Predigt nicht mitgeschrieben (und auch bei Hanniel, der schon ausführlich berichtet hat, keine Gliederung gefunden),

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„Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der HERR der Heerscharen“ – die Gemeinde im Propheten Sacharja

Es gibt alttestamentliche Verse, die viele Christen auswendig kennen, die man vielleicht als Ermutigung weitergibt, ohne sich genauer mit dem Kontext und dem alttestamentlichen Buch selbst auseinandergesetzt zu haben. Der zweite Teil von Sacharja 4,6 gehört, glaube ich, zu diesen Versen: „Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der HERR der Heerscharen“. Diesen Ausspruch kann man anderen Christen, die in Schwierigkeiten stecken, schnell als Aufmunterung mit auf den Weg geben:

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Interview mit und Jazz-Vorlesung von Bill Edgar

Ron Kubsch hat kürzlich auf ein Interview hingewiesen, das Christian Heritage mit Bill Edgar geführt hat. Davon inspiriert habe ich mir das Interview angeschaut, das Peter Lillback, Präsident des Westminster Theological Seminarys, mit Edgar geführt hat. Lillback spricht mit Edgar über seine Bekehrung und sein Buch Created and Creating: A Biblical Theology of Culture. Wer sich dafür interessiert, sollte einmal reinschauen: Außerdem sollte man sich nicht Edgars Vorlesung über die Geschichte des Jazz entgehen lassen

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Jörg Lauster über Jean Pauls „Rede des toten Christus“

Vor einiger Zeit bin ich in diesem Beitrag auf Jean Pauls Rede des toten Christus eingegangen. Dort habe ich die Frage aufgeworfen, ob „der angeführte Abschluss der Erzählung als aufrichtige Dankbarkeit für den Himmlischen Vater zu verstehen [ist]? Oder geht es darum, dass der Glaube das Beste ist, was uns in dieser vergänglichen und kurzflügeligen Welt passieren kann, wenn er sich auch nachher als Illusion erweist?“ Jörg Lauster schreibt dazu in Die Verzauberung der Welt:

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Reformierte Selbstgerechtigkeit?

Helmut hat kürzlich Tim Keller zitiert, der auf die Gefahr aufmerksam macht, dass Lehre zum Götzen werden kann. Christen in der reformatorischen Tradition legen in der Regel viel Wert auf richtige Lehre, vor allem auf die Lehren der Gnade. Wenn es etwas gibt, wogegen reformierte Christen „allergisch“ sind, dann ist es Selbstgerechtigkeit: Wir werden nicht durch Werke gerettet, wir wollen keine Pharisäer sein. Das ist alles nicht falsch! Dennoch besteht die Gefahr, dass wir im

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Befreit von der Macht der Sünde – Wilhelm Busch über Heiligung

Kürzlich bin ich auf eine ermutigende Predigt von Wilhelm Busch gestoßen, in der er anhand von Römer 6 das Thema Heiligung entfaltet. In dem Abschnitt macht Paulus klar, dass wir mit Christus der Sünde gestorben sind – und durch seine Auferstehung in einem neuen Leben wandeln. Der Karfreitag und die folgenden Ostertage sind ein guter Anlass, mit Busch ganz praktisch über die Auswirkungen des Todes und der Auferstehung Jesu in unserem persönlichen Leben nachzudenken:

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