Christus allein

Vaughn Roberts: „There is a throne in heaven and it is not empty“

Ein Gastbeitrag von Henry Enns: Nach den Weihnachtstagen und dem Blick, der auf die Krippe gerichtet war, möchte ich unsere Blicke weg von der Krippe lenken und zwar dorthin, wo sich das Kind jetzt befindet. Dieser Gedanke kam mir durch das Buch God’s Big Picture (Deutscher Titel: Gottes Plan – Kein Zufall) von Vaughan Roberts, in dem mich ein Gedanke sehr stark beeindruckt und geprägt hat. In dem Buch behandelt der Autor die Heilsgeschichte bzw.

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Paul Tripp: My Story of Sickness

Wie fällt dein Rückblick auf das vergangene Jahr aus? War es ein „schwarzes“ Jahr? Waren die Enttäuschungen größer als erwartet? Wir sind Wanderer auf dieser Erde, der Sündenfall ist real. Wir sind zwar „schon jetzt“ vollkommen gerettet, aber dennoch „noch nicht“ am Ziel. Hebräer 12 hat mich auch im vergangenen Jahr ermutigt, auch in widrigen Umständen immer wieder auf Gottes Güte zu vertrauen: 6 Denn es ist so: Wen der Herr liebt, den erzieht er streng,

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Das Radikalste, was wir tun können: Gastfreundschaft

Das Buch The Gospel Comes with a House Key von Rosaria Butterfield kommt auf meine Leseliste für 2019. Vielleicht sollte das Anliegen des Buches auch den Weg in unsere Vorsätze für das kommende Jahr finden?! Hanniel hat bereits auf die Rezension hingewiesen, aus der ich einige herausfordernde(!) Zitate übersetzt habe: Dieser Rezensent wurde insbesondere durch Butterfields Vorschlag der „margin time“ und ihre Bereitschaft herausgefordert, ihr Einkommen und ihre Karriere zu opfern um Gastfreundschaft zu üben. Das

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Ex Paradiso

Kompositionen, die sich eng an den biblischen Text halten, lassen diese vertieft auf uns wirken und geben uns im besten Fall ein tieferes Verständnis des Textes. Ich denke z.B. an die von Mendelssohn vertonten Psalmen. Die Gruppe Psallos hat nun ein Album herausgegeben, in denen sie nicht nur einzelne Texte der Bibel, sondern den gesamten Hebräerbrief vertont haben. Dieses Album wird hier zurecht in den höchsten Tönen gelobt. Es hilft tatsächlich, den Bibeltext besser zu

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Manfred Siebald: Manchmal wünsch ich mir

In meinen letzten beiden Beiträgen habe ich über den Zusammenhang zwischen Glaube und Beweisen nachgedacht. Solange der Wille, Gottes Selbstoffenbarung ernst zu nehmen, nicht besteht, das ist deutlich geworden, bringen Beweise nichts. Skeptiker, die nicht mit ehrlichen Fragen und einer grundsätzlichen Offenheit dem Glauben gegenüber stehen, werden sich auch von „Beweisen“ nicht überführen lassen. Es ist aber auch klar geworden, dass die „Beweisfrage“ nicht nur etwas für Ungläubige ist: auch Gläubige, wie das z.B. bei

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„Alttestamentliche Apologetik“ (2): Von Jesus lernen

Gestern habe ich (hier) über Jesu Gleichnis von dem Reichen Mann und dem Armen Lazarus (Lk. 16,27-31) und der darin enthaltenen „alttestamentliche Apologetik“ Abrahams nachgedacht. Beweise, das ist deutlich geworden, können Glauben nicht wecken. Stattdessen hat uns Abraham auf Mose und die Propheten hingewiesen: dort beginnt der Glaube, dort offenbart sich Gott. Den Wunsch des Reichen, Lazarus als „Beweis“ aus den Toten zurückzuschicken, hat Abraham abgelehnt. Lesen wir das Lukasevangelium aber weiter, stoßen wir tatsächlich

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„Alttestamentliche Apologetik“ (1): Von Vater Abraham lernen

Das Gleichnis von dem Reichen Mann und dem Armen Lazarus (Lk. 16,27-31) ist wohlbekannt: Ein Reicher genießt sein Leben in vollen Zügen, während Lazarus leidend voller Geschwüre vor seinem Haus liegt und nur Hunde hat, die ihm Gesellschaft leisten. Beide sterben, Lazarus wird in den Schoß Abrahams getragen, der Reiche erwacht in der Hölle. Von dort aus versucht er, seine Brüder vor diesem furchtbaren Ort zu bewahren, indem er Abraham davon zu überzeugen sucht, Lazarus

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Die Mennoniten und die Ingenieurskunst

Nach den ersten dürren Jahrzehnten in der neuen Heimat ging es für die mennonitischen Kolonien wirtschaftlich gesehen aufwärts. Das zeigt sich u.a. an den entstehenden Gutshäusern, der Intensivierung der Bildung und auch am technischen Fortschritt. Die im Buch von Heidebrecht[1] veröffentlichte Passage aus dem Mennonite Historian ist eine nette Geschichte, die den in der Überschrift genannten Aspekt illustriert. Das erste Flugzeug in Russland wurde höchstwahrscheinlich von drei mennonitischen Studenten erdacht, gebaut, und kurz geflogen. Der

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Die Mennoniten und das Plautdietsch

Freundlich wurde ich vor Kurzem in einer Gemeinde, die ich zum ersten Mal besuchte, vom Pastor im Foyer begrüßt. Als wir uns gegenseitig vorgestellt hatten, wozu selbstverständlich die Erwähnung des vollständigen Namens gehört, meinte er: „Dann kannst du ja plattdeutsch!“ Mit einigen Schlenkern, die deutlich machen sollten, dass dem nur bedingt so sei, bestätigte ich seine Aussage. Der Name verriet ihm meine Herkunft und damit einhergehend schloss er unwillkürlich darauf, dass ich dieser Sprache mächtig

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Die Mennoniten und ihre Familiennamen

Namen sind wie eine Blutprobe, sie verraten einiges über den zu dem sie gehören. Wenn ich z.B. den Namen Wessels höre, muss ich unweigerlich ans Emsland denken, wo dieser Name weit verbreitet ist. Der Name Huber hingegen verweist in eine ganz andere (Himmels-)Richtung. Wohin? Der Leser kann sich sicher selbst die Antwort darauf geben. Diese Beziehung zwischen Namen und der Herkunft bzw. Zugehörigkeit ist auch für das Mennonitentum ein charakteristisches Merkmal. Hermann Heidebrecht führt in

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