Christus allein

Moore: Gesunde Theologie ist entscheidend

In dem kürzlich veröffentlichten Buch Entwurzelt. Aktuelle Christliche Irrtümer setzt sich Richard P. Moore mit Theologie und Praxis der sich ausbreitenden „Neuen Apostolischen Reformation“ und der „Bethel-Church“ auseinander. Moore schreibt in seinem ersten Kapitel, warum der Kampf für eine gesunde Theologie – trotz Herausforderungen – auch heute noch essenziell für die Gemeinde Jesu ist: Warum ist Rechtgläubigkeit so maßgeblich und unverzichtbar für das Christentum? Weil der Glaube des einzelnen Christen und die Lehre dahinter auf

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Augustinus’ Psalmenauslegung

Die Enarrationes in Psalmos sind neben seinen Predigten und Briefen Augustinus‘ extensivstes Werk. Über eine Zeitspanne von ca. 30 Jahren entstand im Rahmen von Predigten und persönlichem Studium eine vollständige Auslegung des Psalters. In diesem Werk spiegelt sich Theologie und Schriftverständnis des Augustinus, aber auch sein persönliches Leben – die ersten Auslegungen entstehen noch in der Zeit als Priester, spätere als er schon Bischof von Hippo ist – wohl am deutlichsten wider. Der Verlag New

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Bishop Barron zu den Kirchenvätern

Durch einen guten Freund bin ich auf den katholischen Bischof Robert Barron und dessen Projekt „Word on Fire“ aufmerksam gemacht worden. Barrons Ziel ist es, dem christlichen Glauben in der westlichen Kultur des 21. Jahrhunderts eine gewichtigere Stimme zu verleihen. Auch wenn ich seine explizit katholische Perspektive nicht in allen Hinsichten teile, liefert er sehr wertvolle Beiträge zu Fragen im Bereich Kultur, Wissenschaft und Glaube und schafft es, auf authentische und (auch intellektuell) überzeugende Weise

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„Deshalb sind die Felder verdorrt, weil die Liebe erkaltet ist.“

Im Jahr 368 n. Chr. herrscht in der antiken Großstadt Caesarea und Umgebung in der heutigen Türkei Ausnahmezustand: Seit mehreren Monaten warten die Bewohner vergeblich auf Regen. Die Felder sind in Folge der andauernden Dürre ausgetrocknet, liegen brach. Die Ernte bleibt fast vollständig aus. Basilius, zu der Zeit Presbyter der Bischofskirche von Caesarea, beschreibt in einer Predigt die Situation in Anlehnung eines Ausspruches Jesu mit: „Der Arbeiter sind viele; aber die Ernte ist nicht einmal

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Eine Ermutigung zur Gastfreundschaft

Ein Gastbeitrag von Waldemar Dirks: (Anmerkung des Verfassers: Es handelt sich bei bei diesem Beitrag um eine gekürzte Version eines Kurzvortrags, der vor einer russlanddeutschen Gemeinde gehalten wurde. Der Vortragsstil ist an einigen Stellen beibehalten worden.) Wünschen wir uns nicht, dass unsere Gemeinde wächst? Wünschen wir uns nicht mehr Liebe untereinander? Wären wir nicht gern herzlicher und vertrauter miteinander? Wie können wir es schaffen, dass Menschen sich bei uns wohler fühlen? Wie können wir es

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Vom „Xenodochium“ zum „Hospitium“ – Institutionen frühchristlicher Nächstenliebe

Dass das frühe Christentum „Armut“ und dem „Armen“ eine exponiertere Stellung im christlichen Diskurs einräumte als es im paganen Diskurs der Fall war, ist unbestritten. Was weniger klar ist, ist die Beantwortung der Frage, ob das Christentum praktisch, d.h. spür- und messbar, eine Verbesserung der Lage der Armen in der Gesellschaft herbeigeführt hat. Einfach formuliert: Ist dem Armen durch den zunehmenden Einfluss des Christentums in der spätantiken Gesellschaft (ca. 3.-5. Jahrhundert n. Chr.) mehr geholfen

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Die Heiligkeit Gottes

Seit einigen Wochen darf ich das wohl bekannteste Werk des 2017 verstorbenen amerikanischen Theologen R. C. Sproul lesen: das Buch Die Heiligkeit Gottes. In dem Klappentext der vom CLV 2018 neu verlegten deutschen Ausgabe heißt es: „Die Heiligkeit gehört zu den vernachlässigten Wesenszügen Gottes. Heute wird viel von seiner Liebe gesprochen, aber seine Heiligkeit findet nur selten unsere Aufmerksamkeit.“ Diese Beschreibung trifft meiner Meinung nach auch auf viele evangelikale Gemeinden in Deutschland zu. Auch Gemeinden,

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Jonathan Leeman: Gemeindezucht. Wie die Gemeinde den Namen Jesu ehrt und bewahrt

Möchte man für ein neu auf den Markt kommendes Buch möglichst hohe Verkaufszahlen erzielen, ist ein guter, reißerischer Titel wesentlich, um die Aufmerksamkeit potentieller Leser zu gewinnen. Gemessen an seinem Titel wird das Buch Gemeindezucht von Jonathan Leeman, redaktioneller Leiter von 9Marks und Mitältester der Cheverly Baptist Church, deswegen sicherlich nicht zum Verkaufsschlager christlicher Literatur avancieren. Das sagt jedoch weder etwas über die Relevanz noch die Qualität des Buches aus. Vielmehr leisten Leeman und 9Marks

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Gedanken zum Nutzen des Kichenjahres

In meinem letzten Beitrag habe ich in groben Zügen die historische Herausbildung und den Aufbau des Kirchenjahres nachgezeichnet. An dieser Stelle möchte ich nur drei Gründe anführen, weshalb es Sinn macht, dem Kirchenkalender im (gemeindlichen) Alltag mehr Raum zu geben. Das Kirchenjahr bettet das (kalendarische) Jahr in einen biblisch-theologischen Rahmen. Wie aus dem letzten Beitrag hervorgeht, orientiert sich das Kirchenjahr an der zentralen Offenbarung Gottes in der Geschichte der Menschheit: nämlich dem Kommen seines Sohnes.

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Das Konzept des Kirchenjahres

In einem der Adventsgottesdienste des letzten Jahres in unserer Gemeinde wurde in einem Impulsbeitrag auf das Kirchenjahr Bezug genommen. Das erinnerte mich an eine längst verdrängte Ermutigung vonseiten meines lutherischen Onkels, mich doch mal intensiver mit dem Kirchenkalender auseinanderzusetzen. Sein Argument war damals, – wenn ich mich recht erinnere – dass hinter diesem Konzept wertvolle theologische Gedanken und Intentionen stecken, die dem Christenleben einen hilfreichen Rahmen geben. Ich möchte der Aufforderung meines Onkels an dieser

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