Christus allein

Wenn Lehre zum Götzen wird

Wann immer wir Dinge, die nur Gott uns geben kann, von einer anderen Stelle erwarten, haben wir es mit einem Götzen zu tun. Innerhalb religiöser Gemeinschaften können bestimmte Lehren einen solchen Absolutheitsanspruch erheben, dass sie zu falschen Göttern werden. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn Menschen sich mehr auf ihre Glaubenslehren verlassen, wenn es um ihre Errettung geht, als auf Gott selbst und seine Gnade. Das ist zwar nur ein kleiner, aber feiner Unterschied.

Theo:logisch – Rezension

Heutzutage verbindet man mit dem Wort „Glauben“ oft etwas Irrationales, was nicht durch vernünftige Argumente zu belegen ist. Das Buch theo:logisch von William L. Craig verfolgt das Anliegen, mit diesem Missverständnis aufzuräumen und zu zeigen, dass der christliche Glaube durchaus auf vernünftigen Argumenten fußt und keinen Sprung vom Rationalen ins Irrationale erfordert. Die Besonderheit des Buches ist, dass es sich an Ungläubige richtet und gerade ihnen vernünftige Argumente aufzeigen möchte oder um es mit den

Es geht nicht um Regeln, sondern um die Genugsamkeit der Schrift

Gesetzliche Gemeinden rechtfertigen außerbiblische Regeln (z.B. in Bezug auf Kleiderordnungen) manchmal mit dem Hinweis darauf, dass diese Ordnungen auf Erfahrungen beruhen, geschichtlich gewachsen sind und ein gutes Ziel verfolgen. Kritikern der Regeln wird ein schlechtes Gewissen gemacht, indem ihnen die Frage gestellt wird, warum ihnen die Freiheit in Bezug auf diese Regeln so wichtig ist. Offenbart nicht gerade das kritische Hinterfragen der Regeln eine „weltliche Gesinnung“? Warum sonst kann man sich nicht einfach dieser Regel

Together for the Gospel 2018: Distinct from the World

Von heute bis Freitag findet in Louisville, KY die Konferenz Together for the Gospel statt. Das diesjährige Thema der Konferenz lautet Distinct from the World: it’s not nostalgia that our churches need, or strategies to reclaim the culture, or more political posturing. Nor should we separate ourselves and forsake our neighbors. Instead, we encounter the world with something otherworldly. We respond to cultural chaos with a new culture—a culture of faith, hope, and love; a culture steeped in

Täglich grüßt das Smartphone

Wer kennt das nicht? Man wird vom Handy geweckt und der Blick geht gleich auf das Handy: gibt es neue Nachrichten, hat mir jemand geschrieben? Tony Reinke fragte John Piper in einem Interview, warum wir uns gleich in den ersten Stunden oder Minuten des Tages unseren Handys zuwenden. Was ist der Reiz? Die Zusammenfassung der Antworten findet man hier, sowie in dem Buch „Wie dein Smartphone dich verändert“ (hier hat Helmut einen Artikel zu dem

Siegfried Kettling zu Philipper 2,12: Weil Gott alles tut, so tut ihr nun das Ganze!

In Philipper 2,12f. findet sich eine paulinische Aussage von hoher theologischer Kraft und Tragweite: „Schaffet eure Rettung (soteria) mit Furcht und Zittern, denn Gott ist’s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.“ Da ist zuerst ein Imperativ, der allen Synergismus weit überbietet, geradezu „monergistisch“ lautet: Ihr Menschen, eure Seligkeit zu schaffen, ist eure Sache, da seid ihr dran! Den Abschluß bildet ein Aussagesatz, eine Feststellung, die ebenso „monergistisch“ alles

Aktuelle Ausgabe der „Gemeindegründung“ (KfG)

In der aktuellen Ausgabe der „Gemeindegründung“, einer Zeitschrift der Konferenz für Gemeindegründung e. V., ist der Name Programm. Um Appetit auf das Thema zu machen, welches m.E. in Deutschland unterbelichtet wurde und wird, zitiere ich einige Passagen aus dem stark praxisorientierten Artikel von Dr. Armin Mauerhofer „Gemeindegründung in der Umgebung“. Die gesamte Zeitschrift kann man hier herunterladen: https://kfg.org/zeitschrift Eine Gemeinde, die qualitativ wächst, hat auch organisches Wachstum. Das heißt: Sie gründet ganz selbstverständlich neue Gemeinden. Wenn

DER SPIEGEL über „Die letzten Tage des Jesus von Nazareth“

„Es ist ein Krimi von historischem Ausmaß: Was passierte wirklich um den 7. April des Jahres 30, als in Jerusalem angeblich der Gottessohn hingerichtet wurde? Mit modernsten Geräten werten Forscher Indizien aus – ihre Erkenntnisse können Skeptikern kaum gefallen.“ Mit diesen Worten leitet „DER SPIEGEL“ in seiner aktuellen Ausgabe[1] einen interessanten Artikel über die letzten Tage Jesu ein. In dem Text führen die Autoren mehrere wissenschaftliche Erkenntnisse über die damaligen Ereignisse auf, welche erstaunlich mit

Zeugen der Auferstehung Jesu

Paulus führt etwa 25 Jahre nach Jesu Kreuzigung eine Liste von Personen und Personengruppen auf, denen der auferstandene Christus begegnet ist. dass er auferstanden ist am dritten Tag, nach den Schriften, und dass er dem Kephas erschienen ist, danach den Zwölfen. Danach ist er mehr als 500 Brüdern auf einmal erschienen, von denen die meisten noch leben, etliche aber auch entschlafen sind. Danach erschien er dem Jakobus, hierauf sämtlichen Aposteln. Zuletzt aber von allen erschien