Christus allein

Spurgeon: Wer darf Abendmahl und Taufe durchführen?

Die Frage der Gemeindestruktur ist für jede Ortsgemeinde relevant. Wer erfüllt welche Aufgaben? Wem stehen welche Aufgaben zu? Gibt es Aufgaben(bereiche), die ganz bestimmten Gruppen vorbehalten sind? Welche Rolle spielen Älteste, Pastoren und Diakone? In jeder Gemeinde kommen Fragen dieser Art auf: Wer darf das Abendmahl durchführen? Wer darf taufen? Wer darf trauen? Dabei ist es wichtig, eine biblische Ausgewogenheit zu bewahren. In russlanddeutschen Gemeinden kommt es zuweilen zu Tendenzen, die dem (oder den) Gemeindeältesten

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Doug Wilson: The Face of Jesus Christ

Vor einigen Jahren hat Doug Wilson über 2. Korinther 4,6-7 gepredigt: 6 Denn Gott, der gesagt hat: „Aus Finsternis wird Licht leuchten!“, er ist es, der in unseren Herzen aufgeleuchtet ist zum Lichtglanz der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi. 7 Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit das Übermaß8 der Kraft von Gott9 sei und nicht aus uns. Die Predigt, die Wilson mit dem Titel „The Face of Jesus Christ“ überschrieben hat,

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Warum lesen wir die Bibel?

Für viele (evangelikale) Christen gehört die „Stille Zeit“ fest zum Alltag – das ist zumindest der Anspruch, den man sich selbst stellt, wenn auch die Praxis oft hinterherhinkt. Doch seit wann lesen Christen eigentlich die Bibel? Wer hat überhaupt die Stille Zeit erfunden? (Diese Fragen möchte ich hier nicht beantworten; sollte man sich jedoch für eine Antwort interessieren, kann der Wikipedia-Eintrag zur „Quiet Time“ als Einstieg helfen). Vielleicht ist man manchmal (zu) schnell geneigt, Tipps

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Welche Autoren sollen dich langfristig prägen?

Ich habe vor einiger Zeit auf Peter Lillbacks Gespräch mit Tim Keller und Sinclair Ferguson hingewiesen (hier). Inzwischen gibt es Lillbacks Frage nach Autoren, die die beiden entdeckt haben, als kurzen Clip. Interessant finde ich Kellers Bemerkung, dass er Autoren entdeckt hat, die er gerade jungen Christen nicht unbedingt weiterempfehlen würde. Der Grund dafür ist, dass Autoren prägen und man die Autoren bedacht auswählen sollte, die gerade in jungen Jahren bleibende Spuren hinterlassen. Ich weiß

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Manfred Siebald: Manchmal wünsch ich mir

In meinen letzten beiden Beiträgen habe ich über den Zusammenhang zwischen Glaube und Beweisen nachgedacht. Solange der Wille, Gottes Selbstoffenbarung ernst zu nehmen, nicht besteht, das ist deutlich geworden, bringen Beweise nichts. Skeptiker, die nicht mit ehrlichen Fragen und einer grundsätzlichen Offenheit dem Glauben gegenüber stehen, werden sich auch von „Beweisen“ nicht überführen lassen. Es ist aber auch klar geworden, dass die „Beweisfrage“ nicht nur etwas für Ungläubige ist: auch Gläubige, wie das z.B. bei

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„Alttestamentliche Apologetik“ (2): Von Jesus lernen

Gestern habe ich (hier) über Jesu Gleichnis von dem Reichen Mann und dem Armen Lazarus (Lk. 16,27-31) und der darin enthaltenen „alttestamentliche Apologetik“ Abrahams nachgedacht. Beweise, das ist deutlich geworden, können Glauben nicht wecken. Stattdessen hat uns Abraham auf Mose und die Propheten hingewiesen: dort beginnt der Glaube, dort offenbart sich Gott. Den Wunsch des Reichen, Lazarus als „Beweis“ aus den Toten zurückzuschicken, hat Abraham abgelehnt. Lesen wir das Lukasevangelium aber weiter, stoßen wir tatsächlich

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„Alttestamentliche Apologetik“ (1): Von Vater Abraham lernen

Das Gleichnis von dem Reichen Mann und dem Armen Lazarus (Lk. 16,27-31) ist wohlbekannt: Ein Reicher genießt sein Leben in vollen Zügen, während Lazarus leidend voller Geschwüre vor seinem Haus liegt und nur Hunde hat, die ihm Gesellschaft leisten. Beide sterben, Lazarus wird in den Schoß Abrahams getragen, der Reiche erwacht in der Hölle. Von dort aus versucht er, seine Brüder vor diesem furchtbaren Ort zu bewahren, indem er Abraham davon zu überzeugen sucht, Lazarus

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Schicksalsschläge und die Barmherzigkeit Gottes

Was passiert mit unserem Glauben, wenn uns schweres Leid zuteilwird, das wir nicht verstehen? Erwarten wir, dass Gott nur das zulässt, was (in unseren Augen) „gut“ ist? Was geschieht, wenn plötzlich das Unerwartete eintrifft? Wenn Leid kommt? „Darf“ Gott das? Wie reagieren wir? Werden wir dann bitter? Aber was ist denn eigentlich gut? Hängt das nicht auch von dem jeweiligen Blickwinkel ab? Eine göttliche „Bestrafung“, hat J.R.R. Tolkien festgehalten, sei, wenn angenommen, auch eine göttliche

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C.S. Lewis über den Nutzen vorgefertigter Gebete

C.S. Lewis erklärt in seinem Buch Letters to Malcolm seinem fiktionalen Freund den Nutzen vorgefertigter Gebete: First, it keeps me in touch with „sound doctrine“. Left to oneself, one could easily slide away from „the faith once given“ into a phantom called „my religion“. Secondly, it reminds me „what things I ought to ask“ (perhaps especially when I am praying for other people). The crisis of the present moment, like the nearest telegraph-post, will always

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Hast du nichtchristliche Freunde – oder gibst du nur Zeugnis?

Vor ein paar Tagen habe ich den Rundbrief eines Missionswerks erhalten. Direkt auf der ersten Seite berichtet der Missionsleiter von einigen Begegnungen mit Menschen, die er mit Jesus konfrontiert hat. Zunächst ist da der Mann, der auf der zwölfminütigen Rückfahrt von einer Harzer Silbermine neben ihm sitzt – 12 Minuten also, mit diesem Menschen über Jesus zu reden: „Nach drei Minuten fange ich also an. Diesmal ein steiler Einstieg, eine steile Frage, denn jetzt bleiben

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