Christus allein

David Powlison: Neuanfang

Ich möchte in diesem Artikel ein Buch von David Powlison empfehlen, in dem es sowohl um sexuelle Übertretung als auch um das dadurch entstandene Leid geht: Manche Bücher sind mit der Absicht geschrieben worden, Menschen im Kampf gegen ihre unmoralischen sexuellen Impulse zu helfen. Andere Bücher verfolgen das Ziel, Menschen in ihrem Kampf gegen die Auswirkungen von sexueller Untreue, Belästigung und Gewalt zu helfen. Doch dieses Buch soll bewusst in beide Richtungen blicken. Sünde und

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Das Evangelium gilt auch im Home-Office

Durch die Corona-bedingten Maßnahmen finden sich viele Menschen in ganz neuen Situationen wieder. Eine dieser neuen Situationen ist für einige das Arbeiten von zuhause. Es ist eine neue Erfahrung, von zuhause arbeiten zu müssen. Normalerweise sind Arbeit und Freizeit strikt getrennt. Viele Menschen nutzen den Weg von der Firma nach Hause um sich von der Arbeit räumlich und auch gedanklich zu lösen. Das geht jetzt nicht mehr. Es gibt keine räumliche Trennung. Das bringt mindestens

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Buchhinweis: „Corona und Christus“ von John Piper

In den letzten Monaten und Wochen ist vieles ins Wanken geraten, von dem wir vorher dachten, es wäre beständig. Freiheiten, die als selbstverständlich galten, wie Versammlungsfreiheit, Reisefreiheit oder ähnliches, sind plötzlich eingeschränkt. Konferenzen wurden abgesagt. Es gibt Unsicherheiten bezüglich der Arbeitsplätze. Die Wirtschaft schwächelt.Gerade in diesen Zeiten merken wir umso mehr, dass wir einen Fels brauchen. Ein Fundament, das hält. Natürlich gibt es in dieser Welt nie Sicherheit und niemand kann in die Zukunft sehen,

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Bishop Barron zu den Kirchenvätern

Durch einen guten Freund bin ich auf den katholischen Bischof Robert Barron und dessen Projekt „Word on Fire“ aufmerksam gemacht worden. Barrons Ziel ist es, dem christlichen Glauben in der westlichen Kultur des 21. Jahrhunderts eine gewichtigere Stimme zu verleihen. Auch wenn ich seine explizit katholische Perspektive nicht in allen Hinsichten teile, liefert er sehr wertvolle Beiträge zu Fragen im Bereich Kultur, Wissenschaft und Glaube und schafft es, auf authentische und (auch intellektuell) überzeugende Weise

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„Deshalb sind die Felder verdorrt, weil die Liebe erkaltet ist.“

Im Jahr 368 n. Chr. herrscht in der antiken Großstadt Caesarea und Umgebung in der heutigen Türkei Ausnahmezustand: Seit mehreren Monaten warten die Bewohner vergeblich auf Regen. Die Felder sind in Folge der andauernden Dürre ausgetrocknet, liegen brach. Die Ernte bleibt fast vollständig aus. Basilius, zu der Zeit Presbyter der Bischofskirche von Caesarea, beschreibt in einer Predigt die Situation in Anlehnung eines Ausspruches Jesu mit: „Der Arbeiter sind viele; aber die Ernte ist nicht einmal

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Wragg: Gott wirkt auch durch Gemeindekonflikte Frucht

Jerry Wragg ist diesjähriger Redner der Hirtenkonferenz. Das EBTC hat passend dazu das Buch Tapfere Gemeindemänner von ihm herausgegeben. Er beleuchtet dort u.a. „das Thema Kritik, dass er „zu den gefährlichsten und potenziell schmerzlichsten Herausforderungen“ (S. 143) zählt, mit denen ein Leiter konfrontiert wird. […] Wragg ermutigt, dass Leiter Kritik genauso wie Paulus als „Werkzeug zum Wachstum und zur Veränderung“ (S. 155) betrachten.Im Anschluss nennt Wragg verschiedene Gründe für Konflikte. Er betont, dass sie keine

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Wie man (nicht) predigt

Colton Corter hat für das aktuelle 9Marks-Journal Predigten der größten Gemeinden in den USA mit einer Gesamtlänge von insgesamt 18 Stunden angehört. Er kommt zu dem (wohl wenig überraschenden) Ergebnis, dass das Evangelium in diesen Predigten nur mangelhaft verkündigt wurde. Ich befürchte, dass die Lage in Deutschland nicht besser aussehen würde. Das Interessante ist: Es hat auch nichts damit zu tun, ob eine Gemeinde eher weltabgewandt oder kulturrelevant ist. Predigten ohne klares Evangelium finden sich

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Die Auferstehung Christi als „Eukatastrophe“: Freude und Hoffnung „hinter den Mauern der Welt“

In seinem Essay „Über Märchen“ identifiziert J. R. R. Tolkien „den ältesten und tiefsten Wunsch, den nach der großen Flucht: der Flucht vor dem Tode“. Der Trost, den Märchen hier bieten, „hat noch einen anderen Aspekt als die phantastische Befriedigung uralter Wünsche.“ Was lieben wir so sehr an Märchen? Es ist die Gewissheit, dass sie gut ausgehen: Sehr viel wichtiger ist der Trost, den der glückliche Ausgang gewährt. Fast möchte ich die Behauptung wagen, daß

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Billy Graham: „The Cross“

Es ist bereits über zwei Jahre her, dass der weltbekannte Evangelist Billy Graham gestorben ist. Graham hat sein Leben der Predigt des Evangeliums gewidmet. Im Jahr 2013 hat die BGEA „The Cross – Billy Graham’s Message To America“ veröffentlicht, einen evangelistischen Film, in dem der 95-jährige Graham aus seinem Haus in Montreat, North Carolina, nochmals die alte Botschaft verkündigt: die Botschaft vom Kreuz. Gerade am heutigen Karfreitag denken wir daran, wie Jesus die Sünde am

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George Herbert: „Love (III)“

Der Dichter George Herbert, der zu den „metaphysical poets“ des 17. Jahrhunderts gerechnet wird, ist heute vor allem für seine religiösen Werke bekannt. Herbert war ein hochbegabter Rhetoriker, entschied sich aber in seinen 30ern für den Priesterdienst in der anglikanischen Kirche (er starb bereits im Alter von 39 Jahren). Besonders lieb ist mir Herberts Gedicht „Love (III)“, das gut zum heutigen Gründonnerstag passt. In dem Gedicht lädt Christus, personifiziert in der Liebe, den Sünder dazu

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